Omas Gegen Rechts – Protest vor der CDU Zentrale !

Der CDU Parteivorsitzende Merz hat im ZDF Sommer Interview eine Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene mit der AFD nicht ausgeschlossen. Seine Äusserungen haben einen Proteststurm ausgelöst, auch in Teilen der CDU selbst. Viele sehen ein fatales Signal, die AFD weiter hoffähig zu machen.

Am 1. August um 15 h versammelten sich die Omas gegen Rechts Berlin mit Sympathisanten vor der Parteizentrale der CDU in Berlin, um gegen die gefährlichen Signale seitens des CDU Vorsitzenden zu protestieren.

Kein Weg mit der #AfD, kein Weg nach #Rechts! Auch nicht in den Kommunen!

Der Vorsitzende Merz selbst lief gesenkten Hauptes, ohne sich der Diskussion zu stellen, an den Omas vorbei. Lediglich sein Vizie Jens Spahn erschien, um sich die Argumente anzuhören.

Eine Oma brachte die historische Lehre auf den Punkt: „1930 hatte die NSDAP 18,3 %, 2023 liegt die AFD bundesweit bei 20%, in Thüringen sogar bei 34 %. 1930 hat die „bürgerliche Mitte“ geglaubt, dass sie die Nazis im Griff hätten. Fehleinschätzung! 2023 darf es das nicht mehr geben!“

Die Omas hatten auch ihre Erfahrungen mit der Polizei, die zum Teil , obwohl höflich, vor der Zentrale der CDU etwas „nervös“ wirkte. Eine Oma berichtete: „Was bei unserer Mahnwache wirklich ärgerlich war, war, dass die Polizei uns abdrängen wollte auf die Brücke! Wir haben heftig mit ihnen diskutiert, und letztendlich durften wir da stehen bleiben, obwohl wir 35 Omas und einige andere Personen waren! Als sich einige Omas auf den grünen Mittelstreifen stellten, wurden sie zurück beordert! Ihr hättet mal die Argumente hören sollen. Es gipfelte darin, dass der eine meinte, es könnte ja sein, dass wir Gehwegplatten aus dem Boden hebeln und auf das Gebäude werfen!! … Stimmt: Das ist eine unserer liebsten Übungen gegen Arthrose, Rheuma, Osteoporose etcetera peh peh….!!! „

Die Omas versprechen, dem Rechtsruck aus der „bürgerlichen Mitte“ weiter auf die Finger zu schauen!

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Bilder Omas gegen Rechts Berlin und Autor

Sport für Völkerfreundschaft statt Völkerfeindschaft!

Sport soll Völkerfreundschaft stärken und nicht Zweitracht und Hass säen! Wer den Sport für eine Kriegspartei instrumentalisiert, macht ihn kaputt. Sport kann helfen, dass sich Menschen verfeindeter Staaten die Hand reichen und ein Zeichen für Verständigung und Frieden setzen! So war es. So sollte es sein. Lange hielten internationale Sportverbände und Funktionäre an diesem Prinzip fest. Aber der Urkainekrieg macht alles anders. Auch das.

Die vierfache Säbel-Weltmeisterin aus der Ukraine Olha Charlan hat bei der WM in Mailand ihrer russischen Gegnerin den Handschlag verweigert und ist deshalb disqualifiziert worden – wegen „unsportlichen Verhaltens“. Obwohl die russiche Gegenerin Anna Smirnowa anders als die Ukarinerin rein als Sportlerin unter „neutraler Flagge“ angetreten war, versagte ihr Charlan den gebührenden persönlichen Respekt.

