Unterstützt die Petition der VW-Kolleg:innen „Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft“!

Gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte bei Volkswagen haben in Anlehnung an den Beschluss der Vertrauensleute bei Ford in Köln ebenfalls eine Protestbotschaft verfasst. Für diese Erklärung wird auch weiter bei Kolleg:innen in den VW-Werken gesammelt. Unabhängig davon gibt es jetzt eine Petition, die alle unterschreiben können. Wir bitten um rege Unterstützung und Weiterverbreitung der Sammlung. Mit Hilfe dieser Resolution wird es vielleicht möglich, öffentlich bekannter zu machen, dass die Belegschaften keinesfalls wie selbstverständlich den Militarisierungskurs der Regierung unterstützen und hier auch Widerspruch zur Haltung ihrer Gewerkschaftsführungen in dieser Frage sichtbar machen wollen.

Link zur Plattform von open petition
https://www.openpetition.de/petition/online/nein-zum-umbau-auf-kriegswirtschaft

Weitere Informationen finden sich hier:
Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft

Kubas Krise spitzt sich zu – US-Invasion droht

Die Energiekrise in Kuba spitzt sich zu. Mittlerweile sind alle Ölreserven verbraucht, die kubanische Regierung ist zu Verhandlungen gezwungen. Die Bevölkerung wehrt sich und wird auf einen möglichen militärischen Konflikt vorbereitet.

von Perspektive Online

Titelbild: Miguel Díaz-Canel Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas, Präsident Kubas. Kremlin.ru, CC BY 3.0

Das am 9. Januar durch die USA verhängte Ölembargo gegen Kuba hält weiter an. Mittlerweile gibt es auf der Karibikinsel laut Energieminister Vicente de la O Levy überhaupt kein Öl mehr. Ende März durfte zwar ein russischer Tanker mit 700.000 Barrel Öl passieren, die Lieferung war allerdings schnell aufgebraucht.

Als Reaktion auf die massive Energiekrise, die zu Stromausfällen von bis zu 22 Stunden führt, protestieren immer mehr Kubaner:innen auf den Straßen. Die kubanische Regierung hat sich in ihrer Not mit dem Chef der CIA, John Ratcliffe, zu Verhandlungen getroffen. Gleichzeitig bereitet sie sich auf eine mögliche Invasion durch die USA vor.

Um die humanitäre Notlage und Energiekrise abzuschwächen, die direkt aus den Sanktionen der USA entstanden sind, bieten die USA Kuba 100 Millionen US-Dollar an humanitären Hilfsgütern an. Im Gegenzug werden „weitreichende Reformen des kommunistischen Systems in Kuba“ gefordert.

CIA-Verhandlungen und Anklage Raúl Castros

Die USA begründen ihre völkerrechtswidrigen Handlungen gegenüber Kuba mit einer „ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Bedrohung“, die von Kuba gegenüber den USA ausgehen soll. Dafür spreche die Beherbergung von iranischen und russischen Funktionären sowie Hamas-Mitgliedern. Belege dafür gibt es weiterhin keine. Kuba argumentiert hingegen, dass es „keine terroristischen oder extremistischen Organisationen unterstützt, finanziert oder zulässt“.

Kurz nach den Verhandlungsgesprächen gaben die USA bekannt, Raúl Castro – Kubas Ex-Präsidenten und Bruder von Fidel – anklagen zu wollen. Damit wäre ein ähnliches Vorgehen wie in Venezuela möglich. Anfang Januar entführten die USA den zu der Zeit amtierenden Präsidenten Nicolas Maduro, um ihn in den USA vor Gericht zu stellen.

https://perspektive-online.net/2026/05/neue-praesidentin-venezuelas-oeffnet-das-land-fuer-westliche-konzerne/embed/#?secret=XnGI9ib7Ng#?secret=nzoMDa765Z

Die militärische Führung Kubas, inklusive des amtierenden Präsidenten Miguel Días-Canel, warnt vor Aktionen gegen den ehemaligen Machthaber, der mit 94 Jahren weiterhin über großen Einfluss verfügt. Eine Entführung oder Tötung könnte die Verhandlungen abrupt beenden und den Auslöser für einen militärischen Konflikt darstellen.

