<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>05.1 Nahost Basisartikel &#8211; Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin</title>
	<atom:link href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/category/05-1-prio-beitraege-nahost/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de</link>
	<description>Einmischen in aktuelle politische Diskurse aus gewerkschaftlicher Sicht</description>
	<lastBuildDate>Thu, 21 May 2026 23:24:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
	<item>
		<title>Sofortige Freilassung aller Aktivistinnen und Aktivisten der „Globalen Sumud Flottille“</title>
		<link>https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/sofortige-freilassung-aller-aktivistinnen-und-aktivisten-der-globalen-sumud-flottille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Vlatten]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 19:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-0.5 Naost]]></category>
		<category><![CDATA[0. Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[05.1 Nahost Basisartikel]]></category>
		<category><![CDATA[4. 0. Krieg &Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[4. 2. Krieg & Frieden - Friedensbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[4. 4. Krieg & frieden - Konfliktherde Welt]]></category>
		<category><![CDATA[5. 0. Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[5. 3. Gesellschaft - Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[5. 5. Gesellschaft - Befreiung International]]></category>
		<category><![CDATA[9.9.2. Brennpunkt Kriegsgefahr, Kriegseskalation]]></category>
		<category><![CDATA[9.9.3.2 Brennpunkt Kampf gegen Rechts]]></category>
		<category><![CDATA[9.9.9. Berliner Gruppen - Waffen-Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/?p=70970</guid>

					<description><![CDATA[Die „Global Sumud Flotilla“ wurde in internationalen Gewässern – etwa 250 Seemeilen vor der Küste des Gazastreifens – von israelischen Kriegsschiffen umzingelt und abgefangen. Wir berichteten über die Ereignisse und ... <a title="Sofortige Freilassung aller Aktivistinnen und Aktivisten der „Globalen Sumud Flottille“" class="read-more" href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/sofortige-freilassung-aller-aktivistinnen-und-aktivisten-der-globalen-sumud-flottille/" aria-label="Mehr Informationen über Sofortige Freilassung aller Aktivistinnen und Aktivisten der „Globalen Sumud Flottille“">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die „Global Sumud Flotilla“ wurde in internationalen Gewässern – etwa 250 Seemeilen vor der Küste des Gazastreifens – von israelischen Kriegsschiffen umzingelt und  abgefangen. Wir <a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/global-sumud-flotilla-erneut-in-internationalen-gewaessern-von-israel-angegriffen/" data-type="link" data-id="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/global-sumud-flotilla-erneut-in-internationalen-gewaessern-von-israel-angegriffen/">berichteten über die Ereignisse und Hintergründe</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle 50 Boote wurden inzwischen von der israelischen Armee aufgebracht, 428 Teilnehmer:innen aus mehr als 40 Ländern wurden festgenommen, verschleppt, gedemütigt und mißhandelt. Stand heute werden sie immer noch gefangern gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die israelischen Streitkräfte brachten die Aktivistinnen und Aktivisten der Flotilla mit brutaler Gewalt in den Hafen von Aschdod im Süden Israels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Videoaufnahmen zeigen, wie israelische Kräfte die Gefangenen  misshandelten, während sie gefesselt auf dem Boden lagen, und sie zwangen, die israelische Hymne „Hatikva“ anzuhören. Besonders sorgte der rechtsextreme Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, mit einem provokativen Besuch vor Ort für Empörung. Ben-Gvir selbst trat demonstrativ vor die Kameras, verspottete die Inhaftierten und forderte öffentlich ihre langfristige Inhaftierung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102416.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="855" height="1024" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102416-855x1024.jpg" alt="" class="wp-image-71041" style="aspect-ratio:0.8349439111241345;width:291px;height:auto" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102416-855x1024.jpg 855w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102416-251x300.jpg 251w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102416-768x920.jpg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102416.jpg 1069w" sizes="(max-width: 855px) 100vw, 855px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nächste Kundgebung Berlin </figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die israelische Verkehrsministerin veröffentlichte ein Video, in dem sie ebenfalls offen mit der Demütigung und Misshandlung der Aktivistinnen und Aktivisten prahlte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 87 der Festgenommenen  traten aus Protest gegen ihre Inhaftierung und menschenunwürdige Behandlung sowie aus Solidarität mit den palästinensischen politischen Gefangenen in einen Hungerstreik.</p>



