Gesilenced: Die Rede gegen Krieg, Rassismus & Aufrüstung von Ferat Kocak

„Meine Rede die ich am 3. März 2022 auf der #fridaysforfutureberlin Friedensdemo in Berlin nicht halten durfte, aufgrund meiner Positionierung zur Nato. #standwithukraine Ergänzung: Fridays for Future Berlin hat sich entschuldigt und meine Rede auf Instagram und Twitter verbreitet. Ich supporte weiterhin FFF beim globalen Klimastreik am 25. März im Antifa Block, denn wir haben viele gemeinsame Kämpfe noch vor uns. Ich hab sehr viel Solidarität erhalten. Was mich richtig geflasht hat war die Solidarität von FFF Ukraine.“

Ferat Kocak, antirassistischer Aktivist

Mit freundlicher Genehmigung von Ferat.

Neues Buch zu „Organizing“

Über die Leerstelle von „Anger“ und „Action“

„Schon der Titel lässt es erahnen: Der Frankfurter Gewerkschafts-Organizer, Theoretiker und Autor Slave Cubela lässt in seinem Buch »Anger, Hope – Action? Organizing und soziale Kämpfe im Zeitalter des Zorns« viel Platz für Emotionen und auch (Selbst-)Zweifel. Be­merkenswert, wenn man bedenkt, dass die hiesige Organizer-Szene sich in der vergan­genen Dekade eher für Antworten denn für noch mehr Fragen zu gewerkschaftlichen Heraus­forderungen interessierte.

Einleitend fragt sich Cubela anhand verschiedener zeithistorischer Momente, beispiels­weise von kollektiven Ausgrenzungserfahrungen in den französischen Vorstädten schon vor 30 Jahren, warum solche Erfahrungen zwar immer wieder zu Riots, aber nicht zu konsequenten größeren gesellschaftlichen Konfrontationen geführt haben. Mit anderen Worten also, warum Anger nicht konsequenterweise zu Action führt (daher das kritisch aufdringliche Fragezeichen im Titel), während die reine Organizing-Schule aber genau mit diesem politischen Dreisatz zur Mobilisierung der betrieblichen Massen rät: Also Anger ausmachen, Hope vermitteln und Action umsetzen. Cubela, selbst erfahrener und immens talentierter Organizer, verweist an diesem Punkt auf eine »wiederkehrende Leerstelle«, die er beobachtet. Zu dieser »Leerstelle« zwischen Anger und Action findet er in der gesamten, mittlerweile selbst im deutschsprachigen Raum recht vielfältigen Publikationswelt keine passende Antwort. …
Gleichwohl ist Slave Cubela nicht ohne jede Hoffnung. Deutlich wird dies, wenn er für eine »klassenbasierte linke Gegen-Öffentlichkeit« wirbt, um einen adäquaten Umgang mit dem international grassierenden Populismus zu finden. Diesen sieht er in einer Medien- und somit auch Gesellschaftsanalyse und -kritik, die sich nicht permanent um die eigene, oftmals bürgerliche Selbstpositionierung dreht und damit Minderheiten ausgrenzt, sondern deren Perspektiven aufnimmt. Eine andere Welt ist also möglich.“

(aus einer Rezension von Jonas Berhe im „express“- Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit)

Erschienen im Verlag DIE BUCHMACHEREI, 236 Seiten, 14,00 €
https://diebuchmacherei.de/produkt/anger-hope-action/

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