„Der Mobber im Weißen Haus“

Außenpolitikexperten raten im Konflikt um die US-Annexionsabsichten für Grönland zu einem härteren Vorgehen Europas. Trump sei „ein Mobber“, dem man mit Stärke begegnen müsse, heißt es; sonst folgten „weitere Übergriffe“.

Newsletter German Foreign Policy

Bild: ARD MEDIATHEK Collagiert

NUUK/WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Im Konflikt um die US-Annexionsabsichten für Grönland raten Außenpolitikexperten den Staaten Europas zu offenem „Widerstand“. Das sei zwar „mit Kosten verbunden“, heißt es in einer Einschätzung aus dem European Council on Foreign Relations (ECFR). Gebe man US-Präsident Donald Trump aber nach, dann werde dies lediglich „zu weiteren Übergriffen“ führen. Bereits im März hatte ein Experte aus der Denkfabrik erklärt, gelinge es nicht, die Trump’schen Annexionsabsichten abzuwürgen, dann werde „die NATO zu einer Art Schutzgelderpresserorganisation, in der die Mitglieder den Mafiaboss im Weißen Haus bezahlen, damit er nicht eine ihrer Provinzen zerstört“. Bisher reagieren die Staaten Europas allerdings defensiv: mit einer Erklärung, die anbietet, den USA die Verteidigung der „Sicherheit der Arktis“ abzunehmen. Parallel schlagen dänische Stellen einen informellen Ausverkauf Grönlands an die Vereinigten Staaten vor. Längst haben konkrete Spekulationen begonnen, wie die Annexion der Insel durch die Vereinigten Staaten ablaufen könne. Experten urteilen, es genüge vollends, wenn US-Beamte in Nuuk die US-Flagge hissten; Dänemark werde keinen militärischen Konflikt riskieren und sich zurückziehen.

Annexionsabsichten

Erste US-Ankündigungen, Grönland annektieren zu wollen, gab es bereits Anfang 2025.[1] Weitere folgten im Laufe des Jahres.[2] Am 21. Dezember ernannte Präsident Donald Trump den Gouverneur des US-Bundesstaates Louisiana, Jeff Landry, zu seinem Sondergesandten für die Insel. Landry teilte tags darauf auf X mit, er wolle „Grönland zu einem Teil der USA“ machen. Nach dem US-Überfall auf Venezuela gewannen die Ankündigungen an Schwung. „Wir brauchen Grönland aus Gründen der Nationalen Sicherheit“, behauptete Trump am vergangenen Wochenende.[3] Zugleich postete Katie Miller, eine ehemalige stellvertretende Pressesprecherin im US-Heimatschutzministerium und Ehefrau von Trumps Vizestabschef Stephen Miller, eine Landkarte, die Grönland in den Farben der US-Flagge zeigte; sie fügte das Wort „soon“ („bald“) hinzu. Außenminister Marco Rubio hat mehrmals abzuwiegeln versucht und behauptet, es gehe lediglich darum, Grönland zu kaufen. Allerdings hat Rubio mehrmals den US-Kongress belogen, indem er leugnete, es gebe Pläne, Venezuela militärisch anzugreifen. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt hat diese Woche explizit bekräftigt, das Weiße Haus schließe den Einsatz militärischer Mittel zur Annexion Grönlands nicht aus.[4]

Annexionsmethoden

Längst werden Szenarien diskutiert, wie eine Annexion Grönlands durch die USA erfolgen würde. Dass europäische Truppen die Insel militärisch gegen die US-Streitkräfte verteidigen könnten, gilt als ausgeschlossen. Peter Viggo Jakobsen, ein Professor am Königlich Dänischen Verteidigungskolleg, urteilt, für die Vereinigten Staaten genüge es vollkommen, wenn „US-Beamte im Konsulat in Nuuk die amerikanische Flagge hissten und Grönland zu einem Teil der USA erklärten“. Er gehe fest davon aus, dass in diesem Falle „die dänischen Beamten einfach gehen, anstatt eine militärische Konfrontation mit den USA zu riskieren“.[5] Mikkel Vedby Rasmussen wiederum, Professor für Verteidigungsstudien an der Universität Kopenhagen, spekuliert, Washington könne „eine Art Abkommen mit handverlesenen Grönländern schließen“, die die Annexion der Insel durch die USA befürworteten, und deren Position „als den Willen des Volkes darstellen“.[6] Gelinge es, Geschäftsleute aus Grönland dafür zu gewinnen, dann könne Washington die Insel ähnlich beherrschen wie Venezuela: dort mit Hilfe von Erdölkonzernen, hier mit Hilfe von Bergbauunternehmern.