<pre class="wp-block-preformatted"><strong>Update 22.5.: die Gefangenen wurden nach einer Brandwelle internationaler Protesteb-wie hier beschrieben - in die Türkei gebracht und freigelassen. Kein Grund nachzulasse, alle Blicke auf Gaza zu richten, die Aufgabe der israelischen Blockade zu fordern und internationale Hilfe zu organisieren. </strong></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Die italienische Ministerpräsidentin und der Außenminister kündigten an, den israelischen Botschafter einzubestellen, um offizielle Erklärungen zur Misshandlung der Aktivistinnen und Aktivisten der „Sumud Flottille“ zu verlangen. Zugleich bezeichnete die italienische Regierung das Vorgehen Israels gegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Flottille als „inakzeptabel“ und forderte eine Entschuldigung Israels für deren Behandlung</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Italien hatten am Montag landesweit Solidaritätsstreiks der Basisgewerkschaft USB Druck gemacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Kritik an Israel wächst seitdem weiter an. Zahlreiche Staaten verurteilten in den vergangenen Stunden öffentlich die Behandlung der Teilnehmenden, nachdem Videos veröffentlicht worden waren, die die Misshandlungen, Demütigungen und öffentlichen Erniedrigungen der Festgenommenen zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktionen aus Europa und anderen Teilen der Welt fielen ungewöhnlich scharf aus. Laut dem israelischen Sender Kanal 12 wurde der israelische Botschafter in Frankreich zu einem offiziellen Verweis einbestellt. Auch Portugal verurteilte das Vorgehen scharf und nahm Kontakt zu den israelischen Behörden auf, um die Freilassung portugiesischer Staatsangehöriger zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kanadische Außenminister kündigte an, den israelischen Botschafter wegen der „inakzeptablen Behandlung“ der Aktivistinnen und Aktivisten einzubestellen. Spanien sprach von einem „brutalen Vorgehen“ gegen die Teilnehmenden der Flottille und forderte eine öffentliche Entschuldigung Israels. Madrid entschied zudem, den israelischen Botschafter offiziell einzubestellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus Großbritannien kam deutliche Kritik. Die britische Außenministerin erklärte, sie sei schockiert über die öffentliche Verhöhnung der Aktivistinnen und Aktivisten durch Ben-Gvir. Belgien und die Niederlande kündigten ebenfalls diplomatische Schritte gegen Israel an. Der niederländische Außenminister sprach von „schockierenden Bildern“ und forderte die Einhaltung des internationalen Rechts sowie den Schutz der niederländischen Staatsangehörigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das griechische Außenministerium verurteilte das Verhalten des israelischen Ministers „aufs Schärfste“, während Österreich die veröffentlichten Aufnahmen als „vollkommen inakzeptabel“ bezeichnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch außerhalb Europas wuchs der Druck auf Israel. Das Außenministerium von Qatar erklärte, d<strong>ie Demütigung der Aktivistinnen und Aktivisten zeige deutlich die systematischen Misshandlungen, denen auch Palästinenserinnen und Palästinenser ausgesetzt seien.</strong> Doha rief die internationale Gemeinschaft zu sofortigem Handeln und zur unverzüglichen Freilassung der Inhaftierten auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Regierung verurteilte die verbalen und körperlichen Übergriffe auf die Teilnehmenden der Flottille ebenfalls scharf. Das Außenministerium in Ankara erklärte, das Abfangen der Schiffe in internationalen Gewässern verstoße gegen internationales Recht. Zugleich bezeichnete die Türkei Ben-Gvir als einen der zentralen Verantwortlichen für die Gewaltpolitik gegen Gaza.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="817" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102366-1024x817.jpg" alt="" class="wp-image-70990" style="aspect-ratio:1.2533763233800124;width:318px;height:auto" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102366-1024x817.jpg 1024w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102366-300x239.jpg 300w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102366-768x613.jpg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/1000102366.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abstimmung der studentischen Vollversammlung in Leibzig gegen jegliche  Zusammenarbeit mit Israel </figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Scharfe Kritik kam zudem aus Israel selbst. Der israelische Knesset-Abgeordnete Ofer Cassif erklärte, die Aktivistinnen und Aktivisten würden misshandelt, erniedrigt und unter direkter Unterstützung Ben-Gvirs inhaftiert. „Wenn so mit Ausländern umgegangen wird, kann man sich vorstellen, was Palästinenser täglich erleiden“, sagte Cassif.</p>



<h5 id="eine-irgendwie-gleichartige-eindeutige-verurteilung-ist-von-der-deutschen-regierung-hingegen-bis-jetzt-nicht-bekannt-das-ist-erbaermlich" class="wp-block-heading">Eine irgendwie gleichartige eindeutige Verurteilung ist von der Deutschen Regierung hingegen bis jetzt nicht bekannt. Das ist erbärmlich. </h5>