Nach einem Trommelfeuer der Kritik aus der Ukraine und verbündeter Länder wird die Suspendierung der ukrainischen Sportlerin wieder aufgehoben. Aber nicht nur das. Der Ukrainerin wird unter Umgehung aller sportlichen Wettkampfregeln vom IOC ein Startplatz für Olympia 2024 garantiert. [1]Weltverband hebt Suspendierung ukrainischer Fechterin auf – Startplatz für Olympia – Südtirol News (suedtirolnews.it)

Peter Jüriens kommentierte die Ereignisse so: „Es ist einfach ein höchst unsportliches Verhalten und unzivilisiert, im Rahmen eines sportlichen Wettbewerbs den zivilen Händedruck zu verweigern. Wenn Charlan die Feindschaft zu sehr am Herzen liegt, als dass sie sie im Geiste sportlicher Fairness und Höflichkeit beiseite legen könnte: Sollte Sie sich von zivilen Wettbewerben fernhalten und aufhören, eine Arena zu verunreinigen, die einfach nicht für Kriegsführung und dazugehörige Propaganda gedacht ist.

Die Extrawürste für ukrainischen Nationalismus und Russenbashing gehen mir gewaltig auf den Zeiger… daß Charlan schlichtweg Ärger von den oh so demokratischen Nationalisten zuhause erwartete, wenn sie sich sportlich verhielte, sollte Presse nebenbei abbilden. Und daß solche Brüche der Fairness und der Zivilisation sich gegen russische SportlerInnen, MusikerInnen, KünstlerInnen – und sogar Zuchtkatzen nebenbei – richten, ist nicht nur lach- und ekelhaft – es ist entschieden unzivilisiert. Erinnert sich wer daran, daß SportlerInnen aus Ländern, die z.B. mit den USA im Krieg lagen, Ähnliches getan hätten? Ich nämlich nicht.

Woran Ich mich aber erinnere: Die WEIT beeindruckenderen Momente, wo AthletInnen zu der Zeit verfeindeter Länder sich umarmten und damit ein Zeichen für Frieden oder zumindest das Menschlichbleiben bei egal welcher Lage setzten.“

Die ukrainische Fechterin Charlan forderte von den Sportverbänden „Die Regeln müssen sich verändern, weil sich die Welt verändert.“ Die Sportfunktionäre gaben dem Druck nach. So einfach ist das also mit der vom Westen hochgehaltenen“regelbasierten Welt“ . Stimmt sie mit den eigenen Interessen nicht überein, dann wird sie stracks auf den Kopf gestellt. Die „völkerverbindene Rolle des Sports“ wird immer mehr in die Tonne getreten. Auch alle Fairness bleibt trotz Unbill vieler Sportfans auf der Strecke. Krieg und extremer Nationalismus fressen sich in alle Lebensbereiche ein. Es liegt an uns, dass wir dem nicht folgen!

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Mahnwache gegen Streubomben – der Protest formiert sich !

Es hatte gerade eine Handvoll „Omas gegen Rechts“ die Initiative ergriffen. Zu einer Mahnwache gegen den Einsatz von US Streubomben in der Ukraine. Menschenrecht ist unteilbar. Vor der US Botschaft in Berlin am Brandenburger Tor. Am Donnerstag, den 20.Juli.

Wir luden ein und berichteten ausführlich, um was es bei diesen verheerenden Waffen geht!

Trotz aller Kurzfristigkeit. Auch weitere „Omas“ stießen dazu, viele Aktive von Ärzten gegen den Atomkrieg, Attac, Gewerkschafter von Ver.di und IG Metall. Heiss diskutiert wurde auf dem Platz !

Streubomben sind international greächtet. Aus gutem Grund. Es handelt sich quasi um konventionelle Massenvernichtungswaffen, unterhalb der Schwellé taktischer Atomwaffen, die in großem Stil eingesetzt, ganze Landstriche zerstören und noch nach Jahrzehnten wegen der vielen Blindgänger auf grausamste Weise Gesundheit und Leben von Zivilisten bedrohen. Es ist zynisch, hier noch von Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung zu sprechen. Es ist eine verlogene Moral: “Streubomben aus den USA sind gut und nützlich. Streubomben aus Russland böse und ein Verbrechen”. Wer Streubomben in einem Land einsetzt, dem ist Wohl und Zukunft der dort lebenden Bevölkerung maximal gleichgültig!