Informeller Ausverkauf

Dänische Regierungsstellen und Experten haben in den vergangenen Wochen verstärkte Bemühungen angestellt, die Trump-Administration zu einer Art nichtmilitärischer De-facto-Übernahme Grönlands zu bewegen. Sie verweisen dazu regelmäßig – unter anderem auch in US-Medien – darauf, dass ein 1951 unterzeichnetes und 2004 aktualisiertes Abkommen zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten den US-Streitkräften auf Grönland für Aktivitäten aller Art praktisch freie Hand lässt. So dürften sie auf der gesamten Insel – mehr oder weniger nach Belieben – Militärbasen errichten, aufrechterhalten und betreiben.[7] Im Kalten Krieg habe Washington auf Grönland über mehrere Truppenstützpunkte verfügt, hieß es etwa am Mittwoch im Wall Street Journal; heute gebe es nur noch die Pituffik Space Base mit allerlei Überwachungsanlagen. Würden die USA ihre Militärbasen wieder aufstocken wollen, „würden sie immer ein Ja dazu erhalten“, bestätigt der dänische Militärexperte Peter Ernstved Rasmussen.[8] Auch die Ausbeutung der Rohstoffvorkommen auf der Insel stehe US-Konzernen jederzeit offen, heißt es. Auf Grönland liegen nicht zuletzt Vorkommen Seltener Erden. Die Trump-Administration lehnt bislang aber alle Angebote ab.

„Schutzgelderpresser“

Zu der Frage, wie am besten auf die Annexionsankündigungen zu reagieren sei, gibt es seit geraumer Zeit unterschiedliche Antworten. Bereits Anfang März hatte ein Experte des European Council on Foreign Relations (ECFR) erklärt, man dürfe Trump nichts durchgehen lassen; sonst entwickle sich „die NATO zu einer Art Schutzgelderpresserorganisation, in der die Mitglieder den Mafiaboss im Weißen Haus bezahlen, damit er nicht eine ihrer Provinzen zerstört“.[9] Trump sei „ein klassischer Mobber“, der rasch mit Gewalt drohe, sich aber selbst vor Stärke fürchte. „Der Schlüssel zum Umgang mit Mobbern“ sei es, sich ihnen „zu widersetzen und mit eigenem Druck zu reagieren“. Sobald sie „Stärke und Entschlossenheit“ wahrnähmen, „kann man im allgemeinen einen Deal aushandeln“. Der ECFR-Experte fuhr fort, „die Europäer” seien dazu aber „noch nicht bereit“. Solange dem so sei, sei „der Mobber immer im Vorteil“. Und wenn man aus Erfahrung Schlüsse ziehen könne, dann werde „solche Schwäche ihn nur zu noch mehr Mobbing ermutigen“. Nach Grönland, schloss der Experte, könne das nächste Opfer Trump’scher Annexionsphantasien Island sein.

„Mit Kosten verbunden“

Am vergangenen Wochenende wurde eine ähnliche Einschätzung laut – erneut aus dem ECFR. „Die Europäer“, hieß es, stünden „vor der Wahl“: Sie könnten sich den US-Plänen „anpassen oder sich ihnen entgegenstellen“.[10] Beides sei gleichermaßen „mit Kosten verbunden“, räumen die Autoren der ECFR-Stellungnahme ein. „Eine Anpassung“ könne zwar „kurzfristig die transatlantische Harmonie bewahren“, belohne jedoch Zwang und signalisiere, „dass Druck auf Europa wirkt“. „Widerstand“ wiederum sei „politisch kostspielig und strategisch anspruchsvoll“; er verlange zudem „interne Geschlossenheit“. Gebe man aber nach, dann werde dies lediglich „zu weiteren Übergriffen und Uneinigkeit innerhalb Europas führen“. „Die Frage ist nicht, ob Europa Reibungen mit den USA vermeiden kann“, resümieren die ECFR-Autoren trocken, „sondern ob es bereit ist, seine eigenen Interessen zu verteidigen, wenn die Herausforderung von seinem mächtigsten Verbündeten kommt“.

