Hände weg von Rafah – Trauerkundgebung

Trauerkundgebung heute 8.Mai Berlin Breitscheidplatz um 19 Uhr!

Update. Die Kundgebung wurde ganz kurzfristig auf Druck der Polizei zum Adenauerplatz verlegt. Leider hat auch uns diese Info zuspät erreicht. Staatliches Agieren in Deutschland gestattet es offensichtlich nicht einmal mehr, bei der „größten humanitären Kriegskatastrophe der letzten Jahre“ gemeinsam öffentlich zu trauern.

„Lasst uns alle zusammenkommen, um unsere Trauer über den Tod von mehr als 40 000 Menschen in Gaza zu teilen, über die barbarische Invasion von Rafah, über die Mittäterschaft westlicher Länder an diesem Völkermord, über die Untätigkeit von Menschen in Machtpositionen. Alle raus nach Gaza! “ [1]Aufruf der Veranstalter, u. a. Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost

UN zur aktuellen Lage
Und Angriff auf Rafah stoppen

References

References
↑1 Aufruf der Veranstalter, u. a. Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost

Angriff Israels auf Rafah verhindern!

Entgegen aller Warnungen fordert Israel nun die Zivilbevölkerung auf, die mit einer Million Flüchtlingen total überfüllte Stadt Rafah zu verlassen! Eine erneute Vertreibung und Massenflucht wird – so lassen alle wichtigen Hilfsorganisationen verlauten – zu unzähligen weiteren Opfern führen. Israel spricht von einer erweiterten „humanitären Schutzzone“. Das ist purer Zynismus. Tatsächlich müssen die Menschen wieder Hals über Kopf ihre Notunterkünfte wechseln und werden noch mehr zusammengepfercht. Allein die israelischen Ankündigungen versetzt zig tausend Menschen in Panik. „Nach Monaten der Zermürbung, des Hungers und der Allgegenwärtigkeit des Todes sind die Menschen am Ende. Wie sollen sie das überstehen? Und wer kann das Töten noch aufhalten?“ fragt Riad Othman von Medico international. Das israelische Militär hat erste Angriffe gestartet. Auch der Grenzübergang für die humanitären Hilfslieferungen steht unter Beschuss. [1]https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-rafah-104.html

Die Verhandlungen sind auch nicht in erster Linie an der HAMAS gescheitert. Das ist eine verzerrte israelische Darstellung. Vielmehr will sich Israel grundsätzlich vorbehalten, seinen blutigen Feldzug – auch gegen Rafah – fortzusetzen, sobald die Geiseln frei sind. Treten wir dagegen für einen nachhaltigen Waffenstillstand ein – wie von der UN gefordert. Unterstützen wir die weltweiten Proteste. Gerade auch am 8.Mai, dem Tag des Endes des zweiten Weltkrieges.

hier der link zum Veranstaltungskalender Palästinasolidarität  (Hinweis, es ist hier nur ein Teil der Veranstaltungen erfasst)
unsere Vernstlatungsempfehlung: "Deutschland finanziert - Israel bombardiert" am 11. Mai in Berlin, unter Zuschaltung von Moshe Zuckermann.....

Wir schliessen uns der folgenden Presseerklärung von attac uneingeschränkt an und fordern zu ihrer weiteren Verbreitung auf.

Pressemitteilung attac BAG Globalisierung und Krieg

– Angriff Israels auf Rafah verhindern
– Stopp aller deutschen Waffenlieferungen
– Palästina völkerrechtlich anerkennen

3. Mai 2024

Angesichts der Ankündigung Netanjahus, in Rafah einzumarschieren, fordert die bundesweite Attac-AG Globalisierung & Krieg von der Bundesregierung, alle Waffenlieferungen an Israel zu beenden, die Nutzung der bereits gelieferten Waffen zu untersagen und Palästina völkerrechtlich als eigenständigen Staat anzuerkennen.

Israel weigert sich, die verbindliche Resolution 2728 des UN-Sicherheitsrates vom 25. 4. 2024 für eine sofortige Waffenruhe anzuerkennen, geschweige denn sie umzusetzen.