<p class="wp-block-paragraph">Es muss aber auch klar sein, dass scharfe Worte keine Taten ersetzen. <strong>Jede Unterstützung für und Zusammenarbeit mit Israel muss sofort eingestellt werden. </strong>Die israelischen Kriegsverbrecher müssen international geächtet und zur Verantwortung gezogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir uns ein Beispiel an den Studentinnen und Studenten der Universität Leibzig, die gestern mit überwältigender Mehrheit in einer Vollversammlung beschlossen haben, die Unileitung aufzufordern, jegliche Zusammenarbeit mit israelischen Universitäten und Institutionen sofort zu beenden.</p>



<h5 id="das-kalkuel-ist-kein-auge-mehr-auf-gaza-machen-wir-einen-strich-durch-diese-rechnung" class="wp-block-heading">Das Kalkül ist: „kein Auge mehr auf Gaza“ . Machen wir einen Strich durch diese Rechnung!</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Lassen wir die Verschleppten und Gaza nicht aus den Augen. Mobiliseren wir die Öffentlichkeit. Zeigen wir, dass wir keine Angriffe unbeantwortet lassen. <strong>Es muss jeder mögliche Druck aufgebaut werden, daß die Aktivist:innen unverzüglich freigelassen werden. Nehmen wir an Protesten teil. </strong>Das ist gelebter Internationalismus und Antifaschismus! FREE PALESTINE!</p>



<h4 id="sofortige-freilassung-aller-aktivistinnen" class="wp-block-heading">Sofortige Freilassung aller Aktivist:innen!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Schreibt an Eure Außenministerien, daß sie dazu bei Israel vorstellig werden. Schon 1 Million Menschen haben entsprechende Aufforderungen versandt. <strong>Schlieẞt Euch der Kampagne an. <a href="https://globalsumudflotilla.org/contact-officials/" data-type="link" data-id="https://globalsumudflotilla.org/contact-officials/">Hier sind die Email Vorlagen</a></strong>.</p>



<h5 id="weitere-informationen-zur-flotilla-hier-global-sumud-flotilla-in-see-gestochen-lasst-sie-nicht-aus-den-augen" class="wp-block-heading">Weitere Informationen zur Flotilla hier:</h5>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/global-sumud-flotilla-erneut-in-internationalen-gewaessern-von-israel-angegriffen/" data-type="link" data-id="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/global-sumud-flotilla-erneut-in-internationalen-gewaessern-von-israel-angegriffen/">„Global Sumud Flotilla“ erneut in internationalen Gewässern von Israel angegriffen!</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/auf-der-sumud-flotilla-ein-kleiner-einblick-in-ihre-maschinerie-der-gewalt/">Auf der Sumud Flotilla: «Ein kleiner Einblick in ihre Maschinerie der Gewalt»</a></p>



<p class="wp-block-paragraph" id="weitere-informationen-zur-flotilla-hier-global-sumud-flotilla-in-see-gestochen-lasst-sie-nicht-aus-den-augen"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/global-sumud-flotilla-in-see-gestochen-lasst-sie-nicht-aus-den-augen/">Global Sumud Flotilla in See gestochen – lasst sie nicht aus den Augen!</a></p>



<h5 id="link-zu-zur-website-der-flotilla" class="wp-block-heading"><a href="https://globalsumudflotilla.org/press/">Link zu zur Website der Flotilla</a></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Titelbild:  Screenshot und Beweisdokument aus dem israelischen Video mit  Ben-Gvir </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>78 Jahre Nakba: Demobericht Berlin</title>
		<link>https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/78-jahre-nakba/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Konstantin Kieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 17:29:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[0. Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[0.2. Schlaglichter]]></category>
		<category><![CDATA[05.1 Nahost Basisartikel]]></category>
		<category><![CDATA[1. 0. Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[1. 3. Gewerkschaften - Gewerkschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[1. 4. Gewerkschaften - in anderen Ländern]]></category>
		<category><![CDATA[2. 5. Soziale Bewegungen - Global sozial]]></category>
		<category><![CDATA[4. 0. Krieg &Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[4. 2. Krieg & Frieden - Friedensbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[4. 4. Krieg & frieden - Konfliktherde Welt]]></category>
		<category><![CDATA[5. 0. Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[5. 1. Gesellschaft - Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[5. 2. Gesellschaft - Staatsgewalt]]></category>
		<category><![CDATA[5. 4. Gesellschaft - linke Bewegungen]]></category>
		<category><![CDATA[5. 5. Gesellschaft - Befreiung International]]></category>
		<category><![CDATA[8.4 Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/?p=70729</guid>

					<description><![CDATA[Zum 78. Jahrestag der Vertreibung von 750.000 Menschen aus ihrer Heimat Palästina, wurde am Wochenende weltweit an die Nakba („Katastrophe“) erinnert. 