Europa erklärt

Bislang deutet nichts darauf hin. Die bislang deutlichste Reaktion ist eine Erklärung, die am 6. Januar die Staats- und Regierungschefs von sieben europäischen Staaten abgegeben haben; es handelt sich um Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und das Vereinigte Königreich. In der Erklärung heißt es, die NATO habe „deutlich gemacht, dass die Arktisregion von prioritärer Bedeutung“ sei; „die europäischen Bündnispartner“ verstärkten daher „ihre Anstrengungen“.[11] Dies müsse aber „in kollektiver Weise gemeinsam mit den NATO-Verbündeten einschließlich der Vereinigten Staaten“ geschehen – „unter Wahrung der Grundsätze der VN-Charta, wozu auch die Souveränität, die territoriale Unversehrtheit und die Unverletzlichkeit von Grenzen gehören“. Dies seien „universelle Grundsätze“; man werde „nicht aufhören, sie zu verteidigen“. Von detaillierten Abwehrmaßnahmen ist nicht die Rede und auch nicht von potenziellen Konsequenzen einer Annexion Grönlands durch die USA.

[1] S. dazu Der Kampf um Grönland (I), Der Kampf um Grönland (II) und Der Kampf um Grönland (III).

[2] S. dazu Kriegsübungen in Grönland.

[3] Trump droht venezolanischer Interimspräsidentin. Frankfurter Allgemeine Zeitung 06.01.2026.

[4] Kit Maher, Kylie Atwood: White House discussing ‘options’ to acquire Greenland, says military use isn’t off the table. edition.cnn.com 06.01.2026.

[5], [6] Julian Staib: „Grönland zu erobern, ist nicht gerade schwer“. Frankfurter Allgemeine Zeitung 06.01.2026.

[7], [8] Jeffrey Gettleman, Amelia Nierenberg, Maya Tekeli: Buy Greenland? Take it? Why? An Old Pact Already Gives Trump a Free Hand. nytimes.com 07.01.2026.

[9] Sophia Besch, Jeremy Shapiro: The New American Imperialism: How Europe Can Deal With Trump’s Threat to Greenland. lawfaremedia.org 02.03.2025.

[10] Aslı Aydıntaşbaş, Chris Herrmann: Venezuela, Trump’s „Donroe Doctrine“ and three dilemmas facing Europe. ecfr.eu 04.01.2026.

[11] Gemeinsame Erklärung zu Grönland. bundesregierung.de 06.01.2026.

Erstveröffentlicht auf GFP v. 9.1. 2026
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10255

Wir danken für das Publikationsrecht.

»Regierung hätte andere Optionen«

Die Lage in Caracas nach dem Überfall der USA – Interview mit dem venezolanischen Linken Andrés Antillano

Interview: Tobias Lambert

Am vergangenen Samstag haben die USA Venezuela bombardiert und Präsident Nicolás Maduro entführt. Wie erleben Sie die Situation in Caracas wenige Tage nach den US-Angriffen?

Die Lage lässt sich wohl am ehesten als eine Art angespannter Ruhe beschreiben. Nur wenige Menschen sind auf der Straße unterwegs. Es gibt ein paar Anzeichen für Hamsterkäufe, aber keine kollektiven Aktionen. Lediglich ein paar vergleichsweise kleine regierungsnahe Kundgebungen haben stattgefunden.

Am Montag wurde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als »geschäftsführende Präsidentin« vereidigt. Gleichzeitig behauptet Donald Trump, die USA würden nun die Politik Venezuelas kontrollieren. Wer bestimmt gerade den Kurs des Landes?

