WIR AKZEPTIEREN EURE MIGRANTENFEINDLICHE POLITIK NICHT!

16. Januar 2025        

Am 23. Februar finden in Deutschland vorgezogene Neuwahlen statt und leider werden Migranten wieder einmal als Wahlkampfmaterial eingesetzt. Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder ihres Glaubens zu stigmatisieren, sie zu potenziellen Kriminellen zu erklären und sie gezielt für wirtschaftliche und soziale Probleme verantwortlich zu machen ist eine rassistische und diskriminierende Politik. Sie verschleiert soziale Realitäten und treibt die Gesellschaft in eine gefährliche Polarisierung. Das ist niemals akzeptabel!

MIGRANTENFEINDLICHKEIT IST EIN MITTEL, UM DIE WAHRHEIT ZU VERBERGEN

Diese Politik, die der Gesellschaft Migrantenfeindlichkeit als „Lösung“ für die Zukunft Deutschlands präsentiert, schadet nicht nur den Migranten, sondern der gesamten Bevölkerung und der Zukunft des Landes. Denn anstatt die Ursachen und Lösungen für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme eines großen Teils der Bevölkerung zu diskutieren, werden die Migranten zu Sündenböcken gemacht. Die Rolle und die Verantwortung der Parteien, die die Politik in diesem Land seit Jahren prägen, ob in der Regierung oder in der Opposition – ihre Rolle in der Erschwerung unseres wirtschaftlichen und sozialen Lebens wird unter den Teppich gekehrt. Diese Parteien, die Migranten ins Visier nehmen, müssen zuerst Rechenschaft über ihre Politik und Praktiken ablegen, die die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen verschlechtern.

DIESE POLITIK, DIE NICHT NUR DIE MIGRANTEN, SONDERN DIE GESAMTE BEVÖLKERUNG DISKRIMINIERT, MUSS IN FRAGE GESTELLT WERDEN!

Wir wollen die wirklichen Probleme der Menschen und ihre Forderungen diskutieren! Wir wollen zum Beispiel wissen, warum 70 Prozent des Reichtums in den Händen der reichsten 10 Prozent konzentriert sind, während sich das Einkommensniveau und der Lebensstandard von 80 Prozent der Menschen in diesem Land ständig verschlechtern!

Wir fragen, warum das Gesundheitssystem zusammengebrochen ist, wir keine Wohnungen zu erschwinglichen Mieten finden, warum es nicht genügend Erzieher und Pädagogen für unsere Kinder in Kindergärten oder Schulen gibt, warum Rentner unter Altersarmut leiden oder warum ständig staatliche Subventionen an große Konzerne gezahlt werden, während die Reallöhne von Millionen von Arbeitern nicht steigen.

Wir wollen diskutieren, warum allein in den letzten drei Jahren aufgrund einer auf Krieg und Spannungen basierenden Außenpolitik mehr als 200 Milliarden Euro für Rüstung ausgegeben wurden, während die Menschen unter sozialen Kürzungen, Sparmaßnahmen und hohen Lebenshaltungskosten leiden!

Und noch einmal: Wir wollen wissen, wer und welche Politik die Bedingungen geschaffen hat, unter denen Millionen von Menschen im Nahen Osten, in Asien und Afrika gezwungen sind wegen der Kriege für die Interessen der Großmächte zu Geflüchteten zu werden!

Und wir wissen ganz genau, dass es nicht die Migranten oder Geflüchteten sind, sondern diejenigen, die als Regierungs- oder Oppositionsparteien diese Entscheidungen treffen und verteidigen. Die für diese Politik verantwortlich sind, die alle gesellschaftlichen Bereiche von der Außenpolitik bis zur Wirtschaft, von der Bildung bis zur Gesundheit betrifft und die den Wohlstand der Menschen aushöhlt.

