Aufstand und Manifest für Frieden

Unser Wumms für Frieden muss unübersehbar und unüberhörbar werden !

Eine Petition „Manifest für Frieden“ von Alice Schwarzer und Sara Wagenknecht und einem breiten politischen Spektrum von 57 weiteren namhaften Erstunterzeichnern ! Nach einer Woche haben eine gute halbe Million Menschen den Aufruf bereits unterstützt. Hier könnt Ihr unterschreiben!

Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin“und der Arbeitskreis Internationalismus IG Metall Berlin unterstützen das Manifest und rufen auf zur Teilnahme an der Kundgebung „Aufstand für Frieden“ am 25.2.2023 , 14 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin!

Unser Treffpunkt für Gewerkschafter: vor der Akademie der Künste, Pariser Platz ab 13:45 Uhr !

Wir meinen: Alle , die eine Alternative zu immer mehr Aufrüstung, Militarisierung der Gesellschaft, Konflikt- und Kriegseskalation suchen, vereinigt Euch! Von links bis Mitte bürgerlich konservativ ! Steht auf gegen eine Zeitenwende, die in letzter Konsequenz eine Militarisierung und Konflikteskalation hervorruft, die die ganze Menschheit in kriegerische Zerwürfnisse und an den Rand eines Dritten Weltkriegs führt. Wachsende weltweite Zerstrittenheit aufgrund zugespitzter kapitalistischer Konkurrenz, Hegemonie- und Konfrontationspolitik sind keine Lösung, sondern das Problem! Dieser Konfrontationskurs kann außerdem alle Anstrengungen für den notwendigen gemeinsamen Kampf der Menschheit gegen die Klimakastastrophe zunichte zu machen. Kriegswirtschaft und Rüstungsindustrie sind verheerende Klimakiller und unersättliche Kraken, die alle anderen gesellschaftlichen Belange auffressen und niederwalzen. Militarisierung bedeutet schließlich Entdemokratisierung, Vergiftung und Faschisierung der Gesellschaften selbst. Vorboten sind die unsäglichen Diffamierungen gegenüber Menschen, die sich für Frieden einsetzen! Für Menschenrecht und Völkerecht darf es keine doppelten Standards geben! “Nie wieder Fachismus, nie wieder Krieg” . Wer Militarisierung und Krieg bekämpfen will, muss die Faschisierung in der Gesellschaft bekämpfen. Von daher haben AFDler und Rechtsextreme in diesem Bündnis absolut nichts zu suchen! Die Klarstellungen der Initiator*innen hierzu sind deutlich [1]u.a. heisst es dazu in einem Interview der Welt: „Dass Rechtsextremisten, die in der Tradition eines Regimes stehen, das den schlimmsten Weltkrieg seit Menschheitsgedenken vom Zaun gebrochen hat, … Continue reading

Hier könnt Ihr Euch über Aufstand und Manifest für Frieden aktuell und direkt informieren! Über weitere Friedensinitiativen werden wir auf unserer Website zeitnah berichten!

Hetzkampagne gegen die Inititor*innen des Manifests

Spiegel und andere Presseorgane wie die TAZ verdrehen die Aussagen von Wagenknecht und Schwarzer und erwecken den fälschlichen Eindruck , die Initiator*innen von „Manifest für Frieden“ würden auch Rechtsextreme willkommen heissen. Das Gegenteil ist der Fall. Hier eine der Richtigstellungen!

Leseempfehlungen

Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin hat die Themen globale Militarisierung und Ukraine Krieg in vielfältigen Beiträgen beleuchtet und ausführlich Stellung genommen. Siehe unsere Rubrik Krieg + Frieden. Wir verweisen besonders auf zwei Artikel zum Thema „Wer verhandelt und blockiert eine friedliche Lösung des Ukraine Kriegs ?“ Aktuelle Zeitzeugen für unsere Positionen sind u.a. der isrealische Ex-Ministerpräsident Naftali Bennett und der ehemalige oberste Natomilitär und General a. D. Harald Kujat, die hier ausführlich zu Wort kommen.

Manifest

„Heute ist der 352. Kriegstag in der Ukraine. Über 200.000 Soldaten und 50.000 Zivilisten wurden bisher getötet. Frauen wurden vergewaltigt, Kinder verängstigt, ein ganzes Volk traumatisiert. Wenn die Kämpfe so weitergehen, ist die Ukraine bald ein entvölkertes, zerstörtes Land. Und auch viele Menschen in ganz Europa haben Angst vor einer Ausweitung des Krieges. Sie fürchten um ihre und die Zukunft ihrer Kinder.

Die von Russland brutal überfallene ukrainische Bevölkerung braucht unsere Solidarität. Aber was wäre jetzt solidarisch? Wie lange noch soll auf dem Schlachtfeld Ukraine gekämpft und gestorben werden? Und was ist jetzt, ein Jahr danach, eigentlich das Ziel dieses Krieges? Die deutsche Außenministerin sprach jüngst davon, dass „wir“ einen „Krieg gegen Russland“ führen. Im Ernst?

