„Bitten der Kinder“

Die Häuser sollen nicht brennen.
Bomber sollt man nicht kennen.
Die Nacht soll für den Schlaf sein.
Leben soll keine Straf sein.
Die Mütter sollen nicht weinen.
Keiner sollt töten einen.
Alle sollen was bauen.
Da kann man allen trauen.
Die Jungen sollen`s erreichen.
Die Alten desgleichen.

Quelle: Unsere Fibel. Autorenkollektiv. - Berlin: Verlag Volk und Wissen. 1974.
eingescannt: Ingo Müller, Unsere Fibel 1974,

Diese kleinen Verse von Bertholt Brecht sind mir durch Zufall in die Hände gekommen, als ich bei einen Freund das Buch „Unsere Fibel“ als alten DDR-Zeiten und ich ein wenig darin blätterte. Was ist aus diesen Bitten geworden?

Haben sie diese verwirklicht? In ganzen ja und nein! Ich möchte nicht wissen, wieviele Kinder in den über 70 Jahren, nach erscheinen der Verse, durch Bombenhagel, Raketenbeschuss, Krieg und kriegsähnliche Zustände, Amokläufe, Attentate, Bombenanschläge, Entführungen und Familienstreitigkeiten durch Waffengewalt getötet/ermordet worden sind.

Ich zähle absichtlich keine Ereignisse auf, jeder von uns kann sich selbst ein Bild, wo überall auf der Welt Kinder durch Waffengebrauch getötet werden. Zum Waffengebrauch zählen für m ich auch Bomben und Raketen.

Jeder, der durch Waffen Profit macht bzw. an der Herstellung von Waffen beteiligt ist, sollte sich diese Bitte der Kinder an der Stirn kleben!

„Mein Papa hat mir dieses Gedicht gezeigt. Ich finde es sehr schön und habe mir deshalb eine Melodie dafür ausgedacht. Ich möchte mit dem Lied eine Botschaft senden, nämlich dass kein Kind auf dieser Welt Krieg will.“ Hans Tröger

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