Antikriegskundgebung – Morgen, 1. September 18 Uhr „Neue Wache“, Unter den Linden 4

Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1. September 2022 – Für den Frieden! Gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Die Waffen müssen endlich schweigen!

„Nie wieder Krieg!“ – das ist und bleibt die Grundüberzeugung des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften. Jeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit. Aus dieser Überzeugung unterstützen wir die Friedensbewegung mit unserer gewerkschaftlichen Kraft.

Mit dem verbrecherischen Überfall der russischen Armee auf die Ukraine ist der Krieg zurück in Europa. Im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und anderswo wüten weiterhin, teilweise seit Jahrzehnten, Kriege und Bürgerkriege. Tod, Zerstörung und Flucht – so lautet ihre fürchterliche Bilanz. Die Waffen müssen endlich schweigen – überall auf der Welt!

Russlands autokratisches Regime verfolgt eine brutale Politik der militärischen Konfrontation und Eskalation. Sein verbrecherischer Krieg zielt auf die Vernichtung der Ukraine ab. Selbst den Einsatz nuklearer Waffen schließt die russische Führung nicht aus. Die europäische und internationale Friedens- und Sicherheitsordnung liegt in Trümmern. Diese tiefe Zäsur zwingt uns, neue Antworten zu finden.

Die deutsche Bundesregierung hat darauf mit einer Reihe von Maßnahmen reagiert, um die Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit unseres Landes im Rahmen der NATO und der EU zu stärken. In den letzten Monaten haben Themen, wie das Sondervermögen für die bessere Ausrüstung der Bundeswehr oder die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine, die öffentliche und politische Auseinandersetzung geprägt. Diese breite und offene Debatte ist notwendig. Sie hat sich aber immer stärker auf den Einsatz militärischer Mittel der Friedenssicherung verengt.

Mit unseren Aktionen und Kundgebungen am diesjährigen Antikriegstag warnen wir vor einer weiteren Militarisierung der Debatte. Der Ukraine-Krieg darf uns nicht zu dem Irrglauben verleiten, Frieden ließe sich mit Waffen schaffen. Hinzu kommt, dass jeder Euro, der zusätzlich für Aufrüstung ausgegeben wird, an anderer Stelle zu fehlen droht. Die Finanzierung militärischer Friedenssicherung darf weder auf Kosten der Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaates gehen und die soziale Ungleichheit in unserem Lande verschärfen. Noch darf sie dazu führen, dass die dringenden Zukunftsinvestitionen in die sozial-ökologische Transformation ausbleiben. Deshalb wollen wir ein Zeichen setzen:

  • für eine europäische und internationale Friedensordnung, die auf den Menschenrechten und den Prinzipien der Freiheit, der Selbstbestimmung und der sozialen Gerechtigkeit beruht. Die Bundesregierung fordern wir auf, ihren im Koalitionsvertrag formulierten Anspruch einer wertebasierten deutschen Außenpolitik konsequent umzusetzen.

  • für eine kooperativ ausgerichtete Sicherheitspolitik, die weit über militärische Friedenssicherung hinausgeht. Auch der nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung muss ein breites Sicherheitsverständnis zugrunde liegen, das zentrale Aspekte, wie die Bewältigung der Folgen des Klimawandels, die Bekämpfung von Pandemien, die Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung und den Aufbau widerstandsfähiger internationaler Liefer- und Wertschöpfungsketten, umfasst. Gleichzeitig fordern wir, zivile Instrumente der Diplomatie, der Entwicklungszusammenarbeit und einer fairen Handelspolitik, der humanitären Hilfe und der Konfliktprävention, im Rahmen der neuen Strategie deutlich aufzuwerten.

  • gegen einen neuen weltweiten Rüstungswettlauf. Gerade der Ukraine-Krieg zeigt, wie wichtig es ist, am Ziel einer weltweit kontrollierten Abrüstung festzuhalten. Die Festlegung der Bundesregierung, den deutschen Rüstungshaushalt dauerhaft auf das Zwei-Prozent-Ziel der NATO oder darüber hinaus aufzustocken, lehnen wir auch deshalb entschieden ab. Außerdem fordern wir die Bundesregierung auf, mit dem angekündigten Rüstungsexportkontrollgesetz umgehend für eine deutliche Beschränkung von Waffenexporten zu sorgen.

