Hier findet sich der Aufruf und die bisherigen Unterstützerìnnen:
Auch wir unterstützen die Aktion.
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Die Bekämpfung der Pandemie, die Hungerkrise und die immer greller leuchtenden Alarmanlagen des Klimawandels werden zunehmend an den Rand gedrängt. In der geopolitischen Auseinandersetzung der großen kapitalistischen Mächte ist TOP 1 die Frage, wer schneller und erfolgreicher seine Unternehmen wieder in eine Gewinnerposition bringen kann. Die im Folgenden zusammengestellten Schlaglichter aus verschiedenen Medien beleuchten, wer dafür den Preis zahlt. Hier harmonieren dann auch Regierungen und Manager von sich ansonsten feindlich gesinnten Staaten. (Jochen Gester)
von Karsten Weber
May 30, 2022
Chinesische Behörden ermöglichen Arbeit im Lockdown
Teslas riesige „Giga-Fabrik“ in Shanghai treibt ihre Arbeiter bis an die Grenzen, um die Produktionsziele zu erreichen – und das bei einer anhaltenden Pandemie-Abriegelung
(…) Seit der Eröffnung der Tesla-Fabrik in Shanghai im Jahr 2018 wurde über Verstöße gegen Arbeitsrechte und Sicherheit berichtet, wobei einige Arbeiter in der von lokalen Journalisten als „Giga-Sweatshop“ bezeichneten Fabrik weniger als 1.500 US-Dollar im Monat verdienen.
Selbst in den Vereinigten Staaten ist Musk für seine Missachtung von Arbeitsnormen und der Work-Life Balance bekannt: Der Tech-Milliardär erklärte berühmt-berüchtigt: „Niemand hat jemals die Welt mit einer 40-Stunden-Woche verändert“. Er hat damit geprahlt, dass er die Angestellten von Tesla in den USA zu 100-Stunden-Wochen zwingt, während er selbst behauptet, 120-Stunden-Wochen gearbeitet zu haben. (…)
(…) In der Gigafactory Shanghai schlafen die Menschen auf dem Boden (…)
Für Tesla und Elon Musk bleiben der Standort und die dortigen Möglichkeiten offenbar äußerst attraktiv. Erst vergangene Woche meldete die Nachrichtenagentur „Reuters“ nicht nur, dass Tesla in direkter Nachbarschaft der bestehenden Gigafactory ein weiteres Werk plane, sondern bestätigte auch, dass die chinesischen Behörden aktiv ermöglicht hätten, rund 6000 Mitarbeiter trotz Lockdown in die Fabrik zu bringen. (…)
Während der Autohersteller daran arbeitet, eine zweite Schicht einzuführen und die Produktion weiter hochzufahren, verfolgt er einen Plan im Stil eines Wohnheims.
June 6, 2022
Die Unzufriedenheit mit den Lockdownbedingungen schlägt um in Revolten
Arbeiter protestieren gegen die Abschottung des Quanta-Werks in Shanghai (…)
Gewaltsame Zusammenstöße, zunehmende Infektionen und leere Fabrikhallen: Der Aufruhr, der Zehntausende von Arbeitern in einem Zulieferbetrieb von Apple Inc. in Shanghai erfasst hat, ist ein beunruhigendes Symptom für Chinas radikalen Versuche, Fabriken während des schlimmsten Covid-Ausbruchs seit 2020 am Laufen zu halten.
Die seit fast zwei Monaten in einer Blase gefangenen, per Regierungsdekret eingeschlossenen und von der Außenwelt abgeschotteten Arbeiter von Quanta Computer Inc. fordern mehr Freiheit und beginnen, sich gegen ihre Aufseher aufzulehnen (…).
Hunderte von Arbeitern sind mit dem Wachpersonal aneinandergeraten. Ein großes Kontingent, das befürchtete, dass seine Vorräte ausgehen würden, falls die Abriegelung andauern würde, überwand Anfang des Monats die bewachten Isolationsbarrieren auf der Suche nach Dingen des täglichen Bedarfs, wie mehrere Mitarbeiter berichteten. Am vergangenen Wochenende verbreiteten sich Medienberichte über eine große Gruppe, die ein Wohnheim stürmte, in dem die taiwanesischen Manager von Quanta untergebracht waren, nachdem es zu einem Streit über die verlängerte Abriegelung und die Bezahlung gekommen war. (…)
Der riesige Campus von Quanta im Shanghaier Vorort Songjiang dient sowohl als Arbeitsplatz als auch als vorübergehendes Zuhause für ungelernte Wanderarbeiter aus dem ganzen Land – und auch für besser bezahlte Ingenieure aus Taiwan. Vor dem Ausbruch des Covid-Virus arbeiteten die Arbeiter in Schichten, um in einer nahe gelegenen Fabrik das MacBook und andere Laptops von Apple herzustellen. Ein normaler Schlafsaal beherbergt 12 Arbeiter in Etagenbetten, so die Aussagen von Personen, die in der Anlage gewohnt haben. In den ersten Tagen der obligatorischen Abriegelung im April musste Quanta den größten Teil seiner Fabrik schließen und die Arbeiter in ihren Schlafsälen einsperren. (…)
Nach einem früheren Protest gegen die Abriegelung wegen des Coronavirus in China haben die Arbeiter des MacBook Pro-Werks von Quanta in Shanghai erneut einen Aufstand angezettelt.
Bei dem ersten Aufstand Anfang Mai handelte es sich um einen Zusammenstoß zwischen Arbeitern und Behörden, die eine COVID-Sperrung durchsetzten. (…)
Nach Angaben der China Times randalierten die Quanta-Beschäftigten in der Nacht zum 21. Mai und bis zum nächsten Morgen.
