14. März 2024: Vortrag „Revolution in Deutschland 1918-23“

Zum Jahrestag der Märzkämpfe 1919 in Berlin veranstalten wir einen Vortrag mit Daniel Kulla. Sie beginnt um 19 Uhr in der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek (Frankfurter Allee 149).

Die Novemberrevolution 1918 hat es gerade so ins landläufige Geschichtsbild geschafft, zumindest unter Linken geht sie noch bis Januar 1919 weiter. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung im Februar und März 1919 ist hingegen unter den diversen historischen Siegererzählungen fast verschwunden, was auch die Rückschau auf die weiteren Massenstreiks, Sozialisierungen und Erhebungen bis 1923 sowie die Folgegeschichte prägt. (Nazis redeten nicht gern genauer darüber, wen sie da zusammengeschossen hatten und für wen; die SPD redete gar nicht gern darüber, auf wen sie die ersten Nazis so alles hat schießen lassen; die KPD redete nicht ganz so gern darüber, auf wen geschossen wurde, wenn es nicht ihre Leute waren oder sich zumindest als solche reklamieren ließen.)

So ist das wichtigste revolutionäre Vorbild in der deutschen Geschichte genau deshalb fast vergessen, weil es in so hohem Maß selbstorganisiert war und damit nicht in die übliche nationale wie antinationale Vorstellung vom Deutschen passt, sich weder für Vereinnahmung noch als Schreckbild anbietet. Gleichermaßen in Vergessenheit geraten sind die Konsequenzen: Sowohl der Aufstieg des Nationalsozialismus als auch sein konkretes Erscheinungsbild – mehr als bei jedem anderen Faschismus eine Verkleidung als Arbeitskräfterevolution – erscheinen ohne diese Vorgeschichte kaum begreiflich. Kulla schlägt vor, die revolutionären 100. Jahrestage dazu zu nutzen, diese Geschichte so sichtbar wie möglich zu machen.

Eine Veranstaltung der VVN-BdA Lichtenberg.

14.04.2024: Einladung zur Veranstaltung zum Thema: Geschichte und Wirkung der „Antideutschen“! Als Gast begrüßen wir Gerhard Hanloser

Vor gut 20 Jahren, zum Irakkrieg 2003, hatte die sogenannte „antideutsche Szene“ publizistisch und aktivistisch ihren Höhepunkt. Mit dem Begriff antideutsch ist eine politische Strömung gemeint, die aus der Linken kommt. Sie hat Kernbestandteile eines emanzipatorischen und kritischen Denkens allerdings aufgegeben, befleißigt sich eines aggressiven Militarismus und sieht in der Friedensbewegung und realen antikapitalistischen Bewegungen ihren Hauptfeind. Von „den Antideutschen“ wird mittlerweile kaum geredet. Ihr Denken und Agieren ist allerdings mit einigem Erfolg in der vorherrschenden deutschen Öffentlichkeit angekommen. Auch haben einige ihrer Protagonisten diskursive Machtpositionen ergattert.


Der Publizist Gerhard Hanloser möchte über Geschichte und Wirkung
der „Antideutschen“ aufklären.
Und hier geht’s zum Einladungsfleyer

Wann: 14. April 2024, 17.00 Uhr
Wo: Stadtteil- & Infoladen Lunte, Weisestr. 53, 12049 Berlin
Nähe U-Bhf. Boddinstr. (U8)

Kriegstreibergequatsche treibt uns an und in den Abgrund!

Heinz Michael Vilsmeier platzte der Kragen angesichts des militaristischen Bullshits, den zuletzt unsere Berufskriegstreiber Hofreiter, Strack -Zimmermann, insbesondere aber CDU-ler Roderich Kiesewetter und jetzt auch der bayrische Ministerprasident Markus Söder verbreiten. Wer wie Roderich Kiesewetter die Bombardierung der Kommandozentralen der grössten Atommacht dieser Welt herbeiredet ist eigentlich ein Fall für den Arzt oder gehört wegen der kriminellen Energien seines verantwortungslosen Geschwätzes, das uns noch alle an oder tief in den Abgrund befördert, aus dem politischen Verkehr gezogen. Und Scholz wird die Geister, die er mit der „Zeitenwende“ ausrief nicht mehr los und führt uns bestenfalls „zögernd“ an diesen Abgrund heran. Wer solche Geister unter Kontrolle halten will, ist ein bodenloser Illusionist. Es wird Zeit, dass wir mit Michael Heinz laut und deutlich werden und massenhaft auf die Barrikaden steigen. (Peter Vlatten)

Gegen das militaristische Gequatsche der Kriegstreiber!