Vom Oranienplatz ging der Protestzug über das Kottbuser Tor in Richtung Neukölln und endete planmäßig am Südstern. Das ist bei der Demonstration zum Nakba-Gedenken in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Auch in diesem Jahr kam es zwischendurch zu massiver Polizeigewalt
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zum 78. Jahrestag der Vertreibung von 750.000 Menschen aus ihrer Heimat Palästina wurde am Wochenende weltweit an die Nakba (&#8222;Katastrophe&#8220;) erinnert. Die systematische Vertreibung der Palästinenser:innen hat nie aufgehört, sondern hält bis heute an. Das UN-Hilfswerk UNRWA schätzt die Zahl der Vertriebenen mittlerweile auf 5,9 Millionen. Der deutsche Staat unterstützt die Vertreibungspolitik aktiv, weshalb sich der Protest auch gegen diese Komplizenschaft richten muss.<br><br>Während in Hamburg eine Demonstration das <a href="https://stop-nakba-now.org/">Stop-Nakba-Camp</a> abrundete, kamen in Berlin ebenfalls ca. 2.500 Demonstrierende zusammen. Vom Oranienplatz ging der Protestzug über das Kottbuser Tor in Richtung Neukölln und endete planmäßig am Südstern. Das ist bei der Demonstration zum Nakba-Gedenken in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Letztes Jahr fanden sich die Demonstrierenden schon zu Beginn in einem Polizeikessel wieder und die Demo wurde von der Polizei kurzerhand zur Kundgebung herabgestuft. Dieses eskalierende Verhalten zu so einem solch emotionalen Anlass auf dem Höhepunkt des Genozids in Gaza führte zu Spannungen, was niemanden verwundern dürfte. In der darauf folgenden Pressekampagne gegen die Demonstrierenden (mit prominenter Unterstützung aus der Politik), wurde tagelang reißerisch über einen schwerverletzten Polizisten berichtet. Angeblich von einem Mob zu Boden gebracht und durch Schläge und Tritte schwer verletzt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Polizist sich seine Hand beim Einschlagen auf Demonstrierende gebrochen hatte:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.instagram.com/reel/DYRePndIro9/?igsh=MTcwd2JoMzA0OTd2bg==">Videobeitrag von 3ezwa.de zur damaligen Kampagne</a></p>



<h4 id="palaestinasolidaritaet-weiter-unter-repressionsdruck" class="wp-block-heading">Palästinasolidarität weiter unter Repressionsdruck</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das hält <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/islamistische-und-linksradikale-gruppen-nakba-demo-zog-durch-berlin-kreuzberg--20-festnahmen-15602951.html">Tagesspiegel</a> und <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/festnahmen-demo-berlin-100.html">Tagesschau</a> jedoch nicht davon ab, die falsche Darstellung auch dieses Jahr weiter zu verbreiten und die Polizeigewalt damals und heute totzuschweigen. Nach wie vor wird alles dafür getan, die palästinensische Freiheitsbewegung zu delegitimieren, um von der deutschen Unterstützung für das israelische Apartheidsregime abzulenken. Die Repression soll Exempel statuieren (Vgl. hierzu auch: <a href="https://jacobin.de/artikel/berlin-ausbuergerung-palestina-gaza-staatsbuergerschaft">Bericht im Jacobin: Entzug der Staatsbürgerschaft wegen Social Media Posts</a>). <br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Repressionsdruck soll den mehrheitlich weiterhin solidarischen Teil der Bevölkerung davon abhalten, ihre Empathie mit den Palästinenser:innen offen auf der Straße zu zeigen. Auch dieses Jahr kam es folgerichtig zu massiver Polizeigewalt gegen die Demonstrierenden:</p>



<pre class="wp-block-preformatted"><strong>Videodokumentation der Polizeigewalt: </strong><br><br><a href="https://www.instagram.com/reel/DYZ-zwxN4oh">unpublished</a> , <a href="https://www.instagram.com/reel/DYaL4mTILPI">derxberger030</a></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Doch die Kriminalisierung der Demonstrierenden in der bürgerlichen Presse verfängt immer weniger. In zahlreichen Redebeiträgen wurden die absurden und geschichtsrevisionistischen Einschränkungen der Meinungsfreiheit durch die deutsche Staatsräson scharf zurück gewiesen. Nahezu alle Redner:innen solidarischer Gruppen vom Internationalistischen Bündnis, Gruppe Arbeiter:innenmacht, BDS Berlin, DKP, Mera25 bis zur Linken Neukölln betonten, dass ein Existenzrecht immer nur für Menschen gilt, niemals jedoch für Staaten. Dabei hoben die Redner:innen die Absurdität hervor, dass die BRD – während sie vorgibt aus der eigenen Geschichte gelernt zu haben – Kritik an systematischer Vertreibung, Apartheid und Völkermord kriminalisiert und dabei auch jüdische Stimmen belehrt und mundtot machen will. <br></p>



