Gefängnisabolitionismus USA & Update on Mumia Abu-Jamal

Gefängnisabolitionismus USA
& Update on Mumia Abu-Jamal

dt/engl. Info-Abend mit/with

Saleem Holbrook(ex-Gefangener aus Pennsylvania // Abolitionist Law Center)

Noel Hanrahan(Anwältin Mumia Abu-Jamal / Prison Radio) 1

Jennifer Black Co-Autorin mit Mumia von „Beneath The Mountain“)

So. 11. Januar 2026, 18 Uhr
Mieterladen Kreutzigerstr. 23

10247 Berlin-F’hain (U5-Samariterstr.)

Info: freiheit-fuer-mumia.de

Freiheit für Mumia Abu-Jamal

Mumia Abu-Jamal ist ein preisgekrönter Journalist. Er verbrachte über 28 Jahre im Todestrakt, weil er angeblich einen weißen Polizisten in Philadelphia getötet hatte. Trotz seiner dreißigjährigen Haft, die er größtenteils in Einzelhaft im Todestrakt verbrachte, kämpfte Abu-Jamal unermüdlich für seine Freiheit und seinen Beruf. Er ist Autor von neun Büchern, darunter „Death Blossoms“ und „Live from Death Row“, sowie tausender Radiokommentare.

Gewerkschaften rufen Beschäftigte in Berlin und Brandenburg zu Warnstreiks auf

Die Gewerkschaften ver.di, GEW und IG Bau rufen in Berlin und Brandenburg am 14. und 15. Januar 2026 zum Warnstreik auf. Der Aufruf richtet sich an Beschäftigte, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen.

Am 14. Januar sind in Berlin die Schulen, Hochschulen, das Landeseinwanderungsamt, das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheit, die Feuerwehr und die Kitas zum Streik aufgerufen. Am 15. Januar 2026 werden in Berlin die Beschäftigten aus Senatsverwaltung, Bezirksämtern, Kitas, Hochschulen und den forstwirtschaftlichen Betrieben des Landes aufgerufen. In Brandenburg rufen die Gewerkschaften die Beschäftigten der Hochschulen und der Landesbehörden zum Streik auf.

Kundgebungen an den Streiktagen

Den Warnstreik am 14. Januar 2026 begleitet eine gemeinsame Demonstration der Gewerkschaften.
Sie startet gegen 09:00 Uhr am Dorothea-Schlegel-Platz und führt zum Roten Rathaus. Dort findet gegen 10:00 Uhr eine Abschlusskundgebung statt. Am 15. Januar 2026 kündigten die Gewerkschaften weitere Aktivitäten zur zweiten Verhandlungsrunde rund um den Verhandlungsort in Potsdam an.

Bei der ersten Verhandlungsrunde Anfang Dezember bezeichneten Vertreter der Länder die Forderungen der Gewerkschaften als „astronomisch“. Beschäftigte machten daraufhin beim folgenden Warnstreik auf die tatsächlich astronomischen Kriegskassen aufmerksam.



Bilder: Netzwerk gemeinsam kämpfen

debanking stoppen – Offener Brief an GLS Bank gegen Kontokündigungen linker Organisationen

Offener Brief an GLS Bank gegen Kontokündigungen linker Organisationen

Pressemitteilung, debankingstoppen.de, 7. Januar 2025

Die GLS Bank und Sparkassen kündigten in den letzten Wochen und Monaten mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bankkonten – darunter der Roten Hilfe e.V., der Deutschen Kommunistischen Partei und Anarchist Black Cross Dresden.

Dieser „Debanking“ genannten Praxis stellen sich nun 4708 Erstunterzeichnende in einem offenen Brief an den Vorstand der GLS Ba entgegen. Sie schreiben:

„Wir als Mitglieder und Kundinnen der GLS Gemeinschaftsbank eG möchten unserer Bank den Rücken stärken, damit sie Haltung zeigen und für eine aktive Teilhabe ihrer Kundinnen an der Zivilgesellschaft eintreten kann. Wir sind der Ansicht, dass die GLS ein Risikomanagement benötigt, das die Waage hält zwischen de
Abwehren von Risiken für die Bank insgesamt und dem Eingehen von Risiken im Interesse der Demokratie. Daher fordern wir Sie auf, die Geschäftsbeziehungen mit den betroffenen Organisationen fortzuführen bzw. wieder aufzunehmen.“

Der vollständige Brief ist hier zu lesen. Er wurde binnen 6 Tagen von 130 Organisationen, 1508 Genossenschaftsmitgliedern, 1440 weiteren Kund*innen der Bank, sowie 1630 weiteren Einzelpersonen unterschrieben. Es ist nach wie vor unter diesem Link möglich – und erwünscht – den Brief zu unterschreiben.

Die Kündigungen von Bankkonten zivilgesellschaftlicher Gruppen aus dem politisch linken Spektrum muss im Kontext der aktuellen Zunahme von autoritären Tendenzen und dem allgemeinen Rechtsruck – sowohl global als auch bundespolitisch – betrachtet werden. Sie stellen eine Bedrohung demokratischer Rechte und Grundsätze dar. „Plötzlich ist das Konto weg, weil du für irgendwen politisch unliebsam bist. Das nennen wir Debanking. Du kannst keine Miete und keine Rechnung mehr bezahlen und es kommt auch kein Geld mehr rein. Debanking zielt auf die Existenz. Es soll ganz geräuschlos zivilgesellschaftliche Kritik und Opposition mundtot machen. Umso mehr müssen wir laut sein und uns wehren“, warnt Fran Leitner, Sprecherin von Ende Gelände und engagiert im Debanking Stoppen Netzwerk. Aktuell sind lediglich einige Organisationen und Einzelpersonen von Debanking betroffen. Dieses Vorgehen droht jedoch weiteren zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Menschen. Es muss jetzt entschlossen gehandelt werden. Deshalb hat sich kurz vor dem Jahreswechsel das unabhängige und offene Netzwerk Debanking Stoppen gegründet, das mittlerweile auf Tausende von Menschen angewachsen ist. Darunter viele Menschen oder Gruppen, die selbst Kund*innen und Mitglieder bei der GLS Bank sind.

„Je mehr Druck in unserer Gesellschaft auf einzelne zivilgesellschaftliche Strukturen ausgeübt wird, desto mehr braucht es die Solidarität von uns allen“, bekräftigt Prof.in Dr.in Anne Baillot von Scientist Rebellion und der Allianz für Kritische und Solidarische Wissenschaft. Politische Einflussnahme hängt zunehmend von finanziellen Möglichkeiten ab. Und politische Teilhabe ohne Bankkonto ist de facto nicht möglich.

Genossenschaftliche Banken wie die GLS Bank müssen darin bestärkt werden, sich autoritärem Druck, wie dem aktuellen, nicht zu beugen.

Debanking Stoppen
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Julia Fischer:
E-mail: presse@debankingstoppen.de
Telefon: +49 174 156 4629

Mehr Informationen und links

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