Präsident Selenskyj macht aus seinem Ziel kein Geheimnis. Nach den zugesagten Panzern fordert er jetzt auch Kampfjets, Langstreckenraketen und Kriegsschiffe – um Russland auf ganzer Linie zu besiegen? Noch versichert der deutsche Kanzler, er wolle weder Kampfjets noch „Bodentruppen“ senden. Doch wie viele „rote Linien“ wurden in den letzten Monaten schon überschritten?

Es ist zu befürchten, dass Putin spätestens bei einem Angriff auf die Krim zu einem maximalen Gegenschlag ausholt. Geraten wir dann unaufhaltsam auf eine Rutschbahn Richtung Weltkrieg und Atomkrieg? Es wäre nicht der erste große Krieg, der so begonnen hat. Aber es wäre vielleicht der letzte.

Die Ukraine kann zwar – unterstützt durch den Westen – einzelne Schlachten gewinnen. Aber sie kann gegen die größte Atommacht der Welt keinen Krieg gewinnen. Das sagt auch der höchste Militär der USA, General Milley. Er spricht von einer Pattsituation, in der keine Seite militärisch siegen und der Krieg nur am Verhandlungstisch beendet werden kann. Warum dann nicht jetzt? Sofort!

Verhandeln heißt nicht kapitulieren. Verhandeln heißt, Kompromisse machen, auf beiden Seiten. Mit dem Ziel, weitere Hunderttausende Tote und Schlimmeres zu verhindern. Das meinen auch wir, meint auch die Hälfte der deutschen Bevölkerung. Es ist Zeit, uns zuzuhören!

Wir Bürgerinnen und Bürger Deutschlands können nicht direkt auf Amerika und Russland oder auf unsere europäischen Nachbarn einwirken. Doch wir können und müssen unsere Regierung und den Kanzler in die Pflicht nehmen und ihn an seinen Schwur erinnern: „Schaden vom deutschen Volk wenden“.

Wir fordern den Bundeskanzler auf, die Eskalation der Waffenlieferungen zu stoppen. Jetzt! Er sollte sich auf deutscher wie europäischer Ebene an die Spitze einer starken Allianz für einen Waffenstillstand und für Friedensverhandlungen setzen. Jetzt! Denn jeder verlorene Tag kostet bis zu 1.000 weitere Menschenleben – und bringt uns einem 3. Weltkrieg näher.

Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht

siehe folgende Erklärungen

References

References
1 u.a. heisst es dazu in einem Interview der Welt: „Dass Rechtsextremisten, die in der Tradition eines Regimes stehen, das den schlimmsten Weltkrieg seit Menschheitsgedenken vom Zaun gebrochen hat, auf einer Friedensdemo nichts zu suchen haben, versteht sich von selbst. Auch eine parteipolitische Vereinnahmung lehnen wir ab.“ Wer ihren Aufruf als „rechtsoffen diffamiert“, vergesse, „dass nicht der Ruf nach Frieden, sondern die Unterstützung von Militarismus und Krieg seit ewigen Zeiten Kennzeichen rechter Politik ist “ („Manifest für den Frieden“: Wagenknecht sieht sich als „rechtsoffen diffamiert“ – WELT)

In Selenskyjs Botschaft in Sanremo gibt es einen Toten: den Frieden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky (links) und der Moderator und künstlerische Leiter des Festivals von Sanremo 2023 Amadeus

Foto Titelbild: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky (links) und der Moderator und künstlerische Leiter des Festivals von Sanremo 2023 Amadeus

Gegen die zunehmend erdrückende Vermarktung von Aufrüstung und Krieg sowie der Instrumentalisierung und Vereinnahmung fast aller kulturrellen und sportlichen Events regt sich europaweit immer mehr Widerstand. Immer mehr Menschen hängt diese – aktuell wieder bei der Berlinale – allem und jeden aufgezwungene einseitige Kriegs- und Waffenpropagnda inzwischen richtig zum Hals raus. Wir veröffentlichen dazu einen Beitrag, der auf unserer Partnerseite Pressenza erschienen ist. (Peter Vlatten)

Beim diesjährigen großen italienischen Schlager-Festival in Sanremo wurde eine Nachricht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an das italienische Volk verlesen. Dies geschah als Kompromiss, nachdem sich zu der ursprünglich geplanten Video-Botschaft Selenskyjs von mehreren Seiten Kritik geregt hatte, unter anderem durch eine Petition von Intellektuellen, Schriftstellern und Diplomaten, die sie sich gegen eine „Militarisierung“ des Festivals aussprachen. Die Nachricht wurde schließlich als Brief vom Moderator und künstlerischen Leiter des Festivals Amadeus verlesen. Wir publizieren im Folgenden eine Antwort auf den Brief, verfasst von Europe for Peace 13.2.2023 (Pressenza Februar 2023 )“:

„Sehr geehrter Präsident Selenskyj,

wir antworten auf Ihren Brief, den wir mit Verspätung lasen, da wir uns geweigert haben, den letzten Abend des Festivals live zu verfolgen.

