Streik und Menschenwürde

Gerhard Kupfer (Hrsg.)
Streik und Menschenwürde
Der Kampf Bremer Mercedes-Arbeiter gegen Werkverträge und Leiharbeit
96 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2017 | EUR 9.80
ISBN 978-3-89965-737-1

Kurztext:

Kritische Dokumentation der Streiks Bremer Mercedes-Arbeiter gegen Fremdvergaben und Leiharbeit.

Inhalt:

Mit zahlreichen Aktionen inner- und außerhalb des Betriebs haben sie darauf aufmerksam gemacht, dass Schulterzucken gegen diesen skandalösen Trend genau so wenig hilft wie »Regulierungsversuche« oder gar Leiharbeitstarifverträge. Die Spaltung der Belegschaften, die Rechtlosigkeit immer größerer Teile von ihnen zerstört die Kampfkraft, die Solidarität und nicht zuletzt die Gewerkschaften selbst.
Über 30 Kollegen zogen vor Gericht gegen ihre Abmahnung wegen der Teilnahme an Streikaktionen und gegen eine jahrzehntealte deutsche Rechtsprechung zum Streikrecht, die unvereinbar mit dem Grundgesetz und europäischem Recht ist.
In Interviews, Berichten, Analysen und Dokumenten wird zudem deutlich, wie sich in Bremen eine Belegschaft mit einer kämpferischen Tradition herausbildete, angefangen beim spontanen Streik 1996 um den Erhalt der Lohnfortzahlung, über den Kampf gegen die andauernden »Sparpakete«, bis hin zum Widerstand gegen den Abbau des Streikrechts und die Bemühungen des Mercedes-Vorstands, die Daimlerbelegschaften weltweit gegeneinander auszuspielen.

Der Herausgeber:
Gerhard Kupfer war Mitglied des Betriebsrates und Vertrauensleutekörpers bei Daimler in Bremen.

Zu bestellen über den: VSA Verlag

Wir sind stolz auf unsere Kraft

Anton Kobel (Hrsg.)
»Wir sind stolz auf unsere Kraft«
Der lange und phantasievolle Kampf um die Tarifverträge 2013 im Einzelhandel
112 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2014 | EUR 10.00
ISBN 978-3-89965-633-6

Kurztext:

Ermutigende Widerstandserfahrungen gegen einen Generalangriff von Vermögensmilliardären.

Inhalt:

Im Januar 2013 hatten die Arbeitgeber im Einzelhandel die Tarifverträge gekündigt – erst im Februar 2014 konnten die letzten neuen Verträge abgeschlossen werden. Hinter der Formel von der »Modernisierung der Tarifverträge« standen rabiate Lohnsenkungen für Tätigkeiten an der Kasse, Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Einschränkung von Mitbestimmungsrechten, Streichung von Nachtarbeitszuschlägen usw. – in einer Branche, in der die Spaltung der Gesellschaft besonders krass zum Vorschein kommt: Während das Tarifgehalt einer Vollzeit arbeitenden Verkäuferin über 2.315 Euro brutto nicht hinausgeht, stehen »Einzelhändler« auf den ersten vier Rängen der deutschen Vermögensskala: Familie Albrecht, Familie Brenninkmeijer, Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland), Familie Otto.
In diesem Buch stehen die Erfahrungen, phantasievollen Aktionen, innovativen Kampfformen und die neuen Eindrücke praktischer Solidarität im Vordergrund, die es möglich gemacht haben, das Arbeitgeberdiktat zu brechen. Eine spannende Erfahrungs- und Streikgeschichte.

Der Autor:
Anton Kobel, Mannheim/Heidelberg, ist seit 1971 gewerkschaftlich aktiv für Gewerkschaften als soziale Bewegung (»social movement unionism«), von 1979-2004 hauptamtlich für HBV und ver.di im Handel, seit 2004 in der Bildungsarbeit und als Berater.

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Wir sind keine Schnäppchen

Karl Kamp / Klaus Schroeder / Benedikt Hopmann
»Wir sind keine Schnäppchen«
Auch Beschäftigte in sozialen Diensten brauchen Tarifverträge
96 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2013 | EUR 9.00
ISBN 978-3-89965-566-7

Kurztext:

Der Kampf von »Lebenshilfe«-Beschäftigten in Berlin um ein besseres Gehalt, gewerkschaftliche Interessenvertretung und einen Tarifvertrag ging auch um ihre Anerkennung. Es ging damit um die Wertschätzung von sozialen Berufen.

Inhalt:

Das Berliner Unternehmen »Lebenshilfe gGmbH« war nicht tarifgebunden, aber die Kolleginnen und Kollegen hatten einen Betriebsrat gewählt. Kann ein Betriebsrat Gehaltssenkungen verhindern? Der Betriebsrat führte diesen Streit bis zum Bundesarbeitsgericht. Dann wehrten sich die Kolleginnen und Kollegen mit Unterstützung der Gewerkschaft. Über fünf lange Jahre. Mit öffentlichen Protesten. An einem Tag streikten sogar Kolleginnen und Kollegen in einer Wohnstätte. Das hatte es in 50 Jahren »Lebenshilfe« Berlin noch nicht gegeben!
Am Ende steht der Abschluss eines Tarifvertrages. Der Kampf um dessen Durchsetzung wird in diesem Buch beschrieben – als Ermunterung an alle, die in einer vergleichbaren Situation sind. Es darf nicht sein, dass diejenigen, die behinderte Menschen betreuen, besonders schlecht bezahlt und ihnen ihre Grundrechte verwehrt werden, weil Unternehmen glauben, dass sie aufgrund ihres »Dienstauftrags« keine Tarifverträge mit Gewerkschaften abschließen müssen.

Die Autoren:
Karl Kamp war langjähriger Betriebsratsvorsitzender der Lebenshilfe gGmbH in Berlin; Klaus Schroeder ist Vorsitzender des Hauptpersonalrats für die Behörden, Gerichte und nichtrechtsfähigen Anstalten des Landes Berlin; Benedikt Hopmann ist Rechtsanwalt in Berlin.

Zu bestellen über den: VSA Verlag

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