Jenseits aller Spekulationen ist für mich eindeutig, dass es zwischen der venezolanischen Regierung und Trump Absprachen gibt. Die aktuelle Regierung ist dieselbe wie vor vergangenem Freitag, nur ohne Maduro. Die Absprachen sehen vor, dass sie im Amt bleibt und im Gegenzug für politische Stabilität sorgt sowie die Reichtümer des Landes den USA überlässt. Es wirkt wie eine koloniale Beziehung.Interview

Andrés Antillano gehört der 2024 gegründeten linken Bewegung Comunes an. Zuvor war er viele Jahre im Chavismus aktiv. Er war an Reformen zur Förderung der lokalen Selbstverwaltung und der Neugliederung der Polizei beteiligt.

Wie will Rodríguez den Ausverkauf des Landes gegenüber der Bevölkerung rechtfertigen?

Der Madurismus, das heißt der entpolitisierte Chavismus, hat bereits den Großteil seiner Ideologie über Bord geworfen. Als Einziges blieb zuletzt noch eine antiimperialistische Haltung. Jetzt, im Madurismus ohne Maduro, geht auch das verloren. Der Diskurs für die eigene Basis klingt hier und da anders. Aber die Regierung bleibt momentan nicht deshalb im Amt, weil sie Rückhalt in der Bevölkerung hat, sondern weil sie von den USA gestützt wird. Trump geht es natürlich nicht um Demokratie. Er setzt auf eine Regierung, die den Bezug zur Bevölkerung schon lange verloren hat, und toleriert sie, wenn sie das Land verkauft. Beziehungsweise nicht einmal das: Die USA wollen das Erdöl quasi geschenkt haben und verkünden, erst einmal bis zu 50 Millionen Barrel zu bekommen. Die venezolanische Regierung kann darauf verweisen, gar keine andere Möglichkeit zu haben. Schließlich droht Trump offen damit, die Angriffe zu wiederholen, möglicherweise in noch schlimmerer Form. Es gäbe aber andere Optionen.

»Die Unterordnung unter die USA würde die Regierung zu einer Kolonialverwaltung degradieren.«

Welche sind das?

Die Regierung könnte zu einem großen Abkommen über Souveränität und Demokratie aufrufen, alle Sektoren des Landes zusammenbringen und somit ein gewisses Maß an Legitimität herstellen. Sie müsste politische Gefangene freilassen, die verloren gegangenen Freiheiten und sozialen Rechte wiederherstellen, Löhne anheben und Neuwahlen ansetzen. Mit dieser Haltung könnte sie den USA glaubhaft etwas entgegensetzen.

Was wir gerade sehen, deutet in eine andere Richtung. Welche Rolle können in der aktuellen Situation eine regierungskritische Linke spielen?

Zunächst einmal bestehen wir darauf, dass es andere Möglichkeiten gibt, als sich den USA zu unterwerfen. Ich sehe nicht viele Gründe dafür, optimistisch zu sein, dass sich etwas ändert. Sollte die Regierung aber ihren letzten antiimperialistischen Kern verlieren, wären die politischen Fronten zumindest klar. Das würde größere Spielräume für eine Linke jenseits der Regierung schaffen. Gleichzeitig muss es darum gehen, Bündnisse mit verschiedenen Gruppen aufzubauen, die den US-Imperialismus und die mögliche Unterordnung seitens der venezolanischen Regierung ablehnen.

Viele Menschen – vor allem außerhalb Venezuelas – debattieren darüber, wie US-Hubschrauber ohne größere Gegenwehr nach Caracas und wieder aus dem Tal heraus fliegen konnten. Welche Erklärungen gibt es dafür?

Da bewegen wir uns auf dem Feld der Spekulation. Und gerade deswegen müsste die Regierung dem Land erklären, wie es dazu kommen konnte. Das einzige was klar ist: Jetzt gibt es Absprachen mit den USA.

Trump spricht seit Maduros Entführung fast nur vom Erdöl, das seiner Meinung nach den USA zustünde. Aber brauchen die USA überhaupt venezolanisches Öl?

Nein, die USA sind derzeit das größte Erdölförderland der Welt. Für den eigenen Konsum brauchen sie kein venezolanisches Öl. Sie wollen es kontrollieren, um die Preise zu drücken und den übrigen erdölproduzierenden Ländern, etwa der Opec und Russland, zu schaden.

Welche Auswirkungen hat der US-Angriff auf die Region?