<h4 id="aufklaerung-und-widerstand-noetig" class="wp-block-heading">Aufklärung und Widerstand nötig<br></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rednerin von Mera25 ging in ihrer Rede auch auf die Unwissenheit in der deutschen Bevölkerung ein und brachte diese mit den mangelhaften Bildungsplänen in Zusammenhang. Sie selbst habe das erste Mal von der Nakba erfahren, als sie beruflich in Palästina war und dort – nach dem Passieren von Checkpoints – an den Ruinen der verlassenen palästinensischen Dörfer vorbei fuhr. Sie forderte, dass die deutsche Gesellschaft sich ihrer Verantwortung auch in Bezug auf die Palästinenser:innen endlich stellen muss.<br><br>Die Rednerin von Arbeiter:innenmacht fragte zurecht in Richtung Deutscher Gewerkschaftsbund, wie lange er sich noch für die Großmachtfantasien und Kapitalinteressen der herrschenden Klasse vor den Karren spannen lassen will: &#8222;So lange bis eure eigenen Kinder im Schützengraben liegen?&#8220;<br><br>Dieser Frage können wir uns nur anschließen und rufen die Basis in den Gewerkschaften dazu auf, sich stärker bemerkbar zu machen. Wir werden es sein, die ansonsten in der Zukunft für die Expansionsgier der Reichen einen sehr hohen Preis zahlen müssen. Doch wir haben die Macht, wenn wir uns organisieren. <br><br>In Deutschland haben wir diesbezüglich einiges aufzuholen. Die sehr bescheidene Beteiligung linker Organisationen an der Demonstration zum Jahrestag der Nakba entspricht nicht der internationalen Solidarität mit einer vom deutschen Staat verfolgten ethnischen Minderheit. In Frankreich beteiligte sich beispielsweise der Gewerkschaftsverbund Solidaires an der Nakba Demonstration, während die deutschen Gewerkschaften zur Vertreibung in Palästina weiter beharrlich schweigen. Der DGB fiel am 1. Mai dagegen erneut mit dem Versuch auf, Palästinasolidarität von den Demonstrationen zu verdrängen (<a href="https://www.jungewelt.de/artikel/520914.staatstragende-gewerkschaft-antikommunismus-zum-1-mai.html">Bericht</a>). Ein Vorgehen, das in anderen europäischen Ländern für Kopfschütteln sorgt. <br><br>Die nächste Gelegenheit sich gegen Imperialismus, Krieg und Sozialabbau zu organisieren ist bei der Vorbereitungskonferenz zum internationalen Antikriegsmeeting in London am 30. Mai <a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/gegen-den-krieg-gegen-den-sozialen-krieg/">[Infos zur Veranstaltung hier</a>] sowie bei den Aktionstagen gegen die Rheinmetall-Fabrik im Wedding am 10./11. Juli [<a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/aktionstage-gegen-den-start-der-waffenproduktion-bei-rheinmetall-in-berlin-bitte-vormerken/">alle Infos hier</a>].</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" data-id="70748" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-70748" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442-1024x768.jpeg 1024w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442-300x225.jpeg 300w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442-768x576.jpeg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442-1536x1152.jpeg 1536w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442-1320x990.jpeg 1320w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6442.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="70750" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-70750" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441-1024x768.jpeg 1024w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441-300x225.jpeg 300w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441-768x576.jpeg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441-1536x1152.jpeg 1536w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441-1320x990.jpeg 1320w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6441.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="70749" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-70749" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443-1024x768.jpeg 1024w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443-300x225.jpeg 300w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443-768x576.jpeg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443-1536x1152.jpeg 1536w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443-1320x990.jpeg 1320w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6443.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="70752" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-70752" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-768x1024.jpeg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-225x300.jpeg 225w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-1152x1536.jpeg 1152w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-1536x2048.jpeg 1536w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-1320x1760.jpeg 1320w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6434-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="70753" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-70753" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-768x1024.jpeg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-225x300.jpeg 225w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-1152x1536.jpeg 1152w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-1536x2048.jpeg 1536w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-1320x1760.jpeg 1320w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6426-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="70751" src="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-70751" srcset="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-768x1024.jpeg 768w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-225x300.jpeg 225w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-1152x1536.jpeg 1152w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-1536x2048.jpeg 1536w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-1320x1760.jpeg 1320w, https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_6436-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bilder: Kurt Weiß, Konstantin Kieser</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf der Sumud Flotilla: «Ein kleiner Einblick in ihre Maschinerie der Gewalt»</title>
		<link>https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/auf-der-sumud-flotilla-ein-kleiner-einblick-in-ihre-maschinerie-der-gewalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 16:48:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-0.5 Naost]]></category>
		<category><![CDATA[0. Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[05.1 Nahost Basisartikel]]></category>
		<category><![CDATA[4. 0. Krieg &Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[4. 1. Krieg & Frieden - Militarismus]]></category>
		<category><![CDATA[4. 2. Krieg & Frieden - Friedensbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[4. 4. Krieg & frieden - Konfliktherde Welt]]></category>
		<category><![CDATA[5. 0. Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[5. 2. Gesellschaft - Staatsgewalt]]></category>
		<category><![CDATA[5. 3. Gesellschaft - Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[5. 5. Gesellschaft - Befreiung International]]></category>
		<category><![CDATA[9.9.2. Brennpunkt Kriegsgefahr, Kriegseskalation]]></category>
		<category><![CDATA[9.9.3.2 Brennpunkt Kampf gegen Rechts]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/?p=70678</guid>

