Der Tag der Befreiung am sowjetischen Ehrenmal

Der 77. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation des deutschen Hitlerfaschismus findet in diesem Jahr in keinem freundlichen Umfeld statt. In Europa herrscht Krieg und eine Hochstimmung für Aufrüstung hat sich breit gemacht. Erstmals seit der Kubakrise 1962 und dem Rüstungswettlauf in den 80er Jahren besteht die Gefahr, dass ein Krieg in einen atomaren Konflikt mit unabsehbaren Folgen übergeht.

Die öffentliche Meinung wird zusehens durch einen „embedded journalisms“ gekapert, der auch nicht davor zurückschreckt, die Geschichte zur Legitimierung der eigenem Kriegsziele umzuinterpretieren und so zu instrumentalisieren. Davon zeugen befremdliche Aussagen sowohl von russischen als auch ukrainischen Politikern. Auch in Deutschland werden wir Zeugen geschichtsrevisionistischer Anordnungen wie die der Berliner Innensenatorin, am sowjetischen Ehrenmal Fahnen der UdSSR zu verbieten. Gegen all diese Erscheinungen der sog. „Zeitenwende“, die jetzt vollzogen werden soll, haben Mitglieder der Basisorganisation Friedrichshain-Kreuzberger der VVN BdA am Ehrenmal in Treptow eine kleine Aktion durchgeführt, die verdeutlichen sollte, dass nur die Überwindung des Nationalismus zugunsten eines völkerumgreifenden gemeinsamem Kampfes den Sieg über Nazideutschland möglich machte und auch heute den Weg weisen kann, den Frieden zu sichern.

Die Aktion wurde durch die Bank gut aufgnommen. Auch gab es vereinzelt Medien, die sich richtig für das das Thema interessierten und nach den Motiven der Akteur:innen fragten.

Zur Vertiefung des Themas hier ein Artikel des von Stefan Bollinger, den uns der Autor dankenswerterweise zur Veröffentlichung freigab:

Im Folgenden einige Bilder von der BO-Aktion und von anderen Gedenkaktivitäten rund um „Mutter Heimat“.

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