Gewerkschaftliche Solidarität – Humanitäre Hilfe für ukrainische Gewerkschaften

Aufruf zur Unterstützung

Bild: Brennendes Gewerkschaftshaus in Kiew 2014 (Wikipdia)

Der russische Angriffskrieg hat zu enormem Leid in der ukrainischen Gesellschaft geführt. Familien mit ausreichenden Finanzmitteln flüchten nach Polen oder in westeuropäische Länder. Die arbeitende Bevölkerung mit geringen Ressourcen ist jedoch darauf angewiesen, entweder vor Ort auszukommen oder in eine westlich gelegene ukrainische Stadt zu flüchten. Die Gewerkschaften spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung notwendiger Dienstleistungen wie in Krankenhäusern oder im öffentlichen Verkehr. Gewerkschaftsmitglieder riskieren dabei zum Teil ihr Leben, in dem sie in östlichen Provinzen weiter in Krankenhäusern die Versorgung oder z.B. als Eisenbahner:innen die Verbindungen zur Bevölkerung im Osten aufrechterhalten.

Wir stehen im engen Kontakt zu der Gewerkschaft der Eisenbahner:innen und der Gewerkschaft des Krankenhauspersonals; beide gehören der Konföderation Freier Gewerkschaften der Ukraine KWPU an. Beide Gewerkschaften kämpfen nicht nur gegen die Folgen des Krieges, sondern auch gegen den Abbau von Arbeitsrechten durch die eigene Regierung.

Diese beiden Gewerkschaften benötigen humanitäre Hilfe und unsere Solidarität. Dabei geht es um die Unterstützung der Familien der Mitglieder der Eisenbahnergewerkschaft, die aus russisch besetztem Gebiet fliehen mussten; nun müssen sie in Städten wie Kiew, Chmelnyzkyj oder Werchiwzewe ihre Existenz sichern. Und es geht um die Sicherstellung der Arbeit des Gesundheitspersonals in der Stadt Krywyj Rih, die aufgrund ihrer Lage im Osten der Ukraine mehrfach Ziel russischer Angriffe wurde; sie wollen die Verletzten in der Zivilbevölkerung versorgen, dafür fehlen ihnen aber die notwendigen medizinischen Materialien und Medikamente.

Wir rufen zur Unterstützung dieser beiden Gewerkschaften mit Spenden auf. Die Spenden

sollen für humanitäre Hilfe an unsere gewerkschaftlichen Kooperationspartner:innen in der Ukraine gehen ‒ einerseits in Form von Geldspenden zur Unterstützung der Familien der Gewerkschaftsmitglieder, andererseits in Form von Lieferungen hier gekaufter Medikamente für die Gesundheitsversorgung in Krywyj Rih. Wir stehen mit aktiven Gewerkschafter:innen aus Kiew und Krywyj Rih in Verbindung, werden von ihnen Berichte und Verwendungsnachweise erhalten und möchten mittelfristig wechselseitige Besuche organisieren.

Erstunterzeichner:innen

Daniel Behruzi, Darmstadt, ver.di
Torsten Bewernitz, Mannheim, ver.di
Violetta Bock, Kassel, ver.di
Rolf Euler, Recklinghausen, IG BCE
Christian Haasen, Hamburg, ver.di
Anton Kobel, Mannheim/Heidelberg, ver.di
Uwe Krug, Berlin, GDL
Stephan Krull, Hamburg, IGM
Labournet Germany
Klaus Murawski, Berlin, IGM
Claudia Nest, Hamburg, ver.di
Kirsten Rautenstrauch, Hamburg, ver.di
Helmut Schmitt, Heppenheim, IGBCE
Christoph Wälz, Berlin, GEW
Wolfgang Zimmermann, Düsseldorf, ver.di

Spenden an:

Internationale Solidarität e.V. Stichwort „Ukraine Solidarität“
IBAN: DE94 4306 0967 6049 1075 00

Weitere Unterstützer:innen (Name, Ort, Gewerkschaft) bitte an Christian Haasen melden.
Email: ukraine-solidaritaet@intersoz.org

Bitte verbreitet diesen Aufruf unter euren Kolleginnen und Kollegen. Fürs Erste streben wir an, 100 Unterschriften und 5000 Euro zusammenzubekommen.

V.i.S.d.P.: Angela Klein, c/o SoZ, Regentenstr. 57‒59, 51063 Köln

Archiv Arbeitskreis Internationalismus (AKI)

Geschichte des AK

Unser AK exisitiert seit 1994 als offizielle themenbezogene Arbeitsgruppe der IG Metall VerwSt in Berlin. Sie besteht aus Mitgliedern der IG Metall, die entweder in organisierten Betrieben der Metall- und Elektrobranche arbeiten oder früher gearbeitet haben. Der AK ist aus der Arbeit der IG Metall-Jugend hervorgegangen. Bereits Anfang der 80er Jahre haben wir über Brigadenarbeit Beziehungen zu den sandinistischen Gewerkschaften in Nicaragua geknüpft und diese beim Aufbau eines befreiten Landes materiell und personell unterstützt. Wir sind ein „Mehrgenerationenprojekt“, das gegenwärtig Mitglieder von Anfang 30 bis über 70 Jahre umfasst. Einige Kolleg/innen sind auch in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit der IG Metall engagiert. Innerhalb der Verwaltungsstelle und der Organisation überhaupt begreifen wir uns als oppositionelle Strömung, die sich gegen das dominierende wettbewerbsorientierte Standortdenken richtet und eine internationale gewerkschaftliche Kooperation von einer basisgestützen Klassenperspektive aus anstrebt. Anfang Dezember haben wir unser 20jähriges Jubiläum gefeiert. Die folgenden Tafeln über unsere Arbeit wurden dort in einer Ausstellung gezeigt. (2014)

weiterlesen hier:

Erstellt von Jochen Gester 2014

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, 10.01.2023

Kostspielige Hochrüstung, eine auf lange Dauer angelegte Konfrontation mit Russland sowie die Vernachlässigung von Klimawandel, Hunger und anderen globalen Herausforderungen – diese „Zeitenwende“ bieten Politik und Medien fast unisono an als angeblich alternativlose Antwort auf Putin-Russlands völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine.  Was wären die Chancen und notwendigen Schritte für eine militärfreie, ökologische sowie sozial und global gerechte Zeitenwende und für eine europäische Friedensordnung, die es nur mit Russland geben kann? Und wie lassen sich die die universell gültigen Völkerrechts- und Menschenrechtsnormen, die durch diesen Krieg erneut massiv verletzt wurden, retten?

Andreas Zumach ist Journalist und Publizist. Von 1988 bis 2020 war er Schweiz- und UN-Korrespondent für die tageszeitung (taz) mit Sitz am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf

Dienstag, 10. Januar 2023, 19:00 Uhr

Robert-Havemann- Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Veranstalter: attac Berlin

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Wer am Veranstaltungstermin verhindert ist oder sich einfach auf die Diskussion am Abend vorbereiten möchte, kann sich hier einen Vortrag von Andreas Zumach anhören:

Thema des in Essen gehaltenen Vortrags war: „Der Krieg Russlands gegen die Ukraine und daas Völkerrecht“. Dazu hieß es in der Einladung: Krieg verletzt immer humanitäres Völkerrecht, so auch des Russlands gegen die Ukraine. Es bedarf einer nachhaltigen und möglichst spannungsfreien Friedensordnung auf dem eurasischen Kontinent, und die kann es nicht gegeneinander geben. Die Nato-Osterweiterung war nach Kennedys Berater G.F. Kennan ein “schicksalhafter Fehler” der US-amerikanischen Politik. Die Menschheit braucht einvernehmliche Verfahren zur Konfliktlösung. Erforderlich ist eine internationale, Klima freundliche Kooperation, die auf Zukunftsfähigkeit statt auf Konkurrenz aufbaut.

https://essener-friedensforum.de/

Oder hier bei YOU TUBE vom 1.12. 2022 unter dem Thema: „UKRAINE – ENDLOSER KRIEG? – IMPERIALE ZEITENWENDE“
https://www.youtube.com/watch?v=S-No8_uBywk

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