Altenpflegerin schlägt Alarm

Brigitte Heinisch / Benedikt Hopmann
Altenpflegerin schlägt Alarm
Über das Recht, Missstände anzuzeigen
48 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2012 | EUR 6.00
ISBN 978-3-89965-515-5 1
Titel nicht lieferbar!

Kurztext:

Altenpflegerin ./. Bundesrepublik Deutschland. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entschied im Juni 2011 zugunsten der Klägerin. Ihr durfte nicht gekündigt werden.

Inhalt:

Brigitte Heinisch arbeitete seit 2002 als Altenpflegerin in einem Pflegeheim der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH und erlebte am eigenen Leib die Überlastung der Pflegekräfte. Gemeinsam mit sieben weiteren Kolleg:innen schlug sie Alarm und erstattete gegenüber der Pflegedienstleistung eine Überlastungsanzeige. Damit brachte sie einen Stein ins Rollen: dreimalige Kündigung seitens Vivantes, verbunden mit dem Versuch, ihre Kollegen gegen sie auszuspielen, Klage gegen die Kündigung und nahezu unglaubliche juristische Auseinandersetzungen über alle Instanzen vom Arbeitsgericht Berlin über das Bundesverfassungsgericht bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Fazit: Im Wachstumsmarkt Pflege geht es nicht um den menschenwürdigen Umgang mit alten Menschen oder gute Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte. Da geht es oft nur um Profit. Dagegen war Brigitte Heinisch mit Erfolg widerständig. Das sollte auch anderen Mut machen.

Die Autor:innen:
Brigitte Heinisch ist Altenpflegerin. Benedikt Hopmann ist Rechtsanwalt in Berlin.

Zu bestellen über den: VSA Verlag

»Emmely« und die Folgen

Barbara Emme / Benedikt Hopmann / Reinhold Niemerg
»Emmely« und die Folgen
Über kleine »Siege« dank großer Solidarität
96 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2012 | EUR 9.00
ISBN 978-3-89965-516-2

Kurztext:

Juristische »Erfolge« und vielfältige Solidaritätsarbeit im Arbeitsrechtsstreit gegen Unternehmen und Konzerne sind möglich!

Inhalt:

Der »Fall Emmely« machte bundesweit Schlagzeilen: Barbara Emme – genannt »Emmely« – wurde wegen der Einlösung von zwei Flaschenpfandbons im Wert von 130 Cent und damit der »rechtswidrigen« Schädigung des Vermögens der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann GmbH fristlos gekündigt. Gemeinsam mit dem Komitee »Solidarität mit Emmely«, unterstützt von ihren Anwälten und den Gewerkschaften, konnte sie vor Gericht die Rücknahme der Kündigung erstreiten.
Der juristische Erfolg zeigt: Das Arbeitsrecht als in weiten Teilen erkämpftes Recht der Arbeiter und Angestellten kann als »Klassenjustiz« im umgekehrten Sinne, also gegen die Unternehmen gerichtetes Recht wirksam sein. Der Fall »Emmely« lehrt zweierlei: wie Unternehmen ihr Eigentums- und Vermögensrecht bis zum Äußersten verteidigen, aber auch: Rechtspositionen des Kapitals sind nicht unumstößlich und öffentliche Empörung kann Rechtsprechung im Sinne der Arbeitnehmer.Innen verändern.

Die Autor.Innen:
Barbara Emme arbeitet seit 1977 im Einzelhandel, zuletzt als Kassiererin. Benedikt Hopmann und Reinhold Niemerg sind Rechtsanwälte in Berlin.

Zu bestellen über den: VSA Verlag

Ohne uns läuft hier nix!

Celia Bouali/Julia Bringmann/Laura Haßler/Christian Keil/Matthias Neis/Pablo Nuñez von Voigt (Hrsg.)

»Ohne uns läuft hier nix!«

Der Arbeitskampf der studentischen Beschäftigten in Berlin

96 Seiten | WIDERSTÄNDIG | 2019 | EUR 9.00
ISBN 978-3-96488-015-4

Kurztext: 

Studentische Beschäftigte an Hochschulen: prekär, unterbezahlt, unersetzlich … und streikbereit. Drei Jahre kämpften sie in Berlin um einen neuen Tarifvertrag: zur Nachahmung empfohlen!

Inhalt:

Mehr als 40 Tage haben die studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen im ersten Halbjahr 2018 für einen neuen Tarifvertrag gestreikt: mit Erfolg. Nach 17 Jahren ohne Lohnsteigerungen konnten sie einen neuen und besseren »TVStud« durchsetzen, den bundesweit einzigen Tarifvertrag für diese Gruppe.

In allen anderen Bundesländern legen die Arbeitgeber*innen einseitig Löhne und Beschäftigungsbedingungen fest. Das ist wenig erstaunlich, denn kaum eine Gruppe hat so schlechte Voraussetzungen für die kollektive Durchsetzung ihrer Interessen: 100% Befristung, 100% Teilzeit, meist weniger als zehn Stunden pro Woche und kaum jemand bleibt länger als ein paar Jahre.

Zugleich sind studentische Beschäftigte schon lange unverzichtbar. Ohne sie würde der Betrieb in vielen Bereichen zusammenbrechen. Billige, hochflexible Beschäftigte, die kaum in der Lage sind, große Forderungen zu stellen: eine attraktive Mischung für Arbeitgeber*innen.

Das Buch der am Berliner Beispiel Beteiligten zeigt aber, dass studentische Beschäftigte trotz all dem erfolgreich gemeinsam kämpfen können. Weit über 1.000 von ihnen haben erkannt, dass es sich lohnt, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Sie sind Mitglied in ver.di oder der GEW geworden.

Hunderte von Aktiven haben den Streik in einer Vielzahl von kreativen Aktionen in den Hochschulen und der Stadt unübersehbar gemacht. Dieses Buch zieht die Bilanz einer ungewöhnlichen Tarifkampagne, zeigt Erfolge wie Probleme und will zur Nachahmung anregen, denn »Kämpfen lohnt sich!«


Die Herausgeber*innen:

Celia Bouali, Julia Bringmann, Laura Haßler, Christian
Keil
 und Pablo Nuñez von Voigt waren bei den Streiks aktiv, Matthias Neis war bei ver.di für die Kampagne zuständiger Gewerkschaftssekretär und leitet heute beim ver.di-Bundes­vorstand die Bundesarbeitsgruppen Hochschulen, Forschung, ABD und Studierende im Fachbereich Bildung, Wissen­schaft und Forschung.

Zu bestellen über den: VSA Verlag

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