Entnommen aus dem Portal „Arbeitswelten Deutschland China“
https://www.forumarbeitswelten.de/blog/
Wir danken dem Autor für die Zustimmung zur Übernahme der Beiträge.
„Vom 26.-28. Juni 2022 tagt der G7-Gipfel im bayerischen Elmau. Die Repräsentanten der reichsten und mächtigsten Staaten der Welt erheben den Anspruch, über die Geschicke der gesamten Welt zu entscheiden. Als selbsternannte Gruppe haben sie dafür aber keinerlei Legitimation. Im Gegenteil: Sie schwächen legitime internationale Organisationen. Sie wollen laut Scholz „Vorreiter für klimaneutrales Wirtschaften und eine gerechte Welt“ sein. Dabei treiben sie selbst globale soziale Verheerungen, Ungleichheit, Klimakrise, Umweltzerstörung und Militarisierung voran. Meist sind vom Patriarchat benachteiligte Menschen und People of Colour besonders betroffen. Dabei sind es oft genau diese, die trotz Unterdrückung zukunftsweisende Wege gehen und Lösungsansätze aufzeigen – auch für die aktuellen großen Krisen Klima, Krieg und Pandemie.“
„Die Proteste gegen den G7-Gipfel 2022 werden von der Aktionsplattform „Stop G7 Elmau“ koordiniert. Die Plattform besteht aus zahlreichen großen und kleinen Organisationen mit unterschiedlicher Ausrichtung und Zielsetzung wie Klimaktivismus, EineWelt, Ökologie, Kapitalismuskritik, Antirassismus, Feminismus und Antimilitarismus. “
Hier der Link zum Programm der Aktionstage:
https://www.stop-g7-elmau.info/vernetzung/
zentrale Demonstrationen:
Großdemonstration in München: https://www.stop-g7-elmau.info/termine/termin/demonstration-muenchen/
Demonstration vor Ort in Garmisch: https://www.stop-g7-elmau.info/termine/termin/demonstration-garmisch/
Sternmarsch zum G7 Tagungsort Elmau: https://www.stop-g7-elmau.info/termine/termin/sternmarsch-elmau/

Die G7-Staaten haben die historische Verantwortung für die Klimakrise. Wir müssen raus aus fossilen Energien, denn es gibt kein unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten. Hauptleidtragende sind aber die Menschen im Globalen Süden, denen bei Entscheidungen der G7 die Stimme geraubt wird. Deshalb schließen wir uns deren Forderung nach einem Klima-Schulden-Tausch an. Verarmten Ländern müssen ihre Schulden erlassen werden, damit sie ihre fossilen Rohstoffe im Boden lassen und ihre Transformation zur Nachhaltigkeit finanzieren können.
Neokoloniale Strukturen, welche auch von den G7-Staaten durchgesetzt werden, verhindern eine nachhaltige, sozial und global gerechte Wirtschaft. Wir brauchen daher faire Entschuldungsverfahren sowie verbindliche Abkommen zu Lieferketten, Klimagerechtigkeit und Menschenrechten. Handelsabkommen dürfen nur abgeschlossen werden, wenn sie den Menschen und dem Planeten dienen.
Covid 19 ist eine potentiell tödliche Krankheit und marginalisierte Menschen brauchen Solidarität. Die Pandemie ist nur international und gemeinsam lösbar, doch die G7-Staaten verhindern nötige Patentfreigabe und Technologietransfer. Regierungen müssen die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen schützen und nicht nur Konzerne. Dazu braucht es auch gute und fair entlohnte Pflege.
Wir fordern das Ende von Aufrüstung, Militarisierung und Rüstungsexporten, denn sie bringen Krieg und nicht Frieden. Imperialistische Staaten müssen gestoppt werden. Der Angriff auf die Ukraine ist, wie andere Kriege auch, ein Verbrechen und muss beendet werden. Historisch hat die NATO, dominiert von G7-Staaten, den Konflikt befördert. Wir verurteilen sämtliche Kriege und solidarisieren uns mit allen, die gegen Krieg und Ausbeutung und für soziale Gerechtigkeit einstehen.
Die G7-Staaten betreiben eine menschenverachtende Politik der Abschreckung. Doch Grenzen müssen für alle Menschen offen sein. Es darf keine Geflüchtete erster und zweiter Klasse geben. Zugang zu Ausbildung, Arbeit und Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht. Familien müssen zusammenleben dürfen.
Wir brauchen einen Systemwechsel in der Agrar- und Ernährungspolitik: Weg von der Wachstumsideologie der G7-Staaten hin zur Agrarökologie. Für die Hungerbekämpfung ist ein gerechter Zugang zu Land, Saatgut und Wasser sowie faire Honorierung notwendig. Carbon Farming, wie es die G7 vorantreiben wollen, führt nur zu Greenwashing für Konzerne.“
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Wir sind eine solidarische Aktionsplattform aus klimaktivistischen, EineWelt-engagierten, ökologischen, kapitalismuskritischen, antirassistischen, feministischen und antimilitaristischen Gruppen. Kommt her, macht mit, bringt euch ein in die verschiedenen Aktionen, Demonstrationen, Debatten und Proteste!
Aktionszeitraum: 6. bis 29. Juni 2022
GEKKO-Konferenz: 17.-19. Juni
Alternativgipfel: 24. Juni
Demo München: 25. Juni
Demo Garmisch: 26. Juni
Camp Garmisch: 24.-28.Juni