IG Metall Berlin lehnt Zerschlagung der S-Bahn ab!

Die Intiativen des AK internationalismus IGM Berlin sind auf fruchtbaren Boden gefallen !

Jetzt geht auch die gesamte IGM Berlin offiziell gegen den Ausverkauf des öffentlichen Nahverkehrs und die Zerschlagung der Berliner S-Bahn in Stellung. Es muss jetzt noch mehr zum branchenübergreifenden Schulterschluss zwischen den Gewerkschaften kommen . Schon jetzt wird es einsamer um die grüne Verkerhrssenatorin. Hier der Artikel mit der Stellungnahme der IGM Berlin:

https://www.igmetall-berlin.de/aktuelles/meldung/ig-metall-berlin-lehnt-zerschlagung-der-s-bahn-ab/?fbclid=IwAR1hXh-bBydy2Av_tJieeTyBya31af4CImGro0WTE5Ha8DYyTGoBeVQNHRM

Veranstaltung “Stopp die Zerschlagung der S-Bahn”

Eine Veranstaltung des Bündnisses ›Eine S-Bahn für Alle‹, unter Beteiligung des AK internationalismus IGM Berlin

Mittwoch, 25. November 2020 | 19:00 Uhr, Ort: Regenbogenkino, Lausitzerstraße 22, 10999 Berlin

Bis jetzt ist die S-Bahn noch zu hundert Prozent in der Hand der Deutschen Bahn, also in staatlichem Eigentum. Doch vor wenigen Monaten wurden zwei Teilnetze – das sind zwei Drittel der gesamten S-Bahn – europaweit ausgeschrieben. Das heißt: Privaten Unter-nehmen wird die Tür für den Betrieb der S-Bahn und die Instandhaltung der Fahrzeuge geöffnet. Dabei kann nicht nur für den S-Bahn Betrieb auf jedem der beiden Teilnetze ein anderes Privat-Unternehmen den Zuschlag bekommen, auch die Instandhaltung der Fahrzeuge für die beiden Teilnetze kann an zwei verschiedene Privatunternehmen vergeben werden. Das bedeutet die Zerschlagung und Privatisierung der S-Bahn.

Die Berliner haben in den vergangenen Jahren mit Privatisierungen nur schlechte Er-fahrungen gemacht. Das Wasser wurde privatisiert und musste dann – nach dem erfolgreichen Volksentscheid – für viel Geld wieder zurückgekauft werden. Tausende Wohnungen, die einmal der Stadt gehört haben, wurden ebenfalls verkauft. Jetzt gibt es die Kampagne „Deutsche Wohnen & Co enteignen!“, mit der ebenfalls viele Häuser, die ehemals in städtischer Hand gewesen waren, in öffentliche Hand zurückkehren sollen. Wir wollen nicht, dass ein drittes Mal wiederholt wird, was zwei Mal komplett in ein Desaster geführt hat. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Erinnerung an den 9. November 1918 statt. Dieser Tag war nicht nur die Geburtsstunde der Republik, sondern es kämpften auch Hunderttausende für die Überführung von großem Kapital in Gemeineigentum. Heute geht es auch darum, das, was in öffentlichem Eigentum ist, gegen die Privatisierung zu verteidigen oder , wie auf dem Wohnungsmarkt, zurück zu erobern .

Das ist das Ziel des Bündnisses „Eine S-Bahn für Alle“: Die Zerschlagung und Privatiserung der S-Bahn zu verhindern! Die Ausschreibung umfasst ein Volumen von 8 Milliarden Euro. Ein Abbruch der Ausschreibung ist möglich.

Wir vom AK Internationalismus IGM Berlin treten grundsätzlich für einen starken ÖPNV aus einem Guss unter kommunaler Verwaltung ein. Das liegt auch voll im Interesse unserer IGM Kollegen. Das nützt der dringend notwendigen Verkehrswende und dem Klima . Das erhält und schafft qualifizierte Arbeitsplätze in der Region. Und als Fahrgäste wollen wir pünktlich , sicher, kostengünstig und stessfrei jederzeit zum Ziel kommen. Da ist die vom Senat eingeleitete S-Bahn Privatisierung auf ganzer Linie kontraproduktiv !