Auch die Anordnung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) im Kontext der Völkermord-Klage Südafrikas, das Leben palästinensischer Zivilisten zu schützen und genügend humanitäre Hilfe zu ermöglichen, wird ignoriert.

Selbst Ermahnungen ihrer engsten Verbündeten, Völkerrecht und Menschenrechte zu respektieren, beeindrucken die israelische Führung nicht.

Es ist daher höchste Zeit, den Druck zu erhöhen, wenn die schon jetzt unerträgliche menschliche Katastrophe gestoppt werden soll. Eine andere Sprache versteht Netanjahu nicht.

Die Bundesregierung soll ihrer verbalen Anerkennung der Zweistaatenlösung Taten folgen lassen und dem Beispiel Schwedens und der neun anderen EU-Mitgliedsstaaten folgen, die Palästina bereits anerkannt haben. Insgesamt haben 140 der 193 UN-Mitglieder Palästina anerkannt. Frankreich hat in der UN-Sicherheitsratssitzung am 18. April für die Vollmitgliedschaft Palästinas in der UNO gestimmt.

Aus der historischen Verantwortung Deutschlands für das singuläre Menschheitsverbrechen der Shoah ergibt sich die Verpflichtung, sich für die Menschenrechte und das Völkerrecht einzusetzen, wo immer und von wem immer sie missachtet werden.

Kontakt: Alexander Leipold, 0151 592 33 606

Pressemitteilung / Erklärung als PDF zum runterladen (download)

Homepage der AG Globalisierung & Krieg: https://globalisierungundkrieg.de

Titelfoto: Kinder in einem Lager in Rafah, eigene Quelle und Montage

Der 1. Mai 2024 in Berlin

Video: Eintreffen des Demozuges und Störung durch Polizei.

Hier ein kurzes Video des Eintreffens des Demozuges zur Kundgebung vor dem Roten Rathaus. Der Zug kam mit Verspätung. Begründung und Text sowie eine kleine Bildergalerie folgt.

Video: Ingo Müller

1. Mai 2024, eintreffen der Demoteilnehmer.

Sie kamen mit Verspätung. Hier wussten wir noch nicht warum. Text dazu folgt später.

00:35 Eintreffen des Zuges

10:19 Polizei versucht hier zu stoppen

11:00 Straße Frei 1. Mai – Rufe werden immer lauter

11:23 und sie zogen sich zurück

13:13 Hoch die Internationale Solidarität


DGB-Ordner blockiert mit Unterstützung der Polizei den klassenkämpferischen Block & den Block der Sozialen Arbeit


Revolutionäre Demo

Gastbeitrag: Klaus D.

Gewaltbereiter Polizeiblock am Anfang, bedrohte Demonstranten, gewaltbereiter Polizeiblock am Ende.

Die Demo wurde auch an den Seiten von einem ungeheuren Polizeiaufgebot begleitet, die Teilnehmer ließen sich aber nicht einschüchtern und brachten lautstark ihre Solidarität mit Palästina zum Ausdruck. Schon nachmittags, als die Demo sich noch weit entfernt am Südstern sammelte, unterband die BVG auf Geheiß der Polizeiführung am Hermannplatz bereits den Busverkehr. Die politische Führung der Stadt tut alles, um das Klima zu verschärfen.
Foto: Klaus D.
Foto: Klaus D.
Foto: Klaus D.

Auswertung der 1.Mai Berichterstattung im rbb-TV

Gastbeitrag: Gastbeitrag: Rüdiger Deissler schrieb eine E-Mail an den rbb-TV betreffs ihrer Berichterstattung zum 1. Mai. Mit freundlicher Genehmigung der der Brief veröffentlicht werden.

Berichterstattung zum 1. Mai- Sondersendung um 20.15h am 1.5.24 in rbb-tv

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Spannung habe ich die angekündigte abendliche Sondersendung des rbb gestern zu den 1. Mai- Demonstrationen erwartet. Doch welche Enttäuschung: Es ging hier garnicht um politische Inhalte, die mich sehr interessiert hätten.

Der 1. Mai ist schliesslich nur einmal im Jahr. Stattdessen eigentlich nur Geschwafel über Polizei-Taktiken, Festnahme- Statistiken der letzten 5 Jahre im Vergleich, Innensenatorin Spranger (SPD) mit dem üblichen blablabla "hart durchgreifen, Antisemitismus nicht zulassen, bla, notfalls...". Antisemitismus (vermutlich war hier die Kritik am israelischen Eroberungskrieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung gemeint?) hier als sogenannter "Israel-bezogener" auftretend, müsse auf jeden Fall verhindert und verfolgt werden. Vom Palästina-Bezug der Mai-Demonstrationen war ab und zu noch die Rede, und dass zu viele Palästina-Fahnen dabei seien.

Dann die weltbewegende Frage ins off: "Wo bleibt der 'Schwarze Block' in diesem Jahr? Ist es Taktik, dass er nicht auftaucht, etwa langfristige Strategie?" Dann Verschwörungstheorien aus Reportermund: "Linksextremisten (vorher 30 "Gefährder-Ansprachen" zuhause bei den "Gefährdern") versuchen, sich mit der ortsansässigen Bevölkerung, besonders der migrantischen, zu verbinden. Das gab's bisher so nicht".

Dann hatte "der DGB für seine Demo festgelegt: keine Nationalfahnen", gemeint waren aber Staatsfahnen, nur: den Staat Palästina gibt's bisher nicht, was uns bereits in der demokratischen Grundschule eingehämmert wurde. Weiter mit nichtssagendem laber, räsonier, schwafel und dann folgt - unvermeidlich - Herr Sundermeyer ("Experte seiner selbst") mit seinen Waschküchen-Expertisen und offensichtlicher Verbindung zum Verfassungsschutz; ein sympathischer, neuer junger Reporter darf sprechen, bei dem jedes zweite Wort mangels vorhandenem Sprachschatz die Einschätzung "überraschend friedlich" für den 1. Mai ist (er kannte von der Oma her noch die massiven Prügeleinsätze der Berliner Polizei und den Angst und Schrecken verbreitenden sogenannten "Schwarzen Block"). Richtig live las er - unter ständigem Vorzeigen seines Dienst-Handys in die Kamera - Instagram-Nonsens vor.

Keine Inhalte, aber wirklich auch gar keine von den vielen 1. Mai- Demonstrationen mit Bezug zu Internationales und zur Arbeitswelt im von uns bezahlten Staatssender rbb! (aber sowas gibt's ja nur in Russland und China)

Die Politik der mindestens zwei Meinungen in Öffentlich-Rechtlichen Sendern der BRD hat gefühlt spätestens mit der Einführung der staatlichen Coronaschutz-Massnahmen 2020 aufgehört zu existieren.

Die immer einseitigen Nachrichten werden dann im 20-Minuten-Turnus z.b. im rbb-Info-Radio wiederholt, wiederholt, wiederholt....

Wer, meinen Sie denn, soll die gesicherte Weiterexistenz der Öffentlich-Rechtlichen in der öffentlichen Meinung und auf der Straße gegen die fortlaufenden Angriffe der AfD in Zukunft noch verteidigen?

Viele sind dazu nicht mehr bereit.

Kritische Grüße

Rüdiger Deißler

Sondersendung des RBB, auf dem sich Rüdiger in seiner E-Mail bezieht

Hier der Bericht des RBB:

Der Tag der Arbeit endet in Berlin stets mit der sogenannten „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“, die in diesem Jahr erstmals am Südstern stattfinden wird. Daneben sind zahlreiche Proteste angekündet, tausende Menschen werden voraussichtlich durch Berlin ziehen. Philipp Höppner führt ab 20:15 Uhr im Fernsehen, Web und auf den Social-Media-Kanälen des rbb durch den Livestream. rbb-Reporterinnen und -Reporter berichten vom Demonstrationsgeschehen.


Kleine Fotogalerie: Fotos Ingo Müller

Dieser Beitrag erschien zuerst auf wiederstaendig.de . Besten dank für die Freigabe der Veröffentlichung auf unserer Seite.

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