Der Kampf der Berliner Krankenhausbewegung

Zuerst wollen wir den herausragenden Kampf der Beschäftigten der Krankenhäuser der Charité und von Vivantes anhand von Bildern und Videos etwas näher bringen.

Dieser Konflikt ging weit über einen üblichen Tarifkonflkit hinaus. Schon die Forderung nach einem Tarifvertrag Entlastung war darauf gerichtet, nicht nur die Pflegekräfte durch einen besseren Pflegschlüssel zu entlasten, sondern dadurch auch die Pflege zu verbessern. So ging es in diesem Tarifkonflikt um ein Anliegen, das im Interesse der ganzen Stadt war. Denn es gibt niemanden, der davor geschützt ist, sich doch einmal in einem Krankenhaus behandeln zu lassen. Dann aber wollen alle eine gute ärztliche Behandlung und eine gut Pflege.

Zudem wurde von Anfang an darauf orientiert, dass die größte europäische Universitätsklinik Charité und das größte deutsche kommunale Krankenhaus, Vivantes, zusammmen für ihrer Forderungen kämpften. Sehr wichtig war, dass auch die Töchter, die in den vergangenenn Jahren ausgelagert worden waren, mit der Forderung „TVöD für alle!“ in den Kampf einbezogen wurden. Damit machten die Kranknehausbeschäftigten von Anfang an klar, dass sie niemanden zurücklassen und die Spaltung der Beschäftigten nicht hinnehmen wollen. Sie stellen die Einigkeit her, die am Ende alle stark macht.

Herausragend auch, dass im Mittelpunkt des Tarifkampfes die ehrenamtlichen Beschäftigten standen. Sie sprachen auf den zahlreichen Kundgebungen und bestimmten das Bild.

Sehr wichtig war auch die systematische Zusammenarbeit mit anderen politischen Bewegungen. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang das Zusammengehen mit der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen!“. Auf jeder Kundgebung der Beschäftigten der Krankenhäuser sprache auch ein Vertreter der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen!“. Auch viele andere stadtpolitsche Initiativen wurden einbezogen.

Zum Thema:

Vivantes – Streikrecht verteidigt! hier weiterlesen

Der 6. Streiktages am 14. Oktober Bildergalerie und Video hier:

Die Demo am 9. Oktober Bildergalerie und Video hier:

Aktuelle Pressemitteilungen:

12. Oktober 2021. Jetzt haben sich ver.di und Vivantes auf Eckpunkte geeinigt, Presseerklärung hier:

07. Oktober 2021. Durchbruch bei Charité, jetzt muss sich auch Vivantes bewegen, Presseerklärung hier:

16. September 2021. ver.di macht Charité und Vivantes konkrete Vorschläge zur raschen Beilegung der Tarifkonflikte. Presseerklärung hier:

Der Kampf der Töchter von Vivantes mit dem Ziel „TVöD für alle!“ ist noch nicht beendet.

Kundgebung vor dem Sonderparteitag der Partei Die LINKE, 19.10.2021

Vor dem Sonderparteitag der Partei „DIE LINKE“ zur Aufnahme von Koalitionsverhandlung

fand eine kleine Kundgebung statt.

Teilnehmer:

. Eine S-Bahn für alle

. DW enteignen

. und eine Streikdelegation der Töchter von Vivantes, die seit dem 09.09.2021 im Streik befinden

Hier eine kleine Fotogalerie:

Solidarität mit den steikenden Arbeitern bei Daimler Zulieferer Baldur in der Türkei

In der türkischen Stadt Kocaeli befinden sich seit dem 25.Dezember 2020 die Arbeiter der Fabrik Baldur Sübsansiyon im Arbeitskampf. Baldur Sübsansiyon ist Hersteller von Blattfedern für die Radaufhängung und beliefert u.a. die Daimler-Werke in der Türkei. Der Betrieb beschäftigt aktuell 114 Arbeiter und gehört zum spanischen Unternehmen MBHA. Der gewerkschaftliche Kampf um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen bei Baldur begann bereits vor fünf Jahren.“ Die aktuellen Hautpforderugen der Arbeiter von Baldur Sübsansiyon sind :

  • Anerkennung der Gewerkschaft Birlesik Metal-Is als rechtmäßige Gewerkschaft bei Baldur Sübsansiyon & Sofortige Aufnahme von Tarifverhandlungen
  • Wiedereinstellung der gekündigten Arbeiter, die wegen gewerkschaftlicher Betätigung entlassen wurden. Die Angriffe auf gewerkschaftlich organisierte Arbeiter müssen unverzüglich gestoppt werden.
  • Verbesserung von Arbeitsbedingungen & Höhere, existenzsichere Löhne. (Der durchschnittliche Mindestlohn bei BaldurSübsansiyon liegt bei 2.700 YTL, das sind 290 Euro / monatlich!

„Die Vorgänge bei Baldur Sübsansiyon sind beim Daimler Vorstand nicht unbekannt. Die Gewerkschaft Birlesik Metal Is hatte den Vorstand des Automobil-Konzern in den letzten Jahren und auch jüngst über die aggressiven Methoden und Angriffe der Baldur Bosse informiert. Sie verlangt u.a., dass der größte Hauptabnehmer von Baldur in dem Konflikt interveniert und tätig wird, damit die Menschen- und Gewerkschaftsrechte bei Baldur uneingeschränkt eingehalten werden. Dazu ist die Daimler-Gruppe wie auch deren Zulieferer per internationaler Gesetze, Vorschriften und Richtlinien verpflichtet.“

Am 19. Januar führten daher das Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften, der Metallertreff und DidF Stuttgart eine gemeinsame Solidaritätsaktion vor Daimler in Mettingen und Untertürkheim durch. Sie rufen darüberhinaus alle Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Betriebsräte und Beschäftigte auf, sich mit dem berechtigten Streik der Kolleginnen und Kollegen bei Balbur Sübsansiyon für einen Tarifvertrag zu solidarisieren. Daimler verfolgt knallhart seine Profitinteressen entlang seiner Lieferketten. Nur öffentlicher und interner Druck kann etwas bewirken.

Der Arbeitskreis Internationalismus IGM Berlin unterstützt den Solidaritätsaufruf und alle Aktionen zur Unterstützung und Bekanntmachung der Forderungen der Kollegen:

  • Sofortige Aufnahme von Tarifverhandlungen
  • Rücknahme aller Kündigungen von gewerkschaftlich organisierten Arbeitern
  • Die türkische Regierung muss die Kriminalisierung von Streikenden und Gewerkschaftsmitgliedern stoppen
  • Der Daimler-Vorstand muss in den Konflikt intervenieren und jegliche Form von Union Busting bei seinem Zulieferer verurteilen und stoppen

hier der Solidaritätsaufruf : https://www.vernetzung.org/wp-content/uploads/2021/01/SoliErklaerung-Baldur.pdf

Linkk zum Beitrag VKG (Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften) : https://www.vernetzung.org/solidaritaet-mit-den-streikenden-arbeitern-bei-daimler-zulieferer-baldur-in-der-tuerkei/

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