Das militärische Vorgehen verfolgt zwei maßgebliche Ziele: Erstens sich die venezolanischen Rohstoffe einschließlich des Erdöls unter den Nagel zu reißen. Und zweitens ganz Lateinamerika einzuschüchtern und eine Lektion zu erteilen. Die USA haben sich vom Multilateralismus entfernt und setzen auf die Aufteilung von Einflusssphären zwischen den Großmächten. Damit knüpften sie an die imperialistische Politik des 19. Jahrhunderts an, die Politik der Monroe-Doktrin. Maduro bot sich als Zielscheibe an, weil er kaum mehr Popularität hatte und international als inakzeptabel galt. Aber Trump droht auch demokratisch legitimierten Präsidenten wie Gustavo Petro im Nachbarland Kolumbien. Er will die Regeln zerschlagen, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert haben. Trump will auch andere Länder oder Regionen kontrollieren, wie zum Beispiel Grönland. Er zeigt der Welt, dass er für seine oder US-Interessen alles zu tun bereit ist, völlig egal, ob sie nach außen legal und legitim erscheinen oder nicht. Das ist nicht nur ein schlechtes Zeichen für die Region, sondern die ganze Welt.

Bei ihrem Angriff töteten die US-Streitkräfte 32 Kubaner, die für die Sicherheit Maduros sorgen sollten. Der erste von den USA im Dezember beschlagnahmte Tanker war auf dem Weg zu der Insel. Ging es auch darum, Kuba zu schwächen?

Kuba spielt eine Rolle, aber die US-Regierung spricht genauso von anderen Ländern wie China, Russland oder Iran. Letztlich geht es Trump um Geschäfte und die Plünderung von Bodenschätzen. Iran oder Grönland stehen auf seiner Liste derzeit wohl weiter oben als Kuba, und innerhalb Lateinamerikas droht Trump derzeit am meisten den Regierungen Mexikos und Kolumbiens. Aber früher oder später wird er sich Kuba zuwenden. Alleine schon um den radikalen Teil seiner Basis in Florida zu besänftigen, der nicht so glücklich darüber ist, dass die US-Regierung die rechte Opposition um María Corina Machado fallen lässt. Dieser Sektor hat sich die ganze Zeit für US-Interventionismus stark gemacht, doch bleibt nun außen vor. Trump zeigt keinerlei Interesse daran, dass Machado regieren soll.

Welche politischen Szenarien sind nun in Venezuela denkbar?

Das hängt zunächst davon ab, wie sich die Regierung von Delcy Rodríguez verhält. Eine Option ist, dass sie die Souveränität verteidigt, eine Redemokratisierung einleitet und die sozialen Rechte der Bevölkerung stärkt. Die andere ist die Unterordnung gegenüber den USA. Dies könnte die Regierung am Ende zu einer reinen Kolonialverwaltung degradieren.

Erstveröffentlicht am 6.1. 2026
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196704.us-angriff-auf-venezuela-die-regierung-haette-auch-andere-optionen.html

Wir danken für das Publikationsrecht.

Gefängnisabolitionismus USA & Update on Mumia Abu-Jamal

Gefängnisabolitionismus USA
& Update on Mumia Abu-Jamal

dt/engl. Info-Abend mit/with

Saleem Holbrook(ex-Gefangener aus Pennsylvania // Abolitionist Law Center)

Noel Hanrahan(Anwältin Mumia Abu-Jamal / Prison Radio) 1

Jennifer Black Co-Autorin mit Mumia von „Beneath The Mountain“)

So. 11. Januar 2026, 18 Uhr
Mieterladen Kreutzigerstr. 23

10247 Berlin-F’hain (U5-Samariterstr.)

Info: freiheit-fuer-mumia.de

Freiheit für Mumia Abu-Jamal

Mumia Abu-Jamal ist ein preisgekrönter Journalist. Er verbrachte über 28 Jahre im Todestrakt, weil er angeblich einen weißen Polizisten in Philadelphia getötet hatte. Trotz seiner dreißigjährigen Haft, die er größtenteils in Einzelhaft im Todestrakt verbrachte, kämpfte Abu-Jamal unermüdlich für seine Freiheit und seinen Beruf. Er ist Autor von neun Büchern, darunter „Death Blossoms“ und „Live from Death Row“, sowie tausender Radiokommentare.

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