In diesem Land, in dem 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben und nach offiziellen Angaben jährlich 400.000 Arbeitsmigranten benötigt werden, ist das gemeinsame Leben von einheimischen und migrantischen Bürgern zu wertvoll, um es ihrem Stimmenfang zu opfern! Wir akzeptieren nicht, dass sie mit ihrer rassistischen, diskriminierenden und polarisierenden Politik Menschen mit gemeinsamen Problemen und einer gemeinsamen Zukunft spalten und gegeneinander aufbringen. Menschen, die seit Jahren am gleichen Arbeitsplatz, in der gleichen Schule und in der gleichen Nachbarschaft zusammenleben. Migranten sind weit davon entfernt, diesem Land zur Last zu fallen und tragen mit ihrer Produktion in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zur Steigerung des Wohlstands bei. Das eigentliche Problem ist die ungerechte Verteilung des Wohlstands auf alle Menschen, Einheimische und Migranten gleichermaßen!

LASST UNS GEMEINSAM DAS ZUSAMMENLEBEN FÜR UNSERE GEMEINSAME ZUKUNFT STÄRKEN

Als DIDF rufen wir alle Werktätigen mit und ohne Migrationshintergrund, Gewerkschaften, Wissenschaftler, Künstler und demokratische Organisationen auf, gemeinsam NEIN zur Politik einer neuen Regierung zu sagen, die Migration und Migranten nicht als natürlichen Teil und Realität dieses Landes sieht, sondern sie zur Zielscheibe einer diskriminierenden, polarisierenden und feindseligen Politik macht. Unabhängig davon, von welcher Parteien diese neue Regierung gebildet wird!

Die migrantenfeindliche Politik verstärkt nicht nur die Vorurteile in der einheimischen Gesellschaft, die zunehmend mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen und Zukunftssorgen zu kämpfen hat. Sie führt auch dazu, dass Menschen mit Migrationshintergrund diesem Land und dieser Gesellschaft misstrauen, sich zurückziehen und in Parallelgesellschaften leben.

Ja, Deutschland hat ein „Zukunftsproblem“. Und das erfordert zuallererst die Verurteilung einer nationalistischen Politik, die aus Unterschieden der ethnischen Herkunft und des Glaubens Kapital schlägt. Dazu rufen wir alle auf, unabhängig von ethnischer Herkunft und Glauben das Zusammenleben zu stärken und sich gegen nationalistische Politik, Vorurteile und Ausgrenzung zu stellen!

QUELLE:
https://www.didf.de/

Sie zündeln – wir löschen!

Die Protestaktionen gegen die Normalisierung des Neofaschismus und seiner neuen Rolle als bündnisfähiger Kraft für das konservative Parteienspektrum auch in Deutschland reißen nicht ab. Auch heute gab es eine phantasievolle und stattliche Demonstration, diesmal organisiert von der Hedonistischen Internationale. Die Fans des schönen Lebens wollen „ein selbstbestimmtes Leben“ und „Freiheit und Genuss für alle“ – unvereinbar mit „Arbeitszwang und Ausbeutung“. Rassismus ist ihnen ein Greul. Sie haben deshalb am Sonntag zu einem „Löschzug der freiwilligen Feuerwehr der Demokratie“ aufgerufen. Diesem Zug bin ich auf dem Nachhauseweg von einer monatlich vor dem Brandenburger Tor stattfindenden Mahnwache für das weltweite Verbot der Atomwaffen begegnet. Dies hat meine Stimmung sofort aufgehellt. Es macht einfach Mut zu sehen, dass noch nicht alle in Schockstarre versinken, angesichts der Zukunft, die das herrschende Deutschland dem großen Rest immer unverhohlener präsentiert: Krieg und Klimakollaps, blühender Rassismus und autoritärer Staatsumbau. Der Widerstandsgeist, der in dieser Stadt eine gute Tradition vorzuweisen hat, ist nicht ausrottbar. Je mehr sich regt, um so erfreulicher für alle.