  • für eine weltweite Ächtung von Atomwaffen. Alle Nuklearmächte modernisieren derzeit ihre Atomwaffenarsenale. Dieser Wahnsinn muss beendet werden! Dabei sehen wir auch die Bundesregierung in der Pflicht: Wir fordern sie auf, an dem im Koalitionsvertrag formulierten Ziel eines atomwaffenfreien Deutschlands festzuhalten, aus der nuklearen Teilhabe auszusteigen und die Lagerung von Atomwaffen in unserem Land zu beenden. Das bedeutet für uns auch, dass Deutschland dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten muss.

https://www.dgb.de/termine/++co++8acfd9f4-01e1-11ed-8b48-001a4a160123

Tachelesstellungnahme zum Bürgergeldgesetz

Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens zum „Bürgergeldgesetz“ wurde Tacheles [1]Erwerbslosen-
und Sozialhilfeverein
vom Bundesarbeitsministerium um die Abgabe einer Fachstellungnahme
gebeten.

Diese Stellungnahme ist jetzt fertig und ist auf der Webseite von Tacheles zu finden.

  • Hier werden die einzelnen geplanten gesetzlichen Änderungen zerlegt, bewertet und notwendige und sinnvolle Änderungen aufgezeigt.
  • Schwerpunkt ist auch die Diskriminierung von Nichtdeutschen, alte, kranke und behinderte Menschen, die nicht in diesem Gesetz enthalten sind.
  • Hinzu kommt auch die Problematik mit dem Umgang der explodierenden Preisen und Energiekosten, wo hier Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Diese 70-seitige Stellungnahme ist lesenswert!

Hier geht es zur Stellungnahme:


Weitere Infos sind hier zu finden:

Entwurf eines Zwölften Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze – Einführung eines Bürgergeldes
(Bürgergeld-Gesetz)

Bürgergeld: Mehr Sicherheit, weniger Bürokratie, Webseite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Bürgergeld, Verein für soziales Leben e.V.

Bürgergeld-Gesetz
Stellungnahme der Fachverbände für Menschen mit Behinderung

References

Freie Universität gibt ein schlechtes Beispiel

Beschäftigte der Veterinärmedizin protestieren gegen untragbare Arbeitsbedingungen

Kolleginnen der Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht (BAGA) haben uns darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Beschäftigten in der Veterinärmedizin der Freien Universität öffentliche Unterstützung benötigen, um sich mit Erfolg gegen die in ihren Augen desaströsen Arbeitsbedingungen zur Wehr setzen zu können: Arbeitszeitverstöße, Personalmangel und Lohnraub machen insbesondere den Beschäftigten der Kleintierklinik das Leben zur Hölle. Sie kündigen reihenweise. Dies hat gravierende Folgen sowohl für die Verbleibenden als auch für die zu versorgenden Tiere.

Weitere Inormationen zur Situation gibt eine Presseerklärung der Betriebsgruppe von ver.di und ein Artikel im „nd“ (Neues Deurtschland), die wir hier verlinken:

Die Betroffenen freuen sich über Solidaritätserklärungen und öffentliche Unterstützung jeder Art.

Artikel im ND:

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1165860.fu-berlin-desastroese-arbeitsbedingungen.html

Pressemitteilung der Betriebsgruppe:

https://www.verdi-fu.de/wordpress/2022/07/26/politischer-spaziergang-in-der-veterinaermedizin/

Unterstützt die ver.di-Betriebsgruppe durch ein Like in den sozialen Netzwerken:

Facebook: https://www.facebook.com/profile.php?id=100057547295356

Twitter:
https://mobile.twitter.com/verdifub?lang=en

Diese Seite verwendet u. a. Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung