Freiheit für die im Irak inhaftierten Journalist:innen Marlene Förster und Matej Kavčič!

Das Kampagnen-Portal „Change.org“ hat heute eine Petition gestartet, in der es um die Freilassung von zwei Journalist:innen geht, die im Irak über den Krieg Erdogans recherchiert haben. Hierin heißt es:

„Am 20.04.2022 wurden die deutsche Journalistin Marlene Förster und ihr slowenischer Kollege Matej Kavčič im Nordirak festgenommen. Obwohl sich die beiden sofort als Journalist:innen auswiesen, wurden sie verhaftet und für einige Tage an einem unbekannten Ort festgehalten. Anschließend wurden sie in das Hauptquartier des irakischen Geheimdienstes nach Bagdad gebracht. Erst nach acht Tagen gab es den ersten und bisher einzigen Kontakt über die deutsche Botschaft zu Marlene Förster. Zu Matej Kavčič gibt es weiterhin keinerlei Kontakt.

Seit dem 29.04.2022 fordert die internationale Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) die deutsche Bundesregierung dazu auf, sich unverzüglich für die Freilassung von Marlene Förster und Matej Kavčič einzusetzen. „Die Zustände in irakischen Gefängnissen sind erschreckend, kein Mensch sollte auch nur einen Tag zu Unrecht in ihnen verbringen müssen“, so der RSF-Geschäftsführer Christian Mihr. „

Wir bitten um Verbreitung und Unterzeichnung.

Hier ist der vollständige Text mit Erstunterzeichner:innen:

Der Tag der Befreiung am sowjetischen Ehrenmal

Der 77. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation des deutschen Hitlerfaschismus findet in diesem Jahr in keinem freundlichen Umfeld statt. In Europa herrscht Krieg und eine Hochstimmung für Aufrüstung hat sich breit gemacht. Erstmals seit der Kubakrise 1962 und dem Rüstungswettlauf in den 80er Jahren besteht die Gefahr, dass ein Krieg in einen atomaren Konflikt mit unabsehbaren Folgen übergeht.

Die öffentliche Meinung wird zusehens durch einen „embedded journalisms“ gekapert, der auch nicht davor zurückschreckt, die Geschichte zur Legitimierung der eigenem Kriegsziele umzuinterpretieren und so zu instrumentalisieren. Davon zeugen befremdliche Aussagen sowohl von russischen als auch ukrainischen Politikern. Auch in Deutschland werden wir Zeugen geschichtsrevisionistischer Anordnungen wie die der Berliner Innensenatorin, am sowjetischen Ehrenmal Fahnen der UdSSR zu verbieten. Gegen all diese Erscheinungen der sog. „Zeitenwende“, die jetzt vollzogen werden soll, haben Mitglieder der Basisorganisation Friedrichshain-Kreuzberger der VVN BdA am Ehrenmal in Treptow eine kleine Aktion durchgeführt, die verdeutlichen sollte, dass nur die Überwindung des Nationalismus zugunsten eines völkerumgreifenden gemeinsamem Kampfes den Sieg über Nazideutschland möglich machte und auch heute den Weg weisen kann, den Frieden zu sichern.

Die Aktion wurde durch die Bank gut aufgnommen. Auch gab es vereinzelt Medien, die sich richtig für das das Thema interessierten und nach den Motiven der Akteur:innen fragten.

Zur Vertiefung des Themas hier ein Artikel des von Stefan Bollinger, den uns der Autor dankenswerterweise zur Veröffentlichung freigab:

Im Folgenden einige Bilder von der BO-Aktion und von anderen Gedenkaktivitäten rund um „Mutter Heimat“.

„Kauft grüne Rüstungsaktien“

Presseerklärung anlässlich der Bundestagsabstimmung

Am Tage des Bundestagsbeschlusses für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine fand heute vor der Parteizentrale der Grünen ein Versuch statt, die Partei an ihre ehemaligen Prinzipien von Krisenprävention, Abrüstung, Gewaltfreiheit und aktiver Friedenspolitik zu erinnern.

Heinrich Böll, der sich mit Petra Kelly an Sitzblockaden gegen die NATO-Aufrüstung beteiligt hat, würde wohl auch vorschlagen, die nach ihm benannte Stiftung schleunigst in Paul-von-Hindenburg-Stiftung umzubenennen – sind doch auch in deren Äußerungen sämtliche Dämme gebrochen, die einer aggressiven Einordnung unter den amerikanisch befehligten Stellvertreterkrieg noch entgegenstanden. Um „Freiheit“ geht es schon lange nicht mehr.

Die Vergabe des „Petra-Kelly-Preises für das gewaltfreie Lösen von Konflikten“ sollte der besagten Stiftung gerichtlich untersagt werden.

Freundeskreis Heinrich Böll

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