Bilder: Jochen Gester

In ihrer Presseerklärung schreiben die Veranstalter:innen:

„Dem ehrlosen und brandgefährlichen Verhalten von Friedrich Merz und den Brandstiftern von BSW, FDP und CDU, werden wir mit ehrenamtlichen Rettungskräften entschieden entgegen treten. Sie zündeln, wir löschen“ sagt Hauptbrandmeisterin Clara Feuerbach. „Es besteht Gefahr im Verzug, daher werden jetzt wirklich alle gebraucht: Egal ob Profi oder Neuling, alle die einen Feuerlöscher halten können oder noch nen Eimer Wasser zur Hand haben“, so Feuerbach weiter. „Kommt alle und bittet Eure Freund:innen um Amtshilfe!“

„Wir werden unter dem Einsatz von schwerem Gerät, wie etwa Subwoovern und anderen Soundsystemen erproben, ob wir das Feuer, das Merz an die Demokratie gelegt hat,  wieder ausbassen können“, ergänzt ihre Kollegin Oberlöschmeisterin Luise Flamm. „Ein kleiner Pulverlöscher, ne Löschdecke, gibt´s alles für nen Zehner im Baumarkt. Es geht jetzt um alles für die Demokratie! Es braucht nicht viel, wenn ich das kann, könnt ihr das auch. Wir sehen uns am Sonntag“, sagt Brandmeisteranwärter Fritz Stulle.

„Die Gefahr eines rechtspopulistischen Flächenbrands besteht nicht nur im Durchbrechen der Brandmauer gegenüber der AfD. Vielmehr sind es die rassistisch geprägten Anträge selbst, mit denen die CDU Feuer ans Grundgesetz legt. Die Vorschläge der CDU unter Merz sind unvereinbar mit dem verfassungsgemäßen Grundrecht auf Asyl. Die CDU-Vorstöße sind jedoch nicht nur verfassungswidrig, sie sind ihrem Charakter nach verfassungsfeindlich“, analysiert Brandforensikerin Gunda Gluth.

SIe zündeln – wir löschen.“

Wir danken für den Einsatz und wünschen der „freiwilligen Feuerwehr“ viel Erfolg.

Mehr zur Hedonistischen Internationale hier:
https://worldcongress.hedonist-international.org/?page_id=755&lang=de

Hilf mit, dass Du, wenn es darauf ankommt, Hilfe bekommst!

Überall werden immer häufiger Demosanitäter:innen gebraucht. Die Demosantitäter der Sanitätsgruppe Süd-West e.V. helfen Dir, wenn es Dir schlecht ergeht auf Demos und Kundgebungen. Sie sind z.B. für dich da, wenn es dir an einem heißen Sommertag nach langer Demoroute nicht mehr gut geht, du stürzt oder die Polizei besonders großzügig mit Pfefferspray war.

Die Zeiten werden rauer. Für die Wahrung des grundgesetzlich geschützten Versammlungsrechts ist es deshalb umso wichtiger, daß sich Teilnehmer für den Notfall medizinisch versorgt fühlen können.

„Seit 1997 begleiten wir als solidarische und professionelle notfallmedizinische Versorgungsstruktur Demonstrationen, sowie politische und gewerkschaftliche Aktionen.“ Beim Ostermarsch in Stuttgart, bei Klimaprotesten in Lützerath, bei den Protesten gegen die Natosicherheitskonferenz in München, bei Protesten gegen den Rechtsruck und gegen Aufmärsche von Rechtsextremisten, bei Rheinmetall entwaffnen in Kiel , am 1.Mai oder Frauenkampftag, bei internationaler Solidarität mit Rojajva oder Palästinenser:innen, bei Streiks sowie gewerkschaftlichen und sozialen Aktionen, die sich für eine verbesserte Daseinsvorsorge einsetzen … Einsatzschwerpunkt ist der Südwesten, aber auch bei vielen bundesweit bedeutsamen Ereignissen sind „wir zur Stelle“. Die Demosanitäter:innen sind solidarisch und lehnen jegliche Form von Diskriminierung ab. Sie legen „besonderen Wert auf einen vertraulichen Umgang mit Informationen und behandeln soweit möglich anonym, um niemanden rechtlich zu gefährden.“

„Außerdem unterstützen wir als gemeinnützige Sanitätsorganisation nicht-kommerzielle Kulturveranstaltungen, die sich einen teuren Sanitätsdienst nur schwer leisten können. Dabei arbeiten wir bei geringen finanziellen Ressourcen komplett ehrenamtlich und ohne jegliche Aufwandsentschädigung.“ Die Demosantitäter der Sanitätsgruppe Süd-West e.V sind da und leisten medizinische Hilfe u. a. bei „Umsonst & Draussen“, diversen Jugendevents, Musik- und Queerveranstaltungen. Wenn sie das nicht machen würden, könnten viele Veranstaltungen eines solidarischen demokratischen Miteinanders nicht stattfinden. Denn den Veranstaltern fehlt die Kohle, um sich einen anderen deutlich teueren Sanitätsdienst leisten zu können, zu dem sie aus Sicherheitsgründen verpflichtet sind.

Trotz der langjährigen Gruppengeschichte kommt immer noch gut die Hälfte aller Spenden von Mitgliedern der Sanitätsgruppe Süd-West e.V. selbst, was nicht weiter steigerbar ist. Einnahmen durch Bezahlungen für Sanitätsdienste sind verhältnismäßig gering, da die Sanitätsdienste in der Regel kostenlos oder zu solidarischen Preisen angeboten werden.

Medizinische Ausrüstung ist aber nicht billig. Inflationsbedingt steigen die laufenden Kosten u.a. für Mietnebenkosten, Versicherungen oder medizinische Verbrauchsmaterialien. Die Spenden waren im vergangenen Jahr jedoch rückläufig. Außerdem wurden 2024 einige Investitionen, z.B. für neue Rettungsrucksäcke notwendig. 2025 stehen weitere Investitionen an, z.B. der Ersatz der inzwischen löchrigen Plane des Stationszelts. Das bislang kostenlos untergebrachte Material in Karlsruhe sucht zudem ein neues Zuhause, sodass dort mit Mietkosten zu rechnen ist.

Helfe den Demosanitäter*innen dir zu helfen! Für ein solidarisches Miteinander!

Vor allem viele regelmäßige, kleine Spenden bringen den Demosanitäterinnen finanzielle Sicherheit. Sie garantieren, dass beim Wegfall einzelner Spenderinnen nicht auf einmal viel Geld fehlt und ermöglichen eine Planbarkeit der Finanzierung wiederkehrender Ausgaben von Miete und Nebenkosten über Versicherungen bis hin zum Ersatz von defekter Ausrüstung und verbrauchtem oder abgelaufenem Material. Für die 400€ monatliche Miete in Stuttgart braucht es z.B. 80 Personen, die je 5€ spenden.
Daher helfen am besten monatliche Daueraufträge über einen kleinen Betrag, der euch nicht weh tut, den Demosanitäter*innen aber sehr hilft. 5€ im Monat sind z.B. weniger als 20ct pro Tag und weniger als ein Döner kosten würde.

Natürlich auch jede einmalige Spende ist willkommen!

Spendenkonto:
Sanitätsgruppe Süd-West e.V.
BAN DE92 6009 0100 0524 5980 02
BIC VOBADESS
Volksbank Stuttgart eG
Verwendungszweck: Spende

hier zur  Website    Sanitätsgruppe Süd-West e.V.   , direkt zum    zum Spenden

Die Spenden dienen einem gemeinnützigen Zweck und sind steuerlich absetzbar. Spendenbescheinigungen werden auf Anfrage ausgestellt.

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