					<description><![CDATA[Die Gewalt Israels kennt keine Grenzen. Sie richtet sich ohne jeden Skrupel auch gegen Bürger:innen &#8222;befreundeter&#8220; Staaten. Das zionistische israelische Regime weiss genau, dass es zum Beispiel aufgrund der &#8222;bedingungslosen ... <a title="Auf der Sumud Flotilla: «Ein kleiner Einblick in ihre Maschinerie der Gewalt»" class="read-more" href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/auf-der-sumud-flotilla-ein-kleiner-einblick-in-ihre-maschinerie-der-gewalt/" aria-label="Mehr Informationen über Auf der Sumud Flotilla: «Ein kleiner Einblick in ihre Maschinerie der Gewalt»">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Gewalt Israels kennt keine Grenzen. Sie richtet sich ohne jeden Skrupel auch gegen Bürger:innen &#8222;befreundeter&#8220; Staaten. Das zionistische israelische Regime weiss genau, dass es zum Beispiel aufgrund der &#8222;bedingungslosen Staatsräson&#8220; Deutschlands keine wirklichen Konsequenzen zu befürchtern hat. Ernsthafte Rückedendeckung für die eigenen Bürger:innen sind kaum zu erwarten. Die verbalen Proteste der deutschen Regierung haben vor dem Hintergrund der fortlaufenden Unterstützung Israels reine Alibifunktion. Das folgende Interview &#8211; voller Empathie &#8211; zeigt auf, wie es Betroffenen ergeht, die den Mut aufbringen, in dieser Situation der imperialen Gewalt Israels die Stirn zu bieten, und dann mit dieser Gewalt konfrontiert werden. Zwei Wochen nach dem Überfall stach die Flotilla gestern von der Türkei aus erneut in See. (Peter Vlatten</em>)</p>



<h5 id="daniel-mueller-spricht-ueber-seine-teilnahme-an-der-sumud-freedom-flotilla-auf-dem-weg-nach-gaza-und-ueber-die-erfahrene-gewalt-durch-das-israelische-militaer" class="wp-block-heading"> <strong>Daniel Müller spricht über seine Teilnahme an der Sumud Freedom Flotilla auf dem Weg nach Gaza und über die erfahrene Gewalt durch das israelische Militär.</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Christa Dregger</em> <a href="https://www.pressenza.com/de/author/zeitpunkt/">ZEITPUNKT</a> 7.5.26, <a href="https://www.pressenza.com/de/2026/05/auf-der-sumud-flotilla-ein-kleiner-einblick-in-ihre-maschinerie-der-gewalt/" data-type="link" data-id="https://www.pressenza.com/de/2026/05/auf-der-sumud-flotilla-ein-kleiner-einblick-in-ihre-maschinerie-der-gewalt/">Pressenza</a>  ,11.05.26 &#8211;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zeitpunkt: Daniel, du bist gerade von der «Sumud Flotilla» zurückgekehrt. Das Ziel der Flotilla war, Hilfsgüter nach Gaza zu liefern – und auch auf den Genozid Israels an der Bevölkerung Gazas aufmerksam zu machen. Ihr wurdet vor Griechenland vom israelischen Militär aufgegriffen – in internationalen Gewässern weit entfernt von Israel. Doch als erstes möchte ich wissen: Was hat dich dazu bewogen, mitzufahren?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Daniel Müller: </strong>Ich konnte segeln und hatte technische Erfahrung mit Segelbooten – das waren genau die Fähigkeiten, die gesucht wurden. Letztes Jahr war ich bereits beim Global March to Gaza dabei und wurde in Kairo am Flughafen zurückgeschickt. Diese Erfahrung hat etwas in mir ausgelöst. Ich wollte nicht abstumpfen angesichts der Nachrichten aus Gaza. Als ein Freund mich auf die neue Flottille aufmerksam machte, habe ich mich gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie gross war die Flotilla?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende waren wir 56 Boote mit schätzungsweise 400 bis 500 Menschen an Bord. Es war eine unglaubliche organisatorische Leistung. Auf unserem Boot, der «Arkham», waren wir zu fünft: ein Australier, der momentan in Ägypten lebt, ein Ungar, der wegen der Repression in seiner Heimat nach Spanien ausgewandert ist, ein Brite mit pakistanischem Hintergrund, ein sehr gläubiger Muslim und ein Livestreamer aus Malaysia. Eine wirklich tolle, internationale Crew. Wir sind in Barcelona gestartet, haben in Sizilien Zwischenhalt gemacht und sind dann Richtung Kreta gefahren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>In internationalen Wässern ein Schiff aufzubringen, ist illegal. Es ist ein kriegerischer Akt.</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und was geschah dann?</strong></p>