Heinz Michael Vilsmeier, März 2024

Nachdem, wie schon zu Beginn des Ukrainekrieges zu erwarten war, die USA ihre Waffenlieferungen an die Ukraine mehr oder weniger eingestellt haben, ist Deutschland zum größten Unterstützer und Waffenlieferanten der Ukraine avanciert. – Das wird zwar noch immer anders dargestellt, ist aber längst Tatsache. – Die USA haben Feuer gelegt und versuchen nun, den Krieg zur Angelegenheit der Europäer zu machen.

Eines ist klar: Die Ukraine ist unfähig, den Krieg gegen die Russische Föderation aus eigener Kraft zu gewinnen. Auf diesem Hintergrund kann die Tatsache, dass Deutschland die Rollen des Hauptlieferanten von Waffen an die Ukraine und auch die deren Hauptfinanziers übernommen hat, aus Sicht des Kreml nur bedeuten, dass ausgerechnet Deutschland sich zum Hauptgegner der Russischen Föderation aufgeschwungen hat.

Aufgrund von Äußerungen sowohl der russischen Politik als auch der russischen Medien liegt der Schluss nahe, dass dieser Rollenwechsel durchaus wahrgenommen wird. – Entsprechende Drohungen, insbesondere nach Bekanntwerden der abgehörten Planungsbesprechungen hochrangiger Bundeswehroffiziere für den Einsatz des Taurus-Marschflugkörpers unterstreichen das.

Nun gibt es in Deutschland Politiker*innen und sog. Experten, die die russischen Reaktionen nicht als Warnungen verstehen, sondern als bloße russische Propaganda. – Wie sie wohl reagieren würden, wenn es dem BND gelungen wäre, Gespräche führender russischer Generäle aufzuklären, die konkrete Planungen in Hinblick auf die Zerstörung wichtiger Infrastrukturobjekte in Deutschland zum Inhalt hätten.

Statt die Warnungen von russischer Seite ernst zu nehmen, setzen Leute wie Hofreiter, Kiesewetter, Strack-Zimmermann und nun auch Söder noch mal und noch mal eins drauf. – Unisono fordern sie ausschließlich Maßnahmen, die auf eine militärische Lösung des Konfliktes hinauslaufen. – Ich frage mich, ob diese Politiker in der Lage sind, den Krieg vom Ende her zu denken und sich auszumalen, wie Deutschland und vermutlich ganz Europa aussehen werden, wenn es wirklich zu einer unkontrollierten Eskalation des Krieges kommt. – Haben sie vergessen, dass Russland die Militärmacht ist, die über das größte Atomwaffenarsenal der Welt verfügt.

Wie können diese Leute ernsthaft von „Abschreckung“ Russlands durch Deutschland sprechen? Wie kann ein Kiesewetter davon schwafeln, Deutschland müsse die Ukraine befähigen, Ziele tief in Russland anzugreifen? Wie können einem Söder Worte wie „der Taurus muss zum Einsatz kommen“ über die Lippen kommen? – Die Verengung des politischen Denkkorridors auf das Militärische legt offen, welch Geistes Kinder diese Politiker und sog. Experten sind.

Kanzler Scholz ist sicherlich keine Friedenstaube und er hat längst klar gemacht, was er von Pazifisten hält, als er sie als gefallene Engel beschimpfte, die aus der Hölle kämen, weil sie letztendlich einem Kriegstreiber das Wort redeten. – Allmählich scheint Scholz, und das bleibt zu hoffen, sich an den von ihm geleisteten Amtseid zu erinnern, mit dem er sich verpflichtete, Schaden von diesem Land abzuwenden. – Bei den anderen Kriegstreibern gibt es leider keine Anzeichen dafür.

Deutschlands rasante Entwicklung zum Hauptwidersacher Russlands wird, wenn es zu keiner Richtungsänderung hin zu einer Lösung auf diplomatischer Ebene kommt, dazu führen, dass der Krieg in ganz Europa ausgetragen werden wird. Deutschland wird in diesem Krieg die Drehscheibe sein und infolgedessen wird es hier zu einer Zerstörung nie gekannten Ausmaßes kommen. – Der Dreißigjährige Krieg, der Erste und der Zweite Weltkrieg werden demgegenüber nur ein bitterer Vorgeschmack gewesen sein.

Weil diese Gefahr greifbar nahe ist, müssen alle, die sie überwinden wollen, endlich die Stimme erheben und diejenigen zum Schweigen bringen, deren Konfliktlösungsstrategien sich auf den Einsatz von Panzern, Taurus und militärischen Lösungen verengen.

Wenn wir wollen, dass die Putins, die Medwedjews und die Kisseljows in Russland verstummen, müssen wir dafür sorgen, dass endlich die Hofreiter, die Strack-Zimmermanns, die Kiesewetters und die Söders übertönt werden!“

Wir danken Heinz Michael Vilsmeier für seine deutlichen Worte.

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