Wir haben diesen Abend boykottiert, weil wir zwar auch die Musik lieben, aber den Frieden mehr lieben. Dieser Frieden, den Sie, lieber Präsident, in Ihrem Brief nicht ein einziges Mal erwähnt haben. Ein Frieden, den weder Sie noch die europäischen Regierungen jemals angestrebt haben. Der misshandelte Frieden, nach dem die Pazifisten in Ihrem Land lautstark verlangen und dafür von Ihrer Regierung gedemütigt, inhaftiert und getötet werden.

Und wenn der Friede aus Ihrem Wortschatz verschwunden zu sein scheint, so haben wir stattdessen oft das Wort „Sieg“ gehört. In Ihrem Brief laden Sie unsere Künstler ein, am Tag des Sieges in Ihr Land zu kommen.

Was Sie uns nicht gesagt haben, ist, dass dieser Sieg, wenn er denn eintritt, leider erst dann eintreten wird, wenn das Feuer des Krieges nicht nur Ihr Land, sondern auch das unsere verzehrt haben wird und sie in die größte Katastrophe verwickelt, die man sich vorstellen kann: den dritten Weltkrieg. Eine Möglichkeit, die so weit entfernt schien, die aber heute möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich erscheint.

Der Beifall, den Sie gestern erhalten haben, war nicht der des italienischen Volkes, sondern der eines kleinen, zahmen Medienzirkus. Denn die Mehrheit der italienischen Bevölkerung ist gegen den Krieg und die fortgesetzte Lieferung von Waffen in Ihr Land, die nur noch mehr Tote verursachen und den Frieden in noch weitere Ferne rücken lassen.

Herr Präsident Selenskyj, unsere Worte entspringen keiner Feindseligkeit gegenüber dem ukrainischen Volk, für das wir – im Gegenteil – große Wertschätzung und Zuneigung empfinden.

Und gerade wegen der großen Solidarität und Liebe, die wir für unsere ukrainischen Schwestern und Brüder empfinden, bitten wir Sie von ganzem Herzen, zur Seite zu treten und Platz zu machen für jemanden, der in der Lage ist, einen Entspannungs- und Friedensprozess zu leiten, bevor es zu spät ist.

Und wenn der Frieden zurückkehrt, werden wir sehr gerne in die Ukraine kommen, um gemeinsam mit allen anderen europäischen, ukrainischen und russischen Pazifisten zu feiern.“

Europe for Peace

Europa per La Pace

Buchvorstellung „Spezialoperation und Frieden – Die russische Linke gegen den Krieg“ von Ewgeniy Kasakow


Freitag, 17. Februar 19.30 Uhr

Rotes Antiquariat präsentiert: „Die russische Linke gegen den Krieg“ von Ewgeniy Kasakow mit dem Autor
RAUM Rungestraße 20, 10179 Berlin (neben dem Roten Antiquariat)

Seit Beginn der sog. ›Militärischen Spezialoperation‹ der russischen Streitkräfte in der Ukraine nahmen Tausende Menschen in Russland an Antikriegsprotesten teil. Allein in den ersten Wochen wurden 13.800 Menschen festgenommen. Es folgten Kommunikations-Sperren, Eintragungen in ›Extremistenregister‹ sowie zahlreiche weitere Repressionen. Die Linke Russlands ist seit 2014 in ihrer Haltung zur Ukraine tief gespalten. Während die Führung der Kommunistischen Partei (KPRF) Putins Kurs unterstützt, schlossen sich viele linke Gruppen und Aktivist*innen der Protestbewegung an. Spezialoperation und Frieden versucht, die gesamte Bandbreite der Positionen der russischen Linken zum Krieg, zur russischen Invasionspolitik, dem NATO-Engagement, der humanitären Krise sowie den Themen Flucht und Sanktionen abzubilden. Das Spektrum reicht dabei von oppositionellen KPRF-Mitgliedern, Sozialdemokratie und Linkssozialismus, über kleinere stalinistische und trotzkistische Parteien, Anarchist*innen, Gewerkschaftsaktivist*innen und Feministinnen bis hin zu Hochschuldozent*innen und Autor*innen der Diaspora. Das Buch enthält Originaldokumente und Interviews, die durch einführende und analysierende Texte des Herausgebers gerahmt werden, die den gesamtgesellschaftlichen Kontext herstellen und die Situation der linken Kräfte in Putins Russland insgesamt fokussieren.

Interview mit Ewgenly Kasakow zur russischen Linken gegen den Krieg: 
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1166607.russische-antikriegsbewegung-e…

Webadresse: 
https://www.rotes-antiquariat.de/_pdf/buchvorstellung_17_2_2023_ewgeniy_kasakow_russische_linke_gegen_den_krieg.pdf

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