„Linke und Nationalismus. Über die Beharrlichkeit einer zerstörerischen Ideologie“

jour fixe initiative berlin

Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass Katastrophen zum Normalzustand geworden sind. Die drohende faschistische Gefahr auf globaler Ebene, die Militarisierung von Politik und Gesellschaft, die ungebremste Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlage, der dramatische Anstieg von sozialer Ausgrenzung, Armut, Rassismus, Antifeminismus und Antisemitismus überall. Angesichts einer wahrlich dunklen Weltlage halten wir es für eine radikale Linke, die gegen diese Entwicklung wieder gemeinsam handlungsfähig werden und die Hoffnung auf eine herrschaftsfreie Zukunft hochhalten will, für notwendig, sich mit dem beharrlichen und tödlichen Nationalismus, auch innerhalb linker Erzählungen, auseinanderzusetzen. Auf der Tagung wollen wir mit euch zusammen diese Arbeit fortsetzen und freuen uns über eure Teilnahme.

Mit den folgenden Themen wollen wir uns dabei vertieft auseinandersetzen:    

1.            Klaus Holz/Peter Ullrich: Palästinensischer und israelischer Nationalismus

2.            Angela Klein: Die Rolle des Nationalismus im Ukrainekrieg

3.            Krunoslav Stojakovic: Nationalismus eine linke Option? Am Beispiel des BSW

4.            Titus Engelschall/Elfriede Müller: Historische und aktuelle Alternativen zum Befreiungsnationalismus

Freitag, 4. April 2025; 10 – 17 Uhr

Samstag, 5. April 2025, 10 – 17 Uhr

Kino der Regenbogenfabrik (Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin)

Überausbeutung migrantischer Arbeiter*innen und Strategien der Gegenwehr

Am 19. Februar 2020 wurden Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov durch einen Faschisten ermordet. Den Nährboden für diese Tat haben die rassistische Hetze in den Medien und der Politik und die menschenverachtende Asylpolitik geschaffen. Anlässlich des antirassistischen Kampftages zum 5. Jahrestag des Attentats in Hanau, wollen wir eine Verbindung setzen zwischen dem offen rassistischen Klima in Deutschland und der gleichzeitigen für viele unsichtbaren Überausbeutung der migrantischen Kolleg*innen unter anderem in der deutschen Fleisch- Transport- und Baubranche.

Der Rassismus spaltet die Arbeiter*innen und wird als Legitimation für unterschiedliche Ausbeutungsbedingungen genutzt. Konzerne wie Amazon oder Tönnies profitieren von der Überausbeutung migrantischer Arbeiter*innen. Niedrige Löhne, überlange Arbeitszeiten, eine hohe Anzahl an Arbeitsunfällen, stark gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und befristete Verträge kennzeichnen die prekären Beschäftigungsverhältnisse in diesen Branchen. 

Die hohe Fluktuation in den Betrieben und die unsicheren Lebensbedingungen der Arbeiter*innen aufgrund von befristetem Aufenthalt führen dazu, dass eine gewerkschaftliche Organisierung oder der Aufbau von Betriebsräten extrem schwierig sind. Dennoch gab es in den letzten Jahren Arbeitskämpfe von Migrant*innen unter anderem in der Fleischindustrie und bei Amazon. Bereits seit 2013 kämpfen die Beschäftigten bei Amazon für einen Tarifvertrag, an mehreren Standorten gibt es Betriebsräte. Beschäftigte beim Fleischkonzern Danish Crown haben im November 2020 kollektiv spontan ihre Arbeit niedergelegt und mit dem „wilden“ Streik erfolgreich ihre Forderungen nach Festanstellung durchgesetzt. 

Wir haben den Arbeitssoziologen Peter Birke eingeladen, um mit ihm über die Arbeitsbedingungen migrantischer Beschäftigter im Versandhandel und in der Fleischindustrie zu sprechen. Außerdem wollen wir über die Möglichkeiten von Arbeitskämpfen von migrantischen Arbeiter*innen in diesen Bereichen sowie solidarischer gemeinsamer Zusammenschlüsse von Arbeiter*innen diskutieren. Peter Birke hat das Buch „Grenzen aus Glas“ geschrieben und forscht zu den Themen Rassismus, Migration und Arbeitskämpfe.

26. Februar 2025 | 18h | Museum des Kapitalismus | Köpenicker Str.172 

Infos unter: https://www.instagram.com/berlin_workers_support/ oder https://museumdeskapitalismus.de/ueberausbeutung-migrantischer-arbeiterinnen-und-strategien-der-gegenwehr

Beitragsbild mit freundl. Genehmigung: Alexander Kübler

Trump gefährdet den Weltfrieden

Auf die Gesamtproblematik in GAZA, hat der Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, Nazih Musharbash eine ausführliche Presseerklärung abgeben:

Mit Trump wurde ein Präsident ins Weiße Haus gewählt, der bereits in seinen ersten Amtshandlungen mit Gebietsansprüchen auf Kanada, den Panamakanal und Grönland seine
Verachtung für internationale Verträge und internationales Recht unter Beweis gestellt hat.
Jetzt hat er zusätzlich amerikanische Gebietsansprüche auf den Gazastreifen erhoben. Gaza soll zu einem internationalen Ferienparadies, einer „Rivièra für die Menschen der Welt“, und damit zum Investitionsobjekt internationaler Immobilienhaie à la Trump werden. Die in Gaza lebenden Palästinenser und eigentlichen Besitzer des Landes sollen gegen ihren Willen in die Nachbarländer Ägypten und Jordanien umgesiedelt werden. Damit wird der legitimer Forderung der Palästinenser auf einen eigenen souveränen Staat der Todesstoß versetzt. Für die Kosten der Umsiedlungsaktion sollen die arabischen Golfländer aufkommen
.

Proteste der betroffenen arabischen Regierungen interessieren ihn nicht. Zur Not will er seinen Plan über direkte militärische Intervention durchsetzen.

Hier geht es zur ausführlichen Pressemitteilung:

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