<figure class="wp-block-embed alignleft is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Vom israelischen Militär geschlagen, getreten, gefesselt, vom Boot geholt" width="1248" height="702" src="https://www.youtube.com/embed/QEKUhRmbwBE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es war am 29. April, südlich von Kreta, bei sehr ruhiger See – fast spiegelglatt – schon eine Stunde nach Sonnenuntergang. Zuerst bemerkten wir, dass es noch mehr Drohnen gab als ohnehin schon während der ganzen Fahrt. Dann haben wir über Funk von einem anderen Boot vor uns gehört, dass sie ein unbeleuchtetes Objekt im Wasser sehen. Dann habe ich mit dem Fernglas drei dunkle Schnellboote entdeckt. Es war klar: Hier ist etwas im Busch. Wir dachten da noch nicht, dass es schon die israelische Armee sein könnte. Ich dachte, das wäre die Küstenwache, die uns aufhalten oder checken wollen. Was wichtig ist: In internationalen Wässern ein Schiff aufzubringen, ist illegal. Es ist ein kriegerischer Akt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben sofort gewendet und versucht, uns zu entfernen, aber sie waren natürlich schneller. Sie haben uns festgesetzt und dann mit Gummigeschossen auf uns geschossen – ich wurde am Bein getroffen. Ab diesem Moment war für mich klar: Das ist meine Grenze. Jetzt geht es um Leib und Leben. Wir haben noch Notsignale abgegeben und Raketen abgefeuert, uns dann aber ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie kamen an Bord, haben alle Telefone und die Elektronik inklusive Starlink kaputt gemacht und das Boot systematisch zerstört – Segel zerschnitten, Leinen durchtrennt, sogar die Maschine mit einem Bolzenschneider zerstört. Wir haben erst da gehört, dass sie hebräisch sprachen, dass es also die israelische Armee war. Uns wurden die Telefone weggenommen, wir wurden einzeln unter Deck geführt, durchsucht, auf dem Rücken mit Zip Ties gefesselt. Danach wurden wir auf ein israelisches amphibisches Landungsschiff gebracht, das sie mit Containern und Stacheldraht zu einem provisorischen Gefängnis umgebaut hatten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>ch selbst wurde mit dem Kopf gegen eine Stahlwand geschlagen, wurde bewusstlos und wachte erst im Boot der Küstenwache wieder auf.</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie waren die Bedingungen dort?</strong></p>