Laut US Präsident Biden dienen die US Streubomben als Ersatz für die ausgehende herkömmliche Munition in der Ukraine. Das bedeutet in der Konsequenz: nicht selektiver Einsatz dieser verheerenden Waffen, sondern massiver und flächendeckender Einsatz. Die USA haben heute viel effektivere und wirkungsvollere Streubomben. Man versucht zu beschwichtigen, dass diese neuen Waffen ja nur noch 5% statt 20 bis 30% Blindgänger hätten. Aber 5% bei einer um ein Vielfaches erhöhten Sprengkraft sind absolut eben mehr.

Die konventionelle Tötungsmaschinerie wurde perfektioniert, jedoch ist sie in keiner Weise harmloser für Bevölkerung und Soldaten. Eine einzige Clusterbombe vernichtet ein Gelände zwischen 120 tausend und 240 tausend m2 ! Die Fantasie der meisten von uns dürfte kaum ausreichen, sich diesen Todesregen und die nachhaltige totale Umweltzerstörung vorzustellen! Mit dem zu erwartenden voll entfesselten breiten Einsatz dieser Streubomben ist es der Westen, der eine neue Stufe der brutalen Kriegseskalation lostritt

Aus der „kleinen“ Mahnwache wurde ein „bombiger “ Protest gegen diese geächteten menschenverachtenden Bomben. Es gab viel Sympathie von den vorbeigehenden Menschen. Ein einfältiges „Putintroll“ oder „demonstriert doch vor der russichen Botschaft“ war selten zu hören. Nicht wenige Passanten wollten ausführlicher informiert werden und es kamen lebendige Diskussionen zustande. Und etliche , insbesondere Jugendliche schlossen sich sogar aktiv dem Protest vor der US Botschaft an! Trotz des ernsthaften Anlasses machte sich eine fast fröhliche Stimmung breit.

Eine „Oma“ trug ein Plakat „Streubomben und Dann?“ Diese Frage ist mehr als berechtigt. Schon werden neue Rote Linien zur Diskussionn gestellt: Phosphorbomben , kontaminierte Uranmunition und Napalm. Natürlich nur “wenn sie militärisch notwendig sind!” In Talkshows gehen Worte wie “Fleischwolf” und “totaler Krieg” wie Selbstverständlichkeiten über die Lippen. Wer nur noch nach dem Motto “der Zweck heiligt die Mittel” verfährt, stellt in letzter Konsequenz alle Werte von Menschenrecht und Menschenleben auf dem Altar des Krieges zur Disposition. Wie glaubwürdig kann man am Ende dieses Monats in Magdeburg noch der AFD gegenübertreten, wenn man zu diesem Kriegsgemetzel nicht nur schweigt, sondern dessen Eskalation auch noch gutheisst und vorantreibt?

Die Protestierenden äusserten ihre klare Erwartungshaltung an die Verantwortlichen im Westen, nicht mit dem Finger auf andere Kriegsverbecher zu zeigen, um die gleichen Verbrechen ihrerseits damit zu rechtfertigen oder das Kriegsgeschehen sogar noch zu eskalieren. Wenn Deutschland den von ihm ratifizierten Vertrag einhalten will, muss es verhindern, dass von deutschem Boden Streumunition in die Ukraine gelangt. Denn Deutschland hat sich verpflichtet keine Hilfe beim Einsatz zu leisten. Die Bundesregierung müsste, wenn sie zu ihren eigenen Aussagen in der Vergangenheit stehen würde, sprich „unsere verantwortlichen Politiker Eier in der Hose hätten“, an dieser Mahnwache selbst teilnehmen.

Die Aktion hat Mut gemacht. Es gibt viele Menschen, die unsere Sorgen teilen und Argumente anhören. Der Gedanke greift um sich, hier regelmäßig aufzutreten. Wenn schon die Regierung nicht für die Umsetzung ihrer eigenen Verträge und vorgegebenen Werte eintritt, müssen wir das wohl selber tun!

Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin und Arbeitkreis Internationalismus IG Metall Berlin rufen auf, sich an der Kampagne gegen den Bundesparteitag der #NoAfD 2023 zu beteiligen!
lesenswert: internationale Völkerechtler zum Thema Streubomben!

Titelbild oberer Teil P. Vlatten, unterer Teil Klaus Ihlau 

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