Hier der Flyer zur Veranstaltung des Bündnisses zum runter laden :2020 11 25_S-Bahn_fuer_Alle_FlyerHerunterladen

Keine Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn

Unterstützungserklärung des Arbeitskreis Internationalismus IGM Berlin !

Der rot-rot-grüne Senat und Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) haben die Ausschreibung der S-Bahn Berlin beschlossen. Dazu soll das Netz dreigeteilt werden. Es droht die Privatisierung und Zerschlagung der S-Bahn auf Kosten von Beschäftigten, Fahrgästen und Klima. Diese Pläne des Senats bremsen die sozial-ökologische Verkehrswende aus.

Deswegen sagt auch der AK Internationalismus IGM Berlin :
Keine Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn! Wir fordern stattdessen Ausbau und Stärkung eines einheitlichen öffentlichen Nahverkehrs unter kommunaler Verwaltung ! Daseinsvorsorge in öffentliche Hand!

Auf der Protestkundgebung am 14.8. 2020  am S-Bahnhof Gesundbrunnen erklärt Peter vom AK Internationalismus Berlin in einer Grußbotschaft die Solidariät und Unterstützung des Bündnisses. Hier der Wortlaut:

“Liebe S-Bahnfahrerinnen und S-Bahnfahrer, liebe Mitmenschen in Berlin!

Liebe Kolleginnen und Kollegen von der EVG, von der GdL und ver.di!

Der Arbeitskreis Internationalismus IGM Berlin hat gestern Abend beschlossen, sich dem Bündnis gegen die weitere Zerschlagung und Privatisierung der S-Bahn Berlin anzuschließen.

Die meisten Beschäftigten in der Metallindustrie und ihre Angehörigen sind privat und beruflich auf den Öffentlichen Nahverkehrs angewiesen.

Sie wünschen sich, dass dieser öffentliche Nahverkehr reibungslos funktioniert, deutlich verbessert und ausgebaut wird!

Bei vielen von uns geht es dabei um wertvolle Lebenszeit und Lebensqualität. Auch von uns wollen immer weniger im Individualverkehr ersticken und gleichzeitig an Mobilität einbüßen.

Die geplante Privatisierung und Aufteilung der S-Bahn forciert aber die Zersplitterung, die Konkurrenz und Unterordnung unter private Gewinninteressen. Das steht einem gestärkten öffentlichen Nahverkehr aus einem Guss, wie wir ihn uns wünschen, diametral entgegen.

Außerdem meinen wir:

  • Ausbau und Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sind ein elementarer Beitrag im notwendigen Kampf gegen den Klimawandel.
  • Wer zukunftsfähige Arbeitsplätze sichern und aufbauen will, muss dies in Einklang mit den gesamtgesellschaftlichen Bedürfnissen tun.
  • Wer zukunftssichere Arbeitsplätze will, darf sich nicht an althergebrachten Verkehrskonzepten, Produktionsverfahren, Technologien und Produkten festklammern.

Gerade im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs müssen solche zukunftsfähigen Arbeitsplätze geschaffen werden. Eine Energie- und Verkehrswende hat unweigerlich einen Transfer von Arbeit aus den Bereichen des Individualverkehrs zum ÖPNV und Bahnverkehr zur Folge. Dafür müssen wir Gewerkschaften gemeinsam branchenübergreifend zusammenarbeiten.

Anständige Arbeitsbedingungen und Löhne und Gehälter im ÖPNV sind letztlich in unser aller Interesse. Privatisierung bedeutet immer Bedrohung der bestehenden Tarifstandards. Dagegen erklären wir uns als IG-Metaller solidarisch mit allen Bahn- und BVG Kollegen.

Der Arbeitskreis Internationalismus IGM Berlin wird unter den Delegierten dafür werben, dass sich die IGM Berlin als Ganzes dem Protest gegen die S-Bahn Zerschlagung anschließen wird.“

hier unsere  Rede als pdf:

Solierklaerung_site

hier geht es zu den Websites des Bündnisses und weiterer Unterstützer:

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