<figure class="wp-block-embed alignleft is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="260430 Interception ErosBoat CCTV 1" width="1248" height="702" src="https://www.youtube.com/embed/Zof8Cmowy8w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wir waren 181 Menschen und blieben anderthalb Tage auf dem offenen Deck, mit drei Stahlcontainern. Es gab kaum Matratzen, ein paar Dixi-Klos, ein wenig Essen und Wasser. Viele gingen in den Hungerstreik. Es gab immer wieder Demütigungen: stundenlanges Knien mit Händen über dem Kopf, Anschreien, Tritte.&nbsp;Ich habe dort eine ganz andere Welt entdeckt: die Welt der Geheimdienste und Armee, völlig jenseits von jeglichen Rechtsstandards. Es gibt keine Informationen, keine Kommunikation, nur gebrüllte Befehle und Gewalt. Einzelne Aktivisten wurden herausgeholt, und wir hörten an ihren Schreien, dass sie misshandelt wurden. Zwei der Leiter der Flotilla kamen nicht wieder zurück: Thiago Ávila und Saif Abu Keshek. Wir haben protestiert und gefordert, dass sie zu uns zurückkommen. Darauf ging man nicht ein. Wir haben gesungen und gechantet, daran konnten sie uns nicht hindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Nacht war sehr kalt, viele waren ja noch in ihren T-Shirts, einige verletzt. Und am Morgen eskalierte die Gewalt. Wir sollten in die Boote der Küstenwache umsteigen. Wir haben uns geweigert, solange unsere Kameraden nicht wieder bei uns sind. Wir haben Sitzblockade gemacht und gechantet. Und dann haben sie uns einzeln mit Gewalt rausgeprügelt und geschleift und auf das Boot von der Küstenwache gebracht. Ich selbst wurde mit dem Kopf gegen eine Stahlwand geschlagen, wurde bewusstlos und wachte erst im Boot der Küstenwache wieder auf. Das war kurz vor dem Hafen von Kreta, also in griechischen Gewässern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Da war dann die griechische Küstenwache?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja. Die Griechen haben uns übernommen. Wir dachten ja, sie wären da, um uns zu helfen. Dann wurde offensichtlich, dass sie mit Israel kooperiert haben. Sie waren mit vielen Polizeiwagen, aber nur einem einzigen Krankenwagen eingetroffen. Es gab wieder stundenlange Verhöre. Die Verletzten wurden erstmal nicht versorgt. Erst am Nachmittag kamen wir ins Krankenhaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21 Boote wurden gestoppt. Was ist mit dem Rest der Flotilla?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die restlichen Boote sind nach Lyapatra im Süden von Kreta weitergefahren, wo sie weiterhin unter starker Beobachtung von Drohnen und Helikoptern stehen. Die Stimmung ist ungebrochen, aber man ist auch sehr alert. Die Frage ist, ob und wann sie auch angegriffen werden. Der Plan im Moment ist, sich in der Türkei wieder zusammenzutun und dann hoffentlich die Mission fortzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du bist seit zwei Tagen wieder zu Hause. Wie geht es dir heute?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Körperlich einigermassen. Die Schusswunde am Bein ist tief und braucht Zeit. Seelisch arbeitet es noch. Man merkt, dass man Sphären gesehen hat, die man sonst nicht sieht – die kalte, gewalttätige Maschinerie. Ich bin schreckhafter als vorher. Gleichzeitig habe ich grossen Respekt vor den Menschen, die weitermachen. Ich selbst werde vorerst nicht zurückkehren. Ich muss das erst verarbeiten. Aber ich unterstütze die Mission weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ihr habt die Gewalt sichtbar gemacht durch eure Aktionen. Ich finde, das ist etwas, was Aktivismus auf jeden Fall bewirkt, auch wenn noch keine Hilfsgüter hingebracht werden konnten.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;Es stimmt, unsere Aktion hat dieses Unrecht sichtbarer gemacht. Aber noch lieber hätten wir Hilfsgüter hingebracht. Was wir dort gesehen haben, ist ein Einblick in eine Maschinerie, die weltweit und tagtäglich am Laufen ist. Und nichts im Vergleich zu dem, was Palästinenser täglich erdulden – Tausende sitzen ohne Anklage in israelischen Gefängnissen, darunter viele Kinder. Ich appelliere an alle: Erhebt eure Stimme! Demonstriert, schreibt an Politiker, fordert von euren Regierungen, dass sie ihre Bürger schützt und dieses Vorgehen in internationalen Gewässern verurteilt. Thiago Ávila und Saif Abu Keshek müssen sofort freikommen. Es braucht eine rote Linie gegen diesen Krieg und diese Gewalt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interview führte Christa Dregger.  Wir danken für das Publikationsrecht. Das <a href="https://zeitpunkt.ch/auf-der-sumud-flotilla-ein-kleiner-einblick-ihre-maschinerie-der-gewalt" data-type="link" data-id="https://zeitpunkt.ch/auf-der-sumud-flotilla-ein-kleiner-einblick-ihre-maschinerie-der-gewalt">Original ist am 7.5.2026 bei Zeitpunkt </a>erschienen.</p>



<h5 id="taegliche-updates-auf-der-webseite-der-flottilla" class="wp-block-heading"><a href="https://globalsumudflotilla.org/" data-type="link" data-id="https://globalsumudflotilla.org/">Tägliche Updates auf der Webseite der Flottilla</a></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Titelbild: Flotilla</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
