Archiv Arbeitskreis Internationalismus (AKI)

Geschichte des AK

Unser AK exisitiert seit 1994 als offizielle themenbezogene Arbeitsgruppe der IG Metall VerwSt in Berlin. Sie besteht aus Mitgliedern der IG Metall, die entweder in organisierten Betrieben der Metall- und Elektrobranche arbeiten oder früher gearbeitet haben. Der AK ist aus der Arbeit der IG Metall-Jugend hervorgegangen. Bereits Anfang der 80er Jahre haben wir über Brigadenarbeit Beziehungen zu den sandinistischen Gewerkschaften in Nicaragua geknüpft und diese beim Aufbau eines befreiten Landes materiell und personell unterstützt. Wir sind ein „Mehrgenerationenprojekt“, das gegenwärtig Mitglieder von Anfang 30 bis über 70 Jahre umfasst. Einige Kolleg/innen sind auch in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit der IG Metall engagiert. Innerhalb der Verwaltungsstelle und der Organisation überhaupt begreifen wir uns als oppositionelle Strömung, die sich gegen das dominierende wettbewerbsorientierte Standortdenken richtet und eine internationale gewerkschaftliche Kooperation von einer basisgestützen Klassenperspektive aus anstrebt. Anfang Dezember haben wir unser 20jähriges Jubiläum gefeiert. Die folgenden Tafeln über unsere Arbeit wurden dort in einer Ausstellung gezeigt. (2014)

weiterlesen hier:

Erstellt von Jochen Gester 2014

21/26. Oktober 2022: Stralsund bietet sein Rathaus als Ort für Friedensgespräche an, Königs Wusterhausen fordert alles zu unterlassen, was den Krieg verlängert

21.10.2022, Stralsund, Beschluss der Bürgerschaft; T- Online

Foto: Ingo Müller

„Die Stralsunder Bürgerschaft bietet das Rathaus der Hansestadt für Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland an. Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) wurde am Donnerstagabend mit großer Mehrheit von der Bürgerschaft beauftragt, die Bundesregierung über das Angebot zu informieren, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Die Stadt wolle helfen, dass die Kriegsparteien endlich an den Verhandlungstisch kommen. Es gebe nichts Wichtigeres als Frieden auf der Erde.“

Weitere Infos:

26.10.2022, Königs Wusterhausen, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung

„Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Königs Wusterhausen haben mit Beschluss vom 20.10.2022 die Bürgermeisterin beauftragt, einen offenen Brief an die Bundesregierung zu versenden.

In dem Brief wird die Bundesregierung mit Blick auf die umfassenden globalen Auswirkungen aufgefordert, alles zu unterlassen, was den Krieg in der Ukraine verlängert und die Eskalationsspirale zu durchbrechen.“

Weitere Infos:

Reaktionen auf die beiden Briefe:

Unser Kommentar zur Reaktion der Legal Tribune Online:

Man kann nur hoffen, dass diese Beschlüsse Nachahmungen in zahlreichen anderen Städten finden.

Im Kampf gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen vor über 30 Jahren gab es viele Städte, die sich symbolisch für atomwaffenfrei erklärten; auch Stadbezirek erklärten sich für atomwaffenfrei, zum Beispiel Berlin-Kreuzberg. Das wurde schon damals von einigen kommunalen Aufsichtsbehörden für rechtswidrig erklärt. Geschadet haben solche Rechtswidrigkeitserklärungen keiner einzigen Kommune. Im Gegenteil: Sie haben der Friedensbewegung den Rücken gestärkt und waren deswegen nützlich.

Um ein Signal für den Frieden zu setzen, ist es also richtig und notwendig, sich über das Recht, wie es die Kommunalaufsicht des Innenministeriums versteht, hinwegzusetzen. Die Bürgerschaft Stralsund berief sich in ihrem Beschluss auf eine Tradition der Streitschlichtung. So verwies sie auf den Stralsunder Frieden von 1370 und einen Besuch des damaligen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme 1984. Damals sei es um die Schaffung eines atomwaffenfreien Sperrgürtels in Mitteleuropa gegangen. Im Jahr 1370 wurde in Stralsund ein Ausgleich zwischen dem dänischen König Waldemar IV. und den Städten der Hanse gefunden.

Dieser Beitrag wurde zuerst auf www.widerstaendig.de veröffentlicht.

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, 10.01.2023

Kostspielige Hochrüstung, eine auf lange Dauer angelegte Konfrontation mit Russland sowie die Vernachlässigung von Klimawandel, Hunger und anderen globalen Herausforderungen – diese „Zeitenwende“ bieten Politik und Medien fast unisono an als angeblich alternativlose Antwort auf Putin-Russlands völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine.  Was wären die Chancen und notwendigen Schritte für eine militärfreie, ökologische sowie sozial und global gerechte Zeitenwende und für eine europäische Friedensordnung, die es nur mit Russland geben kann? Und wie lassen sich die die universell gültigen Völkerrechts- und Menschenrechtsnormen, die durch diesen Krieg erneut massiv verletzt wurden, retten?

Andreas Zumach ist Journalist und Publizist. Von 1988 bis 2020 war er Schweiz- und UN-Korrespondent für die tageszeitung (taz) mit Sitz am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf

Dienstag, 10. Januar 2023, 19:00 Uhr

Robert-Havemann- Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Veranstalter: attac Berlin

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Wer am Veranstaltungstermin verhindert ist oder sich einfach auf die Diskussion am Abend vorbereiten möchte, kann sich hier einen Vortrag von Andreas Zumach anhören:

Thema des in Essen gehaltenen Vortrags war: „Der Krieg Russlands gegen die Ukraine und daas Völkerrecht“. Dazu hieß es in der Einladung: Krieg verletzt immer humanitäres Völkerrecht, so auch des Russlands gegen die Ukraine. Es bedarf einer nachhaltigen und möglichst spannungsfreien Friedensordnung auf dem eurasischen Kontinent, und die kann es nicht gegeneinander geben. Die Nato-Osterweiterung war nach Kennedys Berater G.F. Kennan ein “schicksalhafter Fehler” der US-amerikanischen Politik. Die Menschheit braucht einvernehmliche Verfahren zur Konfliktlösung. Erforderlich ist eine internationale, Klima freundliche Kooperation, die auf Zukunftsfähigkeit statt auf Konkurrenz aufbaut.

https://essener-friedensforum.de/

Oder hier bei YOU TUBE vom 1.12. 2022 unter dem Thema: „UKRAINE – ENDLOSER KRIEG? – IMPERIALE ZEITENWENDE“
https://www.youtube.com/watch?v=S-No8_uBywk

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