„Krieg der gesamten Bevölkerung“

Die Energiekrise zerrüttet die kubanische Gesellschaft derweil zunehmend. Dazu kommen verbrauchte Medizinvorräte und eine schwächelnde Landwirtschaft. Mit brennenden Müllhaufen auf den Straßen und großen Demonstrationen drücken die Menschen in Kuba ihr Leid und ihre Verzweiflung aus.

Der Protest richtet sich allerdings nicht gegen die Regierung, sondern gegen den amerikanischen Staat, der den Inselstaat seit der Invasion in der Schweinebucht 1961 zunehmend wirtschaftlich isoliert. Kubaner:innen sehen in einem militärischen Konflikt einen Ausweg.

Die Regierung in Havanna versucht darauf aufbauend die Idee des „Kriegs der gesamten Bevölkerung“ erneut aufleben zu lassen. Die Strategie stammt von Fidel Castro, dem ehemaligen Präsidenten Kubas und Anführer der kubanischen Revolution.

Durch eine Mobilisierung der gesamten Bevölkerung für den dezentralen Kampf mit Guerillataktiken soll die personelle und materielle Schwäche des kubanischen Militärs ausgeglichen werden. Als Teil dieser Strategie veröffentlichte die kubanische Regierung Fotos und Videos von Militärübungen mit Zivilist:innen.

https://perspektive-online.net/2026/03/us-embargo-treibt-kuba-in-die-krise-regierung-macht-historische-zugestaendnisse/embed/#?secret=aob3YQqaZE#?secret=3zn9dFonDF

Strategie der USA

Mit dem monatelangen Öl-Embargo setzen die USA auf die Zermürbung der kubanischen Bevölkerung, anders als in Venezuela oder dem Iran. Das als sozialistischer Staatsversuch bekannte Kuba ist den USA schon seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge.

Mit Blick auf die sich zuspitzende Weltlage, in der sich die großen imperialistischen Mächte eine möglichst gute Ausgangsposition für einen großen Umverteilungskrieg zu schaffen versuchen, ist der Versuch einer Übernahme Kubas nicht der Kampf zwischen Ideologien. Viel mehr stehen die russischen und chinesischen Verbindungen Kubas im Vordergrund.

Mit Öllieferungen und dem Verkauf von 300 Militärdrohnen an Kuba versucht Russland seinen historischen Verbündeten zu unterstützen. Die unmittelbare Nähe der Insel zu den USA spielt heute für Russland wieder eine große strategische Rolle, von einer humanitären Mission ist nicht zu sprechen.

Erstveröffentlich auf „Perspektive online“ am 19.5. 2026
Die Krise um Kuba spitzt sich zu …

Wir danken für das Publikationsrecht.

Buchvorstellung: „TRÜMMER AUF TRÜMMER“

Zur Kritik der deutschen Staatsräson

Spätestens seit Oktober 2023 dient die deutsche Staatsräson als Sicherheit Israels der Verwandlung staatlicher Gewalt in einen Akt der Wiedergutmachung. Wie konnte die Erinnerungskultur zu einem Instrument rassistischer und antilinker Verfolgung werden? Und wie ist diese Staatsräson – angesichts des globalen Rechtsrucks – zu verstehen? Der Sammelband beleuchtet Vergangenheit und Gegenwart der herrschenden deutschen Ideologie und plädiert für ein universelles Nie wieder.

Mit Beiträgen von Bue Rübner Hansen, Leandros Fischer, Sami Khatib, Gilbert Achcar, Jewish Currents, Gerhard Hanloser, Emily Dische-Becker, Anna Younes, Alexander Gorski, 3ezwa, Nahed Samour, AK Beau Séjour und Alberto Toscano.

Buchvorstellung am 27.05. um 19 Uhr in den Mehringhöfen, Gneisenaustr. 2a, Berlin

Eine Veranstaltung der Buchmacherei und der Antifa-Werkstatt der Berliner VVN

Das Buch ist bestellbar unter: https://diebuchmacherei.de/de_de/produkt/truemmer-auf-truemmer/

Inhaltsverzeichnis

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