Ein Gespräch über Erfahrungen und Strategien antifaschistischer Organisationen
Fédération Internationale des Résistants – Association antifasciste | International Federation of Resistance Fighters
– Association of Anti-fascist | Internationale Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschisten
Freitag | 30. Januar 2026 | 19.00 Uhr | Aquarium (Südblock)
Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin- Kreuzberg
Bild: Yenihayat
Wenn deutsche Medien über Europa berichten, geht es meist um die Frage, ob und wie weit einzelne Regierungen
dem politischen Kurs der EU-Kommission in Bezug auf den Krieg in der Ukraine, die Haltung gegenüber den USA
oder die innereuropäischen Machtverhältnisse folgen.
Antifaschistinnen und Antifaschisten aber müssen die Entwicklung jener Länder in den Blick nehmen, in denen
extreme Rechte bereits die Regierungsmacht erobert haben, wie Viktor Orbán in Ungarn und Giorgia Meloni in
Italien. Zudem gibt es nach den letzten Wahlen im europäischen Parlament drei Fraktionen der extremen Rechten,
die faktisch dessen drittstärkste Kraft bilden. Auch konnten Parteien aus diesem Spektrum in den letzten Monaten
bei nationalen Parlamentswahlen ihren Einfluss ausbauen, unabhängig davon, ob sie anschließend an der
Regierung beteiligt wurden oder nicht.
Welche innenpolitischen Veränderungen haben extreme Rechte im parlamentarischen System ihrer Länder auf
den Weg gebracht und was bedeutet das für die Demokratie, auch in Europa?
Diese Fragen stehen seit langem im Mittelpunkt des Austausches der Mitgliedsorganisationen der FIR, in den
auch Erfahrungen aus jenen Ländern einfließen, in denen antifaschistische und demokratische Kräfte solche
Entwicklungen verhindern konnten.
Die Veränderungen in Europa und der Welt spiegeln sich auch in unserem Land wider, trotz vielfältigen
Widerstands schreitet die Rechtsentwicklung voran. Die Vernetzung aller, die sich der Bedrohung widersetzen,
muss verstärkt werden.
Die Berliner VVN-BdA lädt am 30. Januar, einem verhängnisvollen Datum deutscher Geschichte, zu einem
Gespräch über internationale Erfahrungen und Ansätze für Gegenstrategien ein. Als Gesprächspartner:innen
stehen an diesem Abend Regina Girod, Vizepräsidentin der FIR, und Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR,
zur Verfügung.
Quelle: Newsletter der Berliner VVN-BdA