#Berlin ist KULTUR

Bildquelle: https://www.berlinistkultur.de/

Demo gegen die Kürzungen im Kulturbereich am 13.11.2024 ab 10.00 Uhr auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor

Das Kulturleben ist konstitutiv für demokratisches und friedliches Zusammenleben in Vielfalt. Ästhetische Wahrnehmungsräume und kreativ-künstlerisches Handeln fördern nachweislich die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, öffnen das Denken für Neues und befördern soziales Lernen. Kultur trägt daher essenziell zur Persönlichkeitsentwicklung bei, erweitert unsere Vorstellungskräfte und Gestaltungskompetenzen. Diese Fähigkeiten sind unverzichtbar für ein demokratisches, friedliches Miteinander und gesellschaftliche Teilhabe. Der Erhalt kultureller Infrastrukturen sollte deshalb die absolute Priorität politischen Handelns sein. In Zeiten, in denen öffentliche Diskurse von antidemokratischen Narrativen dominiert werden, die auf Ausgrenzung und Benachteiligung abzielen und Gesellschaft spalten, braucht es mehr denn je kulturelle und künstlerische Prozesse, die Räume eröffnen, in denen Visionen und Erzählungen über ein plurales und solidarisches Miteinander entstehen können.

Durch die geplanten Kürzungen der Berliner Regierung von 10% im Kulturbereich wird die wertvolle Arbeit von Kunst- und Kulturschaffenden für den Erhalt eben dieser demokratischen und solidarischen Gesellschaft massiv bedroht und muss unbedingt verhindert werden. Bitte unterstützt den Aufruf mit:

Ihr könnt/Sie können die Berliner Kultur folgendermaßen unterstützen:

Petition des Deutschen Bühnenvereins/Landesverband Berlin gegen die Kürzungen unterschreiben

Informiert bleiben: Über Newsletter oder Social Media: Instagram & Facebook #BerlinIstKultur

Initiative „Eintreten für Würde“

Ein offener Brief von Sozialdemokrat:innen für die Wahrung von Menschenrechten.

Unter dem Motto Menschenrechte wahren, Asylrecht verteidigen, sozialdemokratische Werte leben! starteten SPD-Mitglieder einen offenen Brief in Reaktion auf die Beschlüsse des Sicherheitspakets, welches als Antwort auf den Anschlag in Solingen auch durch führende Sozialdemokrat:innen ausgestaltet wurde.

Gerade wenn extremistische Anschläge stattfinden, sollten Solidarität und Zusammenhalt den Diskurs anführen, nicht aber Debatten um Ausgrenzung und Stigmatisierung. Es gilt alle Menschen vor Extremismus zu schützen, umso bitterer die Politik, mit der auf ein so komplexes Problem wie den Extremismus geantwortet wird, die leider auch von Sozialdemokrat:innen mitgetragen wird. Vorschläge wie die Zurückweisung an den Grenzen oder gar grenznahe Inhaftierungen voranzutreiben oder massive Kürzungen von Sozialleistungen unter das Existenzminimum vorzunehmen, entmenschlichen und entwürdigen Asylsuchende und sind unvereinbar mit dem Grundgesetz.

„Eine ganze Menschengruppe wird mit dieser Politik für die Tat eines Einzelnen pauschal unter Terrorismusverdacht gestellt und in ihren Rechten substanziell eingeschränkt.“ Dies kann nicht die Lösung sein.

Mit diesem offenen Brief, fordern viele SPD-Mitglieder deshalb ihre Parteimitglieder in Führungsverantwortung dazu auf, wieder zu einer Politik zurückzukehren, welche die „Grundwerte als handlungsweisend für politische Entscheidungen“ achtet und Extremismus durch „Prävention, Förderung des Zusammenlebens und Stärkung des Rechtsstaats“ zu bekämpfen sucht. Nicht aber eine Politik, die sich an rechten Fantasien von Abschottung, Entrechtung und Entwürdigung von Menschen, orientiert. Sie fordern eine humane Asylpolitik, die europäisches Recht sowie internationale Solidarität achtet.

Bitte unterstützt diese wichtige Initiative. Unter dem Mantel der Extremismusbekämpfung wird das ohnehin bereits ausgehöhlte Asylrecht weiter verschärft, besonders schützenswerte Menschen buchstäblich ihrer Menschenrechte beraubt und ganze Gruppen hier lebender migrantischer Communities weiter stigmatisiert und diskriminiert. Eine Politik, welche die vulnerabelsten Menschen unserer Gesellschaft trifft darf nicht widerstandslos hingenommen werden, denn sie endet wohlmöglich nicht hier. Jede/r kann diesen offenen Brief unterstützen und unterzeichnen. Die Zivilgesellschaft ist mal wieder gefordert.

Hier geht es zum offenen Brief: https://eintreten-fuer-wuerde.de

Hier geht es zu der Aktion auf Instagram: https://www.instagram.com/eintreten_fuer_wuerde

Teilen und weitersagen.

Titelbild: Collage Peter Vlatten

18. Juli 20 Uhr: Deutschland-Premiere: الکترا – Elektra

Teheraner Theatergruppe „Prometheus Theater“ gastiert auf der Brotfabrik Bühne

Die Inszenierung Elektra des iranischen Regisseurs Farzad Amini ist wie ein Ritual. Ein Ritual zur Reinigung der Seele von Hass, Bitterkeit und Leid. Sie beschäftigt sich mit den katastrophalen Konsequenzen die Gefühllosigkeit und menschliche Dunkelheit haben können.

Die Musik zum Stück, stammt aus Folklore und ländlichen Gebieten des Irans. Musik und Lieder, die von Hirten, Zigeunern, Fischern, Arbeitern und Bauern während der Arbeit oder bei Ritualen oder Trauer dargeboten werden. Auch die Ausstattung ist ein Zeichen mythologischer Symbole und des antiken Lebens. Sense, Dolch, Krug, Schwert, Bambusrohr, Vogelfedern und einige Kuhhörner, mit denen die Schauspieler die dramatischen Situationen erzählen. Während seiner 22-jährigen Arbeit mit Schauspielern hat sich Amini intensiv mit der Schauspieltheorie von Jerzy Grotowski beschäftigt. Seine Arbeiten kommen regelmäßig in einem kleinen freien Teheraner Theater zur Aufführung. Erstmalig wird eine von Ihnen in Deutschland gezeigt.

Das Theatergastspiel möchte den kulturellen Austausch zwischen persischer und europäischer (Theater-)Kultur fördern und zur Völkerverständigung beitragen.

Infos:

Spende: Das Theaterprojekt aus der freien Szene kann nur mithilfe von Spenden finanziert und realisiert werden. Wenn sie den Kulturellen Austausch zwischen persischer und europäischer Theaterkultur unterstützen möchten. Hier geht es zum Spenden. https://www.betterplace.org/de/projects/139034-theatergastspiel-aus-dem-iran

Bild- /Text-Quelle: https://www.berlin.de/tickets/vermischtes/deutschland-premiere–elektra/2024-07-18-n-a-0469f0bd-664b-4a5e-8ab0-66166d84481d/

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