Petition: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!


Wir IGM – Kolleginnen und Kollegen bei VW schauen mit großer Sorge auf die weltweite Aufrüstung und zunehmende Kriege. In Deutschland werden bereits erste Werke zur Umstellung auf Rüstungsproduktion gesucht.

Wer uns damit Arbeitsplätze verspricht, versucht auf üble Weise, die Existenzängste der Belegschaften in der Autoindustrie auszunutzen. Aufrüstung sichert nicht den Frieden, sondern bereitet Kriege vor. Wenn die Regierung einen „Notstand“ ausruft, wird das Streikrecht beschnitten, gibt es Arbeitsverpflichtung und Anordnungen zu extremer Arbeitszeitausdehnung.

Im „Kriegsfall“ kommt laut „Arbeitssicherstellungsgesetz“ (ASG) [1] ASG mit den Änderungen vom:  22.12.2025 eine Zwangsverpflichtung unter Androhung von Gefängnis für sogenannte Spezialisten aller Berufsgruppen hinzu. In den Schützengräben der Welt sterben Menschen wie du und ich nicht für höhere Werte, sondern für die Interessen großer Kapitaleigner.

Die Rüstungsindustrie jubelt über explodierende Gewinne. Die Wiederaktivierung der Wehrpflicht ist in Vorbereitung, um künftig uns und unsere Kinder in Kriege zu schicken. Aktuell steigen mit dem Krieg im Nahen Osten sofort die Preise für Benzin. Schon wird von höherer Inflation gesprochen.

Diese Entwicklung machen wir nicht mit!

Aufrüstung und Kriegswirtschaft sind gegen die Interessen der Kolleginnen und Kollegen und unserer Familien und widersprechen unseren gewerkschaftlichen Zielen. Unterstreichen wir unsere Losung „Kampf um jeden Arbeitsplatz!“ und setzen wir uns aktiv für unser Ziel „Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“ ein (ÍGM-Satzung unter § 2 ´Aufgaben und Ziele der IG Metall). Und wir rufen den IG-Metall-Vorstand, den Betriebsrat und alle Mitglieder auf: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!

Erstunterzeichner*Innen
Cem Ince, IGM Mitglied, Mitglied des Bundestages der Linken * Lars Hirsekorn, IGM Mitglied im BR, Volkswagenwerk Braunschweig * Sven Schramm, IGM Vertrauensmann und BR,VW-Sachsen, Die Gläserne Manufaktur Dresden * Namik Sarikaya, IGM Vertrauensmann,VW Kassel * Tobias Blessmann, IGM Mitglied, Volkswagen Werk Kassel * Dirk Hirsekorn, IGM Mitglied, Arbeiter, VW Braunschweig * Ronny Vornkahl, IGM Mitglied im BR, VW Braunschweig * Mirco Baxmann, IGM Delegierter, VW Wolfsburg * Christoph Meyer, IGM Vertrauensmann,VW Kassel * Majuran Srisegaran, IGM Vertrauensmann, VW Braunschweig * Stephan Krull, Ehemaliges Mitglied im Betriebsrat, VW WOB * Christos Paralis, IGM Mitglied der VKL als Sprecher der Migranten, VW Salzgitter * Mark Seeger, IGM Mitglied im Betriebsrat, VW Braunschweig * Ricardo de Allesandro, IGM Mitglied im Betriebsrat, VW Braunschweig * Hidir Budak, IGM Mitglied, Volkswagen Werk Kassel * Michael Schulz, IGM Mitglied, VW Braunschweig * Martin Kollek, IGM Vertrauensmann, Volkswagen Group Services Braunschweig * Michael Werner, IGM Mitglied, Volkswagen Wolfsburg * Agid Acer, IGM Mitglied im Betriebsrat, VW Braunschweig * Franziska Reuter, IGM Mitglied im Betriebsrat, VW Braunschweig * Timo Reuter, IGM Delegierter und Vertrauensmann, Salzgitter Peine, PowerCo * Christoph Tonagel, IGM Mitglied der VKL, VW Braunschweig * Thorsten Donnermeier, IGM Mitglied der VKL, Volkswagen Werk Kassel * Andreas Gärtner, IGM Mitglied der VKL, Volkswagen Werk Kassel * Ercan Laleli, IGM Mitglied im Betriebsrat, Volkswagenwerk Kassel * Arzu Karabulut, IGM Mitglied der VKL, Volkswagenwerk Braunschweig * Michael Kunick, IGM Mitglied der VKL, Volkswagen Werk Braunschweig * Konstantin Antjushin, IGM-Mitglied,VW Kassel

Ausgefüllte Unterschriftenliste bitte als PDF an: ifabvw@sagtnein.org

Hier zur Unterschriftenliste:

Unterschriftenliste (238 Downloads )
Wortlaut:

Zur Petition:


Zur gemeinsame Erklärung:

Resolution des IG Metall Vertrauenskörpers bei ZF:

Presseerklärung gegen die Rüstung:

Petition gegen die Rüstung - Unterschriftenliste

IG-Metall-Kolleginnen und Kollegen bei Volkswagen: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!


Uns erreichte folgende Mitteilung über eine Petition von IG-Metall-Kolleginnen und Kollegen bei VW:

„Anläßlich der Ostermärsche 2026, möchten wir uns gerne zu Wort melden. Als Metaller*innen bei Volkswagen ist es uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich Widerstand gegen den Umbau zur Rüstungsindustrie rührt. Deshalb ganz aktuell die Petition der Beschäftigten bei VW. Falls jemand Volkswagenbeschäftigte kennt, die die Petition unterstützen würden, wären wir über eine Weiterleitung/Kontakt sehr dankbar. Unterschriften sammeln wir erstmal nur von Beschäftigten aus dem Volkswagenkonzern inkl. aller Töchter. Der Inhalt unserer Petition:

„Mit großer Sorge beobachten wir als IG-Metall-Mitglieder aus mehreren Volkswagen-Standorten die zunehmende weltweite Aufrüstung und die politischen Bestrebungen, Teile der Automobilindustrie auf eine sogenannte „Kriegswirtschaft“ umzustellen. Volkswagen, Ford und ZF berichten bereits von Anfragen zur Umrüstung von Produktionslinien auf militärische Fertigung.

Wir stellen klar: Diese Entwicklung machen wir nicht mit.

In einer gemeinsamen Erklärung betonen Beschäftigte aus Kassel, Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Dresden und weiteren Standorten, dass die Versprechen vermeintlich sicherer Arbeitsplätze durch Rüstungsproduktion eine gefährliche Täuschung darstellen. In der Unterschriften Listen betonen wir:

Wer uns damit Arbeitsplätze verspricht, versucht auf üble Weise, die Existenzängste der Belegschaften in der Autoindustrie auszunutzen.“

Die unterschreibenden Kolleginnen und Kollegen warnen vor den gesellschaftlichen und arbeitsrechtlichen Folgen einer Militarisierung der Wirtschaft. Bereits heute sieht das Arbeitssicherstellungsgesetz (ASG) im sogenannten „Kriegsfall“ Zwangsverpflichtungen unter Androhung von Gefängnis vor. Auch Einschränkungen des Streikrechts, Arbeitsverpflichtungen und extreme Arbeitszeitausweitungen wären möglich.

Aufrüstung sichert nicht den Frieden, sondern bereitet Kriege vor“, heißt es in der Erklärung weiter.

Die UnterzeichnerInnen kritisieren zudem die explodierenden Gewinne der Rüstungsindustrie, die geplante Wiederaktivierung der Wehrpflicht und die steigenden Lebenshaltungskosten infolge internationaler Konflikte. Diese Entwicklungen sind gegen die Interessen der Beschäftigten und ihrer Familien. Wir sehen das sehr deutlich zum Beispiel an den aktuellen Benzinpreise.

Unsere Unterschriftenaktion beruft sich ausdrücklich auf die Satzung der IG Metall, die unter § 2 die Ziele „Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“ festschreibt. Die Beschäftigten fordern daher den IG-Metall-Vorstand, die Betriebsräte und alle Mitglieder auf, sich klar gegen eine Umstellung auf Kriegswirtschaft zu positionieren und eine offene Debatte zuzulassen.

Unterstreichen wir unsere Losung ‚Kampf um jeden Arbeitsplatz!‘ und setzen wir uns aktiv für Frieden und Abrüstung ein.

Wir sehen, dass die Produktion von Kriegsgerät die IG-Metall-Mitglieder in „nützliche“ und „nicht nützliche“ Beschäftigte für die Kriegswirtschaft spaltet. Diese Entwicklung gefährdet den Schutz unseres IG-Metall-Haustarifvertrags und führt zu seiner schrittweisen Aufweichung.

Zu den ErstunterzeichnerInnen gehören Kolleginnen und Kollegen aus zahlreichen VW-Werken, darunter Betriebsratsmitglieder, Vertrauensleute und Delegierte der IG Metall.

Wir werden weiter Unterschriften sammeln, solange die Umstellung auf eine Kriegswirtschaft nicht klar abgelehnt wird. Dafür brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte, zu der wir aktiv beitragen wollen.

Die starke Resonanz der letzten Wochen hat uns gezeigt, dass viele Kolleginnen und Kollegen offen für eine politische Diskussion sind und die Erklärung von Oliver Blume in die Kriegswirtschaft einzusteigen ablehnen.“

Kontakt für Rückfragen:

Pressesprecher: Thorsten Donnermeier
thordonner9@gmail.com

Lars Hirsekorn
lars.hirsekorn@gmx.de
Wortlaut:

Zur Petition (mit Unterschriftenliste):


Petition gegen die Rüstung: Nur Unterschriftenliste

Presseerklärung gegen die Rüstung:

Resolution des IG Metall Vertrauenskörpers bei ZF:

Literaturfestival der Arbeiterklasse in Campi Bisenzio

Zum vierten Mal in Folge findet dieses Jahr vom 10.-12. April das „Festival di Letteratura Working Class“ statt. Organisiert wird es vom ex-GKN Fabrikkollektiv und dem Verlag Alegre. Das Literaturfestival hat letztes Jahr 7.000 Besucher angezogen und ist damit vermutlich das größte seiner Art weltweit. Dies könnte eine der letzten Chancen sein das Collettivo in ihrer Fabrik zu besuchen.

Mehr als ein normaler Arbeitskampf

Die GKN Arbeiter kämpfen seit 2021 gegen die Schließung ihrer Fabrik in Campi Bisenzio bei Florenz. Sie starteten dafür eine unbefristete Betriebsversammlung und halten so seitdem das Fabrikgelände legal besetzt. Sie kämpfen für eine Umstellung auf ökologische Produktion. Zusammen mit Wissenschaftlern aus der Klimabewegung haben sie einen von mehreren Banken geprüften Produktionsplan für Solarpaneele und Lastenfahrrädern entwickelt. Damit stehen sie auch dem Zeitgeist entgegen und zeigen, dann es andere Wege als Rüstung gibt. Zur Realisierung ihrer Pläne haben sie eine Produktionsgenossenschaft gegründet. Es gibt auch bereits Investitionszusagen in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Derzeit ist das Fabrikkollektiv auf der Suche nach weiteren Investoren und Unterstützern, die Genossenschaftsanteile zeichnen oder für die Genossenschaft spenden. Ziel ist es insgesamt zusätzlich 2 Millionen Euro einzusammeln. Damit soll das Eigenkapital aufgestockt werden, um die Zusage eines Großinvestors über 2 Millionen Euro abzusichern. Wenn dies gelingt kann die Produktion beginnen.

Einer der wichtigsten Tage der letzten vier Jahre!

Am 8. April 2026 wird ein wichtiges Gerichtsurteil erwartet. Das Gericht hat über die Auszahlung ausstehender Löhne und Abfindungen zu entscheiden. Da die Arbeiter seit der Besetzung im Juli 2021 und teilweise bis März 2025 nicht rechtmäßig gekündigt waren, stehen ihnen Löhne und Abfindungen in Höhe von über 10 Millionen Euro zu. Sie halten die Fabrik auch als Faustpfand für die Auszahlung ihrer Löhne besetzt. Sollte das Gericht nun entscheiden, dass die Löhne ausgezahlt werden müssen, könnte es dazu führen, dass die Fabrik, für die bereits ein Räumungsbefehl existiert, geräumt wird.

Anleitung zum Zeichnen der Genossenschaftsanteile: https://www.youtube.com/watch?v=Pvxc-ey2RLA
Link zur Spendenkampagne, die über den Verein ARCI[1]ARCI wurde 1957 gegründet, ist eine politisch unabhängige Non-Profit-Organisation mit über einer Million Mitgliedern, die sich für Kultur, soziale Belange, Antifaschismus und Solidarität … Continue reading abgewickelt wird:
https://www.produzionidalbasso.com/project/unazione-per-salvare-gff-dare-uno-schiaffo-in-faccia-al-sistema-non-ha-prezzo/

Kontakt zum GKN Solidaritätskomittee in Deutschland:
Email: exGKN-support@proton.me

References

References
1 ARCI wurde 1957 gegründet, ist eine politisch unabhängige Non-Profit-Organisation mit über einer Million Mitgliedern, die sich für Kultur, soziale Belange, Antifaschismus und Solidarität einsetzt. Sie umfasst tausende lokale Kulturzentren in Italien.

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