Wir sind stolz auf unsere Kraft

Anton Kobel (Hrsg.)
»Wir sind stolz auf unsere Kraft«
Der lange und phantasievolle Kampf um die Tarifverträge 2013 im Einzelhandel
112 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2014 | EUR 10.00
ISBN 978-3-89965-633-6

Kurztext:

Ermutigende Widerstandserfahrungen gegen einen Generalangriff von Vermögensmilliardären.

Inhalt:

Im Januar 2013 hatten die Arbeitgeber im Einzelhandel die Tarifverträge gekündigt – erst im Februar 2014 konnten die letzten neuen Verträge abgeschlossen werden. Hinter der Formel von der »Modernisierung der Tarifverträge« standen rabiate Lohnsenkungen für Tätigkeiten an der Kasse, Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Einschränkung von Mitbestimmungsrechten, Streichung von Nachtarbeitszuschlägen usw. – in einer Branche, in der die Spaltung der Gesellschaft besonders krass zum Vorschein kommt: Während das Tarifgehalt einer Vollzeit arbeitenden Verkäuferin über 2.315 Euro brutto nicht hinausgeht, stehen »Einzelhändler« auf den ersten vier Rängen der deutschen Vermögensskala: Familie Albrecht, Familie Brenninkmeijer, Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland), Familie Otto.
In diesem Buch stehen die Erfahrungen, phantasievollen Aktionen, innovativen Kampfformen und die neuen Eindrücke praktischer Solidarität im Vordergrund, die es möglich gemacht haben, das Arbeitgeberdiktat zu brechen. Eine spannende Erfahrungs- und Streikgeschichte.

Der Autor:
Anton Kobel, Mannheim/Heidelberg, ist seit 1971 gewerkschaftlich aktiv für Gewerkschaften als soziale Bewegung (»social movement unionism«), von 1979-2004 hauptamtlich für HBV und ver.di im Handel, seit 2004 in der Bildungsarbeit und als Berater.

Zu bestellen über den: VSA Verlag

Wir sind keine Schnäppchen

Karl Kamp / Klaus Schroeder / Benedikt Hopmann
»Wir sind keine Schnäppchen«
Auch Beschäftigte in sozialen Diensten brauchen Tarifverträge
96 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2013 | EUR 9.00
ISBN 978-3-89965-566-7

Kurztext:

Der Kampf von »Lebenshilfe«-Beschäftigten in Berlin um ein besseres Gehalt, gewerkschaftliche Interessenvertretung und einen Tarifvertrag ging auch um ihre Anerkennung. Es ging damit um die Wertschätzung von sozialen Berufen.

Inhalt:

Das Berliner Unternehmen »Lebenshilfe gGmbH« war nicht tarifgebunden, aber die Kolleginnen und Kollegen hatten einen Betriebsrat gewählt. Kann ein Betriebsrat Gehaltssenkungen verhindern? Der Betriebsrat führte diesen Streit bis zum Bundesarbeitsgericht. Dann wehrten sich die Kolleginnen und Kollegen mit Unterstützung der Gewerkschaft. Über fünf lange Jahre. Mit öffentlichen Protesten. An einem Tag streikten sogar Kolleginnen und Kollegen in einer Wohnstätte. Das hatte es in 50 Jahren »Lebenshilfe« Berlin noch nicht gegeben!
Am Ende steht der Abschluss eines Tarifvertrages. Der Kampf um dessen Durchsetzung wird in diesem Buch beschrieben – als Ermunterung an alle, die in einer vergleichbaren Situation sind. Es darf nicht sein, dass diejenigen, die behinderte Menschen betreuen, besonders schlecht bezahlt und ihnen ihre Grundrechte verwehrt werden, weil Unternehmen glauben, dass sie aufgrund ihres »Dienstauftrags« keine Tarifverträge mit Gewerkschaften abschließen müssen.

Die Autoren:
Karl Kamp war langjähriger Betriebsratsvorsitzender der Lebenshilfe gGmbH in Berlin; Klaus Schroeder ist Vorsitzender des Hauptpersonalrats für die Behörden, Gerichte und nichtrechtsfähigen Anstalten des Landes Berlin; Benedikt Hopmann ist Rechtsanwalt in Berlin.

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Altenpflegerin schlägt Alarm

Brigitte Heinisch / Benedikt Hopmann
Altenpflegerin schlägt Alarm
Über das Recht, Missstände anzuzeigen
48 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2012 | EUR 6.00
ISBN 978-3-89965-515-5 1
Titel nicht lieferbar!

Kurztext:

Altenpflegerin ./. Bundesrepublik Deutschland. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entschied im Juni 2011 zugunsten der Klägerin. Ihr durfte nicht gekündigt werden.

Inhalt:

Brigitte Heinisch arbeitete seit 2002 als Altenpflegerin in einem Pflegeheim der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH und erlebte am eigenen Leib die Überlastung der Pflegekräfte. Gemeinsam mit sieben weiteren Kolleg:innen schlug sie Alarm und erstattete gegenüber der Pflegedienstleistung eine Überlastungsanzeige. Damit brachte sie einen Stein ins Rollen: dreimalige Kündigung seitens Vivantes, verbunden mit dem Versuch, ihre Kollegen gegen sie auszuspielen, Klage gegen die Kündigung und nahezu unglaubliche juristische Auseinandersetzungen über alle Instanzen vom Arbeitsgericht Berlin über das Bundesverfassungsgericht bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Fazit: Im Wachstumsmarkt Pflege geht es nicht um den menschenwürdigen Umgang mit alten Menschen oder gute Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte. Da geht es oft nur um Profit. Dagegen war Brigitte Heinisch mit Erfolg widerständig. Das sollte auch anderen Mut machen.

Die Autor:innen:
Brigitte Heinisch ist Altenpflegerin. Benedikt Hopmann ist Rechtsanwalt in Berlin.

Zu bestellen über den: VSA Verlag

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