Gegen die Inbetriebnahme des Frackinggas-Terminals vor Rügen

Endlich wird der Protest an die richtige Adresse gerichtet. An das „grüne“ Bundeswirtschaftsministerium. Einerseits Zentrum für einen „grünen Kapitalismus“, der sozial wie ökologisch in den Abgrund führt. Andererseits besonders verantwortlich für den beschleunigten Aufbau einer vollkommen neuen fossilen Infrastruktur, die alle Umweltanstrengungen konterkariert. Drittens zahlt „normal arbeitender Mensch“ voll die Zeche für diese auf ungehemmtes kapitalistisches Wachstum und Hegemonie ausgerichtete Energiepolitik.

weiteres zum Thema  und mehr Fakten zu den faustdicken Tauschungsmanvöern bei diesem PrestigeProjekt der Ampel  : "LNG “Leider Nicht Geil
Kundgebung Freitag, 16.02.2024 | ab 16:00 Uhr | Wirtschaftsministerium Berlin / beim Invalidenpark
 Anschliessend 16. Februar 2024  18 Uhr   IG Metall-Haus (Alte Jakobstraße 149) Vortrag und Diskussionsveranstaltung zum Thema "Ökosozialismus?"  
Ist eine nachhaltige Gesellschaft auf Basis der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung möglich? Wie müsste eine öko-sozialistische Gesellschaft aussehen, um Ausbeutung von Mensch und Natur zu überwinden? 

Aufruf aus der Berliner Klimabewegung [1]https://eg-berlin.org/beitrag/kundgebung-am-16-02-24-gegen-die-inbetriebnahme-des-frackinggas-terminals-vor-ruegen/

In den kommenden Wochen ist die Inbetriebnahme des LNG(Füssiggas)-Terminals auf Rügen geplant. Wir verurteilen die Vorhaben der Bundesregierung bis zu 9 neue Importterminals für Frackinggas zu bauen. Sauberes Gas ist eine dreckige Lüge! Wir kämpfen für Klimagerechtigkeit und fordern den sofortigen Baustopp der LNG-Infrastruktur!

Der Bau der LNG-Terminals ist ein Klimaverbrechen. Diese Infrastruktur soll fossile Energien für weitere Jahrzehnte festschreiben. Damit wären die 1.5 und die 2 Grad Grenzen nicht mehr einzuhalten. Aber damit nicht genug: Der Gashunger der deutschen Plastik- und Chemieindustrie treibt die Ausweitung von Fracking im Süden der USA an. Fracking verseucht das Grundwasser in Louisiana und Texas, führt zu extrem hohen Krebsraten und Landnahme. Diese Folgen tragen insbesondere Communities of Color sowie armutsbetroffene Menschen. Das sind koloniale Kontinuitäten!

Mit dem undemokratischen LNG-Beschleunigungsgesetz, vorzeitigen Genehmigungen und der Missachtung von Schonzeiten für den Naturschutz werden die Interessen von fossilen Großkonzernen über Umweltschutz und Menschenleben gestellt.

Gemeinsam protestieren wir an den Orten, die für diese Zerstörung verantwortlich sind. Das Wirtschaftsministerium in Berlin legitimiert in Zeiten der Klimakrise mit der dreisten Lüge des Gasmangels den Ausbau fossiler Infrastruktur und unterstützt diesen mit Milliarden an Steuergeldern. Zugleich sichern sich die Konzerne ReGas, Gascade, RWE, Ineos und Gasunie eine dicke Rendite.

Wenn Politik und Konzerne gemeinsam die Klimakrise anheizen, stellen wir uns entschlossen und gemeinsam dagegen!“

Ökosozialismus? Veranstaltung mit Prof. Klaus Dörre

Titelbild: almanac of the future

02.02.2024 | AK Internationalismus IG Metall Berlin [1]Ökosozialismus? Veranstaltung mit Prof. Klaus Dörre

Ist eine nachhaltige Gesellschaft auf Basis der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung möglich? Mit dieser und weiteren brennenden Fragen beschäftigen wir uns am 16. Februar.[2]Ökosozialismus? Veranstaltung mit Prof. Klaus Dörre

Veranstaltung mit Prof. Klaus Dörre (FSU Jena)
Wann: 16. Februar 2024 um 18 Uhr
Wo: IG Metall-Haus (Alte Jakobstraße 149)

Die Gewerkschaften und besonders die IG Metall stehen vor großen Herausforderungen. Denn die Industrie, in der wir arbeiten und die unseren Lebensstandard ermöglicht, ist auch stark verantwortlich für die hohen CO2-Emissionen – und damit für den fortschreitenden Klimawandel und die zunehmende Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Ein Umsteuern ist unerlässlich.

Dies wird auch von Politikern fast aller Couleur immer wieder betont. Gleichzeitig stellen wir fest, dass die dafür notwendigen Weichenstellungen ausbleiben oder wenig Wirkung zeigen.

Warum ist das so?Der Kapitalismus ist auf dauerhaftes Wachstum angewiesen. Doch dies bedeutet Raubbau an unseren Lebensgrundlagen. Das ökologische Gleichgewicht der Erde kippt. Gleichzeitig basiert unsere Gesellschaft auf einer entwickelten gesellschaftlichen Arbeitsteilung und einem breiten Angebot an Gütern und Dienstleistungen.

Wie kommen wir heraus aus diesem Dilemma? Der gewerkschaftsnahe Sozialwissenschaftler Klaus Dörre hat dieser Frage ein Buch gewidmet: Die Utopie des Sozialismus. Darin spart er nicht mit Kritik an Erfahrungen, die mit Gesellschaften gemacht wurden, die „Sozialismus“ für sich beanspruchten. Er meint jedoch: „Ihr Scheitern war nicht zwingend, sondern ließe sich durch eine andere Organisation der Arbeit und durch die Ausweitung der Mitspracherechte der Arbeitenden vermeiden!“
Ist eine so nachhaltige Gesellschaft auf Basis der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung möglich? Kann es einen „grünen Kapitalismus“ geben, der nur die genutzten Energiequellen wechselt und ansonsten alles beim Alten lässt? „Unmöglich“ sagen viele und auch Klaus Dörre. Er meint, wir müssen über eine neue Form des Sozialismus nachdenken. Wir fragen: Wie sieht die konkrete Utopie aus, wie ist sie zu erreichen und welche Klassenbündnisse sind dafür nötig?

Die Orientierung auf einen „neuen Sozialismus“ bedeutet nicht, die Lösung der brennenden Probleme, in die Zukunft zu vertagen. Hier und heute müssen wir um jeden einzelnen Schritt kämpfen, um unsere Lebensweise den Erfordernissen des Kampfes gegen den Klimawandel anzupassen. 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Klima – Krise – sozial-ökologische Transformation“ und eine Kooperation von Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall und dem Diskussionskreis um den, „Buchladen Schwarze Risse“!

Fotoimpressionen: Bauernprotest am 15.01.2024

RBB24.de:

„Der Präsident des Bauernverbands hat mit neuen weitreichenden Protesten ab Montag gedroht, sollten die geplanten Subventionskürzungen beim Agrardiesel nicht zurückgenommen werden. „Die Landwirtinnen und Landwirte brauchen wir gar nicht fragen. Die rufen ständig an und fragen: ‚Bewegt sich was? Wenn sich nichts bewegt, gehen wir wieder auf die Straße'“, sagte Joachim Rukwied am Donnerstag.

Die bisherigen Proteste seien das „Vorbeben“ gewesen. „Wenn sich nichts verändert, dann kommt es möglicherweise zur Eruption. Ab kommenden Montag (22.01.2024 Anm. Ingo Müller) werden wir, sofern die Haushaltsbereinigungssitzung heute Abend kein in unserem Sinne positives Ergebnis bringt, wieder mit Aktionen, und zwar flächendeckend in der ganzen Bundesrepublik, fortfahren“, sagte Rukwied. Details nannte er nicht.“ Quelle:

Hier nun die versprochene Fotoimpression:

Foto: Ingo Müller

Und wer meint es ging Leise zu, der höre hier zu:

Video: Ingo Müller, 15.01.2024


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