Schulstreik gegen Wehrpflicht – 25. September

Nein zur Wehrpflicht! Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!
Am 25.09 findet der nächste Schulstreik gegen die Wehrpflicht statt.

Auftakt 25.September, 11:30 Uhr Leopoldplatz – Mullerstrasse 147

In Berlin haben sich bereits an vielen Schulen Streikkomitees gebildet und am 25. werden wir erneut gegen die kommenden Musterungen, Bundeswehr an Schulen und weitere Kriegsvorbereitungen, wie die Sozialkürzungen und innere Aufrüstung auf die Straẞe gehen!

Der Widerstand gegen Wehrpflicht und Militarisierung unter der Jugend ist nach wie vor groß. Die Politik versucht das zu vertuschen und sucht Wege, die Jugend einzuhegen.

Das Interesse junger Menschen am neuen Wehrdienst fällt offenbar deutlich geringer aus als es das Verteidigungsministerium bislang dargestellt hat. „Rund zwei Drittel der jungen Menschen, die im zweiten Quartal den Fragebogen ausgefüllt haben, geben beim Interesse am Wehrdienst auf einer Skala von null bis zehn den Wert null an“, sagte Desiree Becker, friedens- und abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion… [1] … Continue reading

Boris Pistorius besuchte seinen US-Kollegen Kriegsmister Pete Hegseth am 15. 9.2026.. Sie vereinbarten eine engere Rüstungskooperation.
US-Kriegsmister Hegseth betonte lobend in dem Gespräch mit Pistorius: Deutschland habe sich bei dem radikalen Umbau des westlichen Bündnisses hin zur „Nato 3.0“ als Musterschüler erwiesen. „Wir sehen Fortschritte, die wohl niemand für möglich gehalten hätte, bevor Donald Trump wieder ins Weiße Haus kam“.

Was der Trump’sche Kriegsminister in höchsten Tönen lobt, ruft bei Eltern und Erzieher:innen eher Ängste hervor. Es wachsen angesichts der Bedrohungen durch den eingeschlagenen deutschen Großmacht- und Kriegskurs ihre Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder. Anja Buschner bringt die Stimmung vieler Mütter in ihrem Gedicht zum Ausdruck

Der Brief

​Der Brief kam pünktlich mit der Post,
ganz schlicht, um nachzufragen,
ob er bereit sei für den Staat,
die Uniform zu tragen.

Zehn Tage achtzehn Jahre alt,
soll er sein junges Leben
verpfänden für die Mächtigen,
die keinen Deut drauf geben.

Es gäbe einen „stolzen Sold
und reichlich Abenteuer“.
Doch stand im Brief kein einz’ges Wort
vom Tod im Schützenfeuer.

Ich sitze hier und glaub es kaum.
Wie können sie es wagen,
dem Kind, das nicht das ihre ist,
solch Frage anzutragen?

Mein Sohn doch sprach mit stolzem Blick
„Mags denen auch missfallen:
ich tauge nicht zum Untertan
und auch nicht zum Vasallen!“  [2] Anja Busch https://anja-buschner.de/
Die Schüler:innen rufen Eltern, Lehrer:innen, aber auch Gewerkschafter:innen auf, sich an ihren Aktionen am 25. September zu beteiligen. Wichtig wäre auch eine gezieltere Einbeziehung von Arbeiterjugendlichen. Wir werden kurzfristig weiter zu geplanten Aktionen und der Endkundgebung hier informieren.

Wir danken Anja Busch für das Publikationsrecht